BSE-
Chronik

»Alles,
was der Mensch
den Tieren antut,
kommt auf den Menschen
zurück.«

Pythagoras, griechischer Philosoph
und Mathematiker (582-496 v. Chr.)

16.05.1990: Britische Gesundheitsbehörden behaupten, der Verzehr von britischem Rindfleisch sei sicher.

Juni 1990: BSE in Portugal

28.02.1991: BSE in Frankreich

1992: BSE in Deutschland.

1992 bis 1993: Höhepunkt der BSE-Epidemie in Großbritannien. Bis zum Jahr 2000 werden über 170.000 infizierte Tiere gemeldet.

21.05.1995: Ein 18jähriger Brite stirbt als erster Mensch an der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (nvCJD).

März 1996: Britische Kommission sieht einen Zusammenhang zwischen BSE und nvCJD.

1997: BSE in Luxemburg, den Niederlanden und Belgien.

März 2000: Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke: »Wer deutsche Markenware kauft, weiß, dass er auf der sicheren Seite ist.«

November 2000: BSE-Krise in Frankreich: Schnelltest erkennt über 100 BSE-infizierte Rinder. Vier Franzosen sind an nvCJD erkrankt.

20.11.2000: Deutsche Politiker und Bauernverbände behaupten, Deutschland sei BSE-frei.

24.11.2000: Erstmals BSE bei einem in Deutschland geborenen Rind.

01.01.2001: Fleisch- und Knochenmehl dürfen nicht mehr bei der Haltung, Mästung oder Aufzucht von Tieren, die für die Nahrungsmittelkette bestimmt sind, verwendet werden.

02.02.2001: Tiermehl wird künftig zum Heizen gebraucht, denn es sei ein »hochwertiger Brennstoff, vergleichbar mit der Braunkohle, und es bleiben weniger Schadstoffe« (Main-Post, 19.07.01).Wird jetzt BSE in die Luft geblasen?
02.08.01 »Creutzfeld-Jacob-Krankheit durch Waschpulver?«, fragt BILD. Waschpulver werde oft aus Ochsenfett hergestellt.
06.08.01 FOCUS schreibt: In England mit 180.000 BSE-Fällen rechnen Studien mit mindestens 400 und maximal 400.000 vCJD-Opfern. Auch in Deutschland erwarten Experten bis zu 400 Fälle der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (FOCUS 32/2001). Erste Fälle werden nach Einschätzung von Wissenschaftlern noch 2001 auftreten.
Bis August 2001 sind 99 meist sehr junge Briten an der menschlichen Variante des Rinderwahns zu Grunde gegangen. Die bereits bekannt gewordenen Fälle von Creutzfeldt-Jacob-Erkrankung betreffen überwiegend jüngere Menschen. »Zum Erstaunen der Mediziner waren die betroffenen Patienten Bauern, Schlachter und Fleischverkäuferinnen.« (Axel Meyer: Fleisch ade! Mosaik-Verlag, 2001). Unterdessen wird in der EU die Wiederzulassung von Tiermehl als Futtermittel schon wieder diskutiert...
Volksseuche und Bankrott
Nachdem der Verbraucher vom Rind auf Schwein, Huhn und Pute umgestiegen war, erschütterten neue Horrormeldungen die Nation: Maul- und Klauenseuche, Antibiotika-Skandal in der Schweinemast, Schweinepest, millionenfache Massentötung von Eintagsküken, Salmonellen in Putenfleisch. Das Grauen kommt auf uns zurück: In Form von Krankheiten, Volksseuchen - also solche scheint sich vCJD zu entwickeln - oder als Gefährdung der Existenz. In England wirft die »Countryside Agency« die Frage auf, ob nicht einfach »blindlings Tiere hingerichtet« wurden. Einige Landstriche würden sich wohl nie mehr von den verheerenden Folgen der Maul- und Klauenseuche erholen. Tausende von Farmern, Zulieferern und Ausrüstern werden bis zum Jahresende Bankrott anmelden müssen. ...Was der Mensch den Tieren antut, kommt irgendwann auf ihn zurück...

 

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