Vorprogrammierte Selbstvernichtung
Noch eine Chance für die Menscheit?

»... Dann haben wir vielleicht noch eine Chance, der vorprogrammierten Selbstvernichtung zu entgehen«
Dag Frommhold, Jägerlatein

1972 warnte der amerikanische Zukunftsforscher Dennis L. Meadows vor den »Grenzen des Wachstums«. Zunächst waren die Thesen des »Club of Rome« heftig umstritten. Inzwischen aber haben viele Untersuchungen die Befürchtungen des Zukunftsforschers bestätigt. Nun hat Meadows die aufgestellten Thesen mit den Daten der Entwicklung von 1972 bis heute verglichen. Er kommt zu folgendem Ergebnis (Süddeutsche Zeitung, 13./14. November 1999): Angesichts der vorherrschenden politischen, ökonomischen und kulturellen Wertvorstellungen lässt sich ein Zusammenbruch der Welt, wie wir sie heute kennen, nicht mehr vermeiden. Mit anderen Worten: »Nach meiner Überzeugung ist es für eine dauerhaft tragbare Entwicklung zu spät. Falls es dafür tatsächlich zu spät ist, müssen wir die vielschichtigen Mechanismen begreifen lernen, die den Zusammenbruch verursachen, eine neue Ethik und ein neues Vokabular finden...«

Hat die Menschheit noch eine Chance? - Sicherlich nicht ohne den dringend angemahnten ethischen Wandel der Wertvorstellungen in Politik, Wirtschaft und Kultur! 

Wie könnte eine neue Ethik aussehen? Müssen nicht schon Vernunft und logisches Denken zu dem Schluss führen, dass die Achtung vor allem Leben die Grundvoraussetzung für das Überleben auf unserem Planeten ist?

»Letzten Endes bedeutet die Kombination aus logisch-rationalem ökologischem Denken und ethischer Achtung vor anderen Lebewesen das Todesurteil für die Jagd - und nicht nur für die Jagd, sondern auch für Krieg, Folter und Rassismus. Es sollte künftig unser oberstes Ziel sein, alle Mitlebewesen - gleich, ob menschlich oder nicht-menschlich - zu respektieren und ihr Daseinsrecht anzuerkennen. Dann, und nur dann, haben wir vielleicht noch eine Chance, unserer bereits vorprogrammierten Selbstvernichtung zu entgehen.« (Dag Frommhold, Jägerlatein, S. 11)

»Du sollst nicht töten«

»Der Leib, der mit Fleischspeisen beschwert wird, wird von Krankheiten heimgesucht. Die Fleischspeisen verdunkeln das Licht des Geistes.«
Basilius von Cäsarea (329-379 n. Chr.)

Die ersten Christen waren Vegetarier (Minucius Felix, 175 n. Chr.). Sie hielten sich an das Gebot »Du sollst nicht töten!« und wussten, dass die Lehre Jesu »Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ auch keinem andern zu« auch für Tiere gilt.

Basilius von Cäsarea (329-379 n. Chr.) sagt dazu: »Der Leib, der mit Fleischspeisen beschwert wird, wird von Krankheiten heimgesucht. Die ... Fleischspeisen verdunkeln das Licht des Geistes. Man kann schwerlich die Tugend lieben, wenn man sich an Fleischgerichten und Festmahlen erfreut. Unser Tisch muss zum Denkmal wahrer Christen dienen.«

Nach Gottes Willen soll kein Geschöpf das andere töten und aufessen. »Echtes Christentum kann und muss ohne Fleisch auskommen.«, sagt Prof. Dr. Hubertus Mynarek. Denn wie könne man eine eigene Humanität, eine eigene Menschlichkeit, eine eigene Vervollkommnung ansteuern und realisieren, wenn man zugleich wisse, dass man unsere Brüder und Schwestern, die Tiere tötet. Es sei unmöglich, eine höhere Spiritualität zu erreichen, wenn man Tiere schlachte. (Prof. Dr. theol. Mynarek, Interview S. 22ff).

[Vorherige Seite]  [Inhaltsverzeichnis]  [Nächste Seite]

 


© 2001 Verlag Das Brennglas
Röttbacher Str. 61 • D-97892 Kreuzwertheim
eMail: info@brennglas.com
Webmaster: webmaster@brennglas.com