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»Wer
mit dem
Messer die Kehle
eines Rindes durchtrennt...«
»Für ein kleines Stücklein Fleisch nehmen
wir den Tieren die Seele sowie Sonnenlicht
und Lebenszeit, wozu sie doch entstanden
und von Natur aus da sind.«
Plutarch (45-125)
»Wer
mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen
der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein
abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter
gereicht hat - wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?«,
fragt der Philosoph Pythagoras.
Und der griechische Philosoph und Schriftsteller Plutarch (45-125) schreibt
in Bezug auf Pythagoras:
»Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich
Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich,
unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch
das erste Mal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren,
seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch
mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich erlaubt hat,
die Teile, die kurz davor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt
und gelebt haben, Nahrung zu nennen. Es handelt sich gewiss nicht um Löwen
und Wölfe, die wir zum Selbstschutz essen - im Gegenteil, diesen Tieren
schenken wir gar keine Beachtung; vielmehr schlachten wir harmlose, zahme
Geschöpfe ohne Stacheln und Zähne, die uns ohnehin nichts anhaben
könnten. Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht
und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen. Wenn ihr nun behaupten
wollt, dass die Natur solche Nahrung für euch vorgesehen hätte,
dann tötet selbst, was ihr zu essen gedenkt - jedoch mit euren naturgegebenen
Mitteln, nicht mit Hilfe eines Schlachtmessers, einer Keule oder eines Beils.«
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