Verlag Das Brennglas

Natur ohne Jagd

Buch, Großformat, 132 Seiten
viele Farbbilder

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"Natur ohne Jagd" online lesen

Editorial

Stellen Sie sich vor, Sie beobachten einen jungen Hirsch, der anmutig durch den Wald streift. Um ihn herum türmt sich das saftige Grün des Dickichts. Nicht weit von ihm entfernt tut sich eine kleine Lichtung auf. Darauf tummelt sich eine Familie Wildschweine im knöcheltiefen Sumpf. Riesige Libellen summen an Ihren Ohren vorbei und lassen sich immer wieder auf den großen Blättern neben Ihnen nieder. Hoch oben über Ihnen schnattert eine Gruppe von Staren, als hätten sie Ihnen irgendetwas Wichtiges zu sagen. Ab und zu erkennen Sie Rehaugen, die neugierig zu Ihnen herüber blicken.
Der junge Hirsch schreitet langsam voran, um einen Blick über die Lichtung zu erhaschen. Der Morgendunst schwebt hauchdünn über der Wiese. Der Hirsch verspürt Lust, sich an einem Baum zu reiben und tut dies. Dann betritt er die Lichtung. Vereinzelt liegen umgestürzte Bäume quer. Der Boden ist stellenweise mit Wasser überzogen. Prachtvolle Farne säumen den Weg. Zwei quirlige Eisvögel fahren raschelnd auf und verschwinden im Dickicht. Noch ein paar Meter weiter hören Sie einen Wasserfall rauschen. Sie überqueren langsam die Lichtung und sehen einen Bach. Dieser springt von Fels zu Fels, stets die Richtung ändernd, und bildet hier und da kleine Tümpel. Im klaren Wasser sind die Fische deutlich zu sehen.


Sie balancieren von Vorsprung zu Vorsprung und klettern den moosbehafteten Hang zum Wasserfall hinab.
Durch die Krone eines Baumes flirren Sonnenstrahlen ein - als Vorbote unzähliger bunter Schmetterlinge, die sich plötzlich um den Wasserfall tummeln.
Haben Sie auch schon einmal von einem ähnlichen Paradies geträumt, von einer heilen und gewaltfreien Welt, in der die Menschen in Einheit untereinander und im Einklang mit der Natur leben? Träumen Sie auch von einer Welt, in der die wildlebenden Tiere uns Menschen vertraut sind, mit uns Freundschaft schließen und nicht wie traumatisiert vor uns flüchten?
Leider wird dieser Traum einer friedvollen Welt vielerorts von der Realität verdrängt: In Wald und Flur werden unsere göttlichen Mitgeschöpfe millionenfach dahingerafft; es werden ihnen die Köpfe und Gliedmaßen weggeschossen, Sozialstrukturen werden zersprengt und vernichtet. Jungtiere werden zu Waisen und verhungern. Geschwister verlieren ihre Brüder und Schwestern. Mit dem Tod ringende Artgenossen werden auf der panischen Flucht zurückgelassen und verbluten unter Qualen einsam im Gebüsch. Es herrscht fast überall Krieg, Terror und Trauer in unserer spärlichen Restnatur. Tiere flüchten über stark befahrene Straßen, öffentliche Wege werden wegen Treib- und Drückjagden gesperrt. Überall rennen Tiere um ihr Leben, erdröhnen Schüsse - und die Jäger nennen so etwas Dienst an der Schöpfung Gottes. Ungeheuerlich! Wen wundert es da noch, dass immer mehr Menschen für eine Natur ohne Jagd eintreten?

Das Magazin »Freiheit für Tiere« berichtet regelmäßig über dieses Thema. Darum haben wir uns entschieden, eine Sonderausgabe »Natur ohne Jagd« in Buchform herauszugeben, in der die wichtigsten Artikel und Berichte aus 5 Jahren auf 132 Seiten zusammengefasst sind. Wir berichten über Wildtierrettungen und Freundschaften zwischen Tier- und Menschenkindern. Wir berichten über wildtiergerechte Lebensräume und beschäftigen uns mit jagdfreien Gebieten in Deutschland und in Europa, anhand derer sich belegen lässt, dass die Natur keine bewaffneten Grünröcke benötigt. Im Gegenteil: Wir zeigen die grenzenlose Faszination auf, die von freilebenden Wildtieren in unbejagten Gebieten ausgehen kann.

Einen breiten Raum nimmt das Thema Forderungen und Konzepte für eine Natur ohne Jagd ein. Hierbei werden wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengetragen, Interviews mit Fachleuten und ehemaligen Jägern geführt, interessante Bücher zu diesem Themenkreis vorgestellt und berechtigte Forderungen an die Gesetzgeber formuliert.

Zu guter Letzt widmen wir uns der von Reichsjägermeister Göring eingeführten »Zwangsbejagung«, auch auf privatem Grund und Boden, wie sie das Bundesjagdgesetz immer noch vorsieht. Wir erläutern anhand von Erfahrungsberichten, welche dramatischen Folgen diese Gesetzgebung für Grundstückseigentümer hat. Wir berichten dabei auch ausführlich über eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der die Zwangsmitgliedschaft in so genannten Jagdgenossenschaften bereits 1999 für unvereinbar mit den Menschenrechten erklärt hat . Wir stellen Ihnen in diesem Zusammenhang die Bürgerinitiative »Zwangsbejagung ade« vor, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die menschenrechtswidrige »Zwangsbejagung« in Deutschland abzuschaffen. Dass diese Forderung nicht utopisch ist, zeigen Beispiele aus anderen europäischen Ländern: Dort ist es Grundstückseigentümern gelungen, sich erfolgreich gegen die Bejagung ihres eigenen Grund und Bodens zur Wehr zu setzen.

Wir wünschen Ihnen viel, viel Freude und anregende Lesestunden mit »Natur ohne Jagd«!

Ihr »Freiheit für Tiere«-Team

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"Natur ohne Jagd" online lesen

Freiheit für Tiere - Natur ohne Jagd (Art.152) Auf 132 Seiten erwarten Sie interessante & informative Berichte über jagdfreie Gebiete und Schutzprojekte für Wildtiere - illustriert mit wunderschönen Fotoaufnahmen - sowie wissenschaftliche Fakten und Argumente für eine Natur ohne Jagd. Wenn Sie mit einem Förderabo die Verbreitung von "Freiheit für Tiere" unterstützen, erhalten Sie die Sonderausgabe "Natur ohne Jagd" als Geschenk! 6,80 EUR