Wer will heute wissen,
wie das Steak auf den Teller kommt?

Wer die Schlagzeilen in den Zeitungen und Magazinen liest und die Fernsehberichte sieht, meint vielleicht, dass es eine besonders schlimme Zeit für die Tiere sei. Die Wahrheit ist: Für die Tiere ist seit Jahrzehnten eine grausame Zeit! Jetzt wird offensichtlich, was seit Jahren das alltägliche Schicksal der Tiere ist: Sklaverei, Folter, Transportelend und der brutale Tod im Schlachthaus. Innerhalb der deutschen Ernährungswirtschaft ist die Fleischwirtschaft die drittgrößte Branche: 85.500 Beschäftigte erwirtschafteten im Jahr 2000 einen Umsatz von etwa 22.880.000.000 DM.

Vor dem Gesetz werden Tiere wie Sachen behandelt. Sie haben keine gesetzlich verbürgten Rechte: Kein Recht auf Leben, kein Recht auf Familie, kein Recht auf eine würdige Unterkunft. Die Folge ist: Während wir unsere Katzen, Hunde und Zwergkaninchen verwöhnen, werden »Nutz«-Tiere bei uns wie Sklaven gehalten. Und die meisten Leute finden es in Ordnung so. Und die Gesetzgebung ist damit einverstanden. Auch die meisten Politiker sind damit einverstanden.
Und zu all dem schwieg die Kirche - nein, sie schwieg nicht nur, sie gab sogar noch die Grundlage dafür. Obwohl Jesus von Nazareth etwas anderes lehrte und die ersten Christen Vegetarier waren, haben die Kirchenväter schon früh den Tieren die Seele abgesprochen - bis heute. Vor diesem Hintergrund macht der Staat bis heute die Gesetze, vor diesem Hintergrund wird bis heute »Recht gesprochen«.

Was wäre, wenn offiziell gelehrt würde: Tiere haben eine Seele? Dürfte man Tiere dann noch unter unwürdigen und schmerzhaften Bedingungen halten, transportieren massenhaft töten und aufessen?

Tiere fühlen. Tiere empfinden. Sie spüren Freude, Leid und Schmerz. Tiere sind unsere Mitgeschöpfe hier auf Erden und sie lieben das Leben wie wir.

Der Mensch muss kein Fleisch essen um zu leben. Er kann sich gut und sogar gesünder ohne Fleisch ernähren. Millionen vegetarisch lebende Menschen sind der Beweis dafür. Der Mensch hat den Kannibalismus überwunden. Er hat die Sklaverei überwunden. Wann wird der Mensch aufhören als Leichenfresser über die Erde zu gehen, der seine Mitgeschöpfe mästet, quält und aufisst?

»Meiner Überzeugung
nach wird auch einst
die Zeit kommen,
wo niemand sich wird mit
Leichen ernähren wollen,
wo niemand mehr sich
zum Schlächterhandwerk
bereit finden wird.
Wie viele unter uns
gibt es schon jetzt,
die niemals Fleisch ässen,
wenn sie selber das Messer
in die Kehle der betreffenden Tiere stossen müssten!«

Berta von Suttner, Friedensnobelpreis 1905

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