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»Die
Jagd ist doch immer eine Form von Krieg« Goethe
Grausame Jagdarten
Es ist eine beliebte Jagdart, Füchse mit Wildkadavern an den sogenannten Luderplatz zu locken und sie dort in winterlichen Vollmondnächten zu erschießen.
Eine weitere nach Jägermeinung faszinierende Jagdart ist die Baujagd, die gerade aufgrund der »Härte der Arbeit (...) einen eigenen Reiz hat« (F. Heil. In: Deutsche Jagd Zeitung, 2/1995): »Unterhält man sich mit Jägern, so versichern diese immer wieder, dass die Jagd besonders erregend und spannend ist, wenn man mit der Flinte vor einem Fuchsbau auf den »springenden« (den flüchtenden) Fuchs wartet, um diesen mit einem sauberen Schuss »strecken« zu können.« (Dag Frommhold, Jägerlatein, S. 116). Natürlich verlässt kein Fuchs freiwillig den Bau, wenn ein Jäger davor steht. Darum werden Hunde auf das »Feindbild« Fuchs trainiert, dass sie »wie der Blitz in der Röhre verschwunden (sind), wenn ihnen die frische Witterung ihres verhassten Feindes entgegenschlägt« (F. Heil, a.a.O). Auch Füchse, die sich erfolgreich gegen den Hund zur Wehr setzen, haben nur geringe Überlebenschancen: Kurzerhand wird der Bau aufgegraben. »Jungfüchse werden umgehend mit Schrot getötet oder vom Hund »abgewürgt«, wohingegen bei erwachsenen Tieren die sogenannte Dachszange zum Einsatz kommt, ein Marterinstrument, das sich bereits im Mittelalter größter Beliebtheit erfreute.« (Dag Frommhold, Jägerlatein., S. 119). Jede moralische Hemmschwelle scheint bei der Fuchsjagd vollkommen ausgeschaltet zu sein. Die Forscher um den Biologen Erik Zimen stellten im Saarland fest, »dass in den Monaten Mai und Juni die Mehrzahl aller erschossenen Füchse säugende Fähren waren, deren Kindern nun im heimischen Bau ein qualvoller Tod drohte« (ders., S. 102).
Qualvoller Fallentod
Offiziell sind in Deutschland nur noch
Fanggeräte zugelassen, die »sofort töten« oder aber »unversehrt fangen«.
»Dennoch finden sich in manchem einschlägigen Katalog für Jagdartikel und in
so manchem Jagdgeschäft nach wie vor Festhaltefallen wie das bei uns verbotene
Tellereisen.« (Dag Frommhold, Animal Peace Niedersachsen). Ein
Versender von Jagdartikeln empfehle derartige Mordwerkzeuge beispielsweise zur
Bekämpfung der »Katzenplage«; Tellereisen mit »eingenieteten spitzen
Zähnen« würden ausdrücklich für die Bekämpfung wildernder Hunde
angepriesen. »Doch auch die bei uns noch vollkommen legalen Fanggeräte sind
grausam. Bei angeblich »unversehrt fangenden« Kastenfallen gerät das
gefangene Tier in jenem Moment, in dem der Kasten mit lautem Krach schließt,
meist in Panik, bewegt sich heftig und verletzt sich infolgedessen oft schwer.
So liegt das »Stück« (Jägersprache) blutig, von grausamen Schmerzen
gepeinigt, nicht selten hungernd oder durstend Stunden, oft Tage in einer
winzigen Kiste und wartet auf einen grausamen Tod.« (ebda.).
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Tiere fliehen mit zerfetztem Körper - »Nachsuche« dauert Stunden und Tage „Nur" angeschossen Doch auch wenn geschossen wird heißt das noch lange nicht, dass das Tier sofort tot ist: Oft werden die Tiere nur angeschossen. Die Nachsuche dauert, sofern sie überhaupt erfolgt, Stunden und Tage. Bis zum tödlichen Schuss schleppen sich die angeschossenen Tiere stunden- oder tagelang mit zerfetztem Körper, heraushängenden Eingeweiden, gebrochenen Knochen auf der Flucht vor den Jägern durch den Wald. Eine junge Lehrerin berichtet: »An unserer Schule ist der Pfarrer, der den
Religionsunterricht gibt, gleichzeitig Jäger. Er erzählte im
Lehrerzimmer, dass er am Morgen vor dem Unterricht bereits auf
den Berg gegangen sei und auf ein Reh geschossen habe.
Dummerweise habe er es nur angeschossen und nicht mehr gefunden.
Er hatte nicht mehr die Zeit es zu suchen, er musste ja die
Religionsstunde halten. Nach der Religionsstunde fuhr er noch
einmal los, das Reh zu suchen. Er sprach davon so, als wenn er
zum Pflaumenpflücken gehen würde. Ich war völlig sprachlos
über soviel Skrupellosigkeit und vergaß ganz zu fragen, was er
den Kindern in der Religionsstunde erzählt hatte - ob es wohl
um die Zehn Gebote ging: Du sollst nicht töten?« |
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