Wer Fleisch isst, gibt den Auftrag zum Töten

»Es denkt der Mensch,
zufrieden froh:
Ich bin kein Schlächter,
blutig roh;
doch da der Mensch kein Wurstverächter,
so trägt die Mitschuld er am Schlächter..«

Eugen Roth (1895-1976)

Viele Leute essen gerne Fleisch - aber keiner will so genau wissen, wie das Steak auf den Teller kommt. Keiner will wissen, was sich vorher abspielt in den Ställen und Schlachthäusern, welche Tötungsmaschinerie hinter dem appetitlich angerichteten Braten steckt. Man will es nicht wissen und guckt deshalb nicht hin.

Als während der BSE-Berichterstattung ständig Bilder im Fernsehen gezeigt wurden von Massentierhaltung und Schlachthöfen, waren viele Menschen schockiert. Doch inzwischen scheint das Leid der Tiere die Verbraucher nicht mehr zu interessieren - Hauptsache, das Rindfleisch ist »so sicher wie noch nie«, wie uns die Politiker immer wieder versichern.

Auch wenn keiner diese Bilder sehen will - oder gerade deswegen - soll diese Broschüre an die Öffentlichkeit.

Es ist eine Aufforderung: Schauen Sie hin! In Deutschland werden jedes Jahr über 400 Millionen Schweine, Kälber und Rinder, Hühner, Enten, Gänse, Puten geschlachtet. Unter unwürdigen, erbämlichsten Bedingungen fristen sie ein kurzes Leben in der Massentierhaltung, bis sie das ideale Schlachtgewicht erreicht haben. Bei Hühnern ist der Körper bereits mit 15-18 Monaten vom industriellen Eierlegen so erschöpft und ausgemergelt, dass sie als Suppenhuhn enden.

Die Tiere erleiden eine lebenslange Folter von der Geburt bis zum Tod: Die Folter in der Massentierhaltung geht weiter in der Folter der Schlachttransporte bis zur brutalen Folter im Schlachthof. Bisher wollten uns die Schlächter weiß machen: »Die Tiere werden schmerzlos geschlachtet.« Doch diese Lüge wurde in jüngster Zeit aufgedeckt: Die Rinder schreien noch, während sie am Fließband aufgeschnitten werden.

»Vom Tiermord zum
Menschenmord ist nur ein Schritt
und damit auch von der Tierquälerei
zur Menschenquälerei.«

Leo Tolstoi (1828-1910)
Krieg gegen die Tiere
Die Tötungen in Zahlen
In der Bundesrepublik Deutschland wurden laut offizieller Statistik im Jahre 1998 geschlachtet (Tierschutzbericht 2001 des Verbraucherministeriums):

332.100.000 Masthühner
40.200.000 Schweine
24.000.000 Suppenhühner
20.300.000 Puten
14.200.000 Enten
4.100.000 Rinder
1.000.000 Gänse
900.000 Schafe/Ziegen
17.500 Pferde

Fleisch-»Erzeugung« 2000:

6.640.000 t Fleisch insgesamt
davon
3.830.000 t Schweinefleisch
1.440.000 t Rind-/Kalbfleisch
890.000 t Geflügel
40.000 t Schaf-/Ziegenfleisch

Verzehr pro Kopf im Jahr 2000:

63,20 kg Fleisch insgesamt
davon
40,20 kg Schweinefleisch
10,80 kg Rind-/Kalbfleisch

 

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