Rennschwein Rudi Rüssel

in der Freilandhaltung

»Freiheit für Ferkel«

Auf dem Holzäckerhof bei Bergtheim gibt es eine neue Touristenattraktion: Freilebende Ferkel. »Auf einer Fläche von einem Hektar tummeln sich 40 - im wahrsten Sinne - quietsch-muntere Borstenviecher«, berichtet die unterfränkische Main-Post (12.7.01). Es gibt extra Gäste-Parkplätze zur Beobachtung der Borstentiere. »Besonders Familien mit kleineren Kindern haben echt Spaß daran, den neugierigen Schweinen zuzuschauen, wie sie über das Gelände flitzen, dass die Erde manchmal nur so spritzt. Das ist witziger und interessanter als jeder Rudi Rüssel im Fernsehen!«.

Der Unterschied ist: Rennschwein Rudi Rüssel, der Liebling aller Kinder, wird in einer dramatischen Rettungsaktion vor dem Schlachthof gerettet. Den Zweck der Freilandhaltung auf dem Holzäckerhof dagegen erläutert Landwirt Edgar Sauer: »Meine Fleischkäufer können ganz genau sehen, wo und wie »ihr« Schwein aufgewachsen ist.«

Tod auf
Bestellung

Jeder kann also seinen Rudi Rüssel vorbestellen, den er zum Wunschtermin im Oktober fix & fertig als Würstchen erhalten will: »Schweinefleisch, haushaltsgerecht zerlegt, portioniert, verpackt, und die von ihm gewünschten Wurstsorten.«. Pro Schwein zahlt eine Familie ca. 800 Mark, »wobei individuelle Abweichungen natürlich möglich sind, beispielsweise wenn sich zwei Familien ein Schwein teilen«.

Wie der Landwirt auf die neue Vermarktungsstrategie kommt? Im Zuge von MKS und Schweinepest hätten sich immer mehr Kunden »verunsichert über ihren Fleischkonsum geäußert, wollten ihn sogar einschränken«

Übrigens: Im Abspann des Films »Rennschwein Rudi Rüssel« ist das Lied »Freiheit für Ferkel« zu hören... Und noch etwas: Schweine sind mindestens so intelligent wie Hunde.

Schreck wegen Schweinshaxe

»Einen gehörigen Schrecken bekamen am Donnerstagabend zwei Insassen eines Autos, als sie von der Autobahn bei Knetzgau (Lkr. Haßberge) fuhren. Im Graben neben dem Zubringer lagen nach ihrer Beobachtung menschliche Gebeine. Grausiges ahnend, machte sich die sofort alarmierte Polizei umgehend auf den Weg zum »Tatort«. Doch die Entwarnung kam schnell: Die vermeintlichen Beine eines Menschen erwiesen sich als »Schweinshaxe«. Nach Angaben der Beamten dürfte der Hüftknochen samt Füßen von einem vorbeifahrenden Wagen einer Tierkörperbeseitigungsanstalt gefallen sein.« (Main-Post, 07.07.01).

Die Autofahrer waren also fürs Erste beruhigt. Doch besteht dazu wirklich Grund? Warum erschrecken die Menschen nicht vor Tiergebeinen? In der Bibel steht »Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt.« (Jesaja 66,3). Weisen uns die Tiere mit Krankheiten und Seuchen den Weg in eine andere Zeit?

 

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