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Als Vegetarier in bester Gesellschaft |
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Viele Philosophen, Wissenschaftler und Schriftsteller verzichteten auf Fleisch |
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Der vegetarische Gedanke im Altertum Die grossen Weltreligionen: Tiere als Mitgeschöpfe achten In allen großen Weltreligionen findet sich die Achtung vor allen Lebensformen: In den vedischen Schriften des Hinduismus steht z.B.: »Tue anderen nichts an, das dir Schmerz bereiten würde.« (Maha bharata 5.1517). Ähnlich heißt es im Buddhismus: »Verletze andere nicht durch etwas, das du selbst verletzend fändest.« (Udana-Varga 5.18)
Und Mohammed (570-632), der Begründer des Islam sagte: »Unser Bauch soll nicht zum Friedhof der Tiere werden.« (Sure 6/38) Jesus von Nazareth lehrte nicht nur die Nächstenliebe gegenüber den Menschen, sondern auch die Liebe zu den Tieren: Als er im Tempel die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler fand, die dort saßen, machte er eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus. Die Tiere ließ er frei.
Philosophen der Aufklärung: Ernährung ohne Leichenfleisch Im 15. Jahrhundert war es Leonardo da Vinci (1452-1519), der aus Tierliebe Fleisch aus seiner Ernährung verbannte: Der Mensch lebe vom Tode anderer und sei somit eine wandelnde Grabstätte. In den folgenden Jahrhunderten vertraten große Philosophen, Psychologen, Historiker, Ärzte und Schriftsteller eine Ernährung ohne »Leichenfleisch« (Francois de Voltaire, 1694-1778). Jean Jacques Rousseau (1712-1778) bemerkte, dass die starken Fleischesser im Allgemeinen grausamer und wilder seien als andere Menschen. Arthur Schopenhauer (1788-1860) forderte Mitleid und Gerechtigkeit nicht nur gegenüber Menschen, sondern auch gegenüber den Tieren. Er verzichtete aus ethischen Gründen auf den Verzehr von Fleisch, ebenso wie Friedrich Nietzsche (1844-1900). Alexander von Humboldt (1769-1859), der Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde, fand bereits im 19. Jahrhundert die Lösung für das Welternährungsproblem: »Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag, mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren. Dichter und Schriftsteller gegen das Töten von Tieren Viele Dichter und Schriftsteller sprachen sich gegen das Töten und Essen von Tieren aus: Jean Paul, Wilhelm Busch, Leo Tolstoi, George Sand, Georg Bernhard Shaw, Christian Morgenstern, Franz Kafka, Denis Diderot, Ralph Waldo Emerson, Volker Elis Pilgrim, Romain Rolland, Rabindranath Tagore, Peter Rosegger, Eugen Roth, Manfred Kyber, Luise Rinser, u.a.. Von dem großen russischen Dichter Leo Tolstoi wird berichtet, wie er einmal seine fleischessende Tante zu Besuch erwartet habe. Die Tante hatte sich immer über das vegetarische Essen im Hause des Dichters beklagt. Tolstoi hatte ihr versprochen, dass es diesmal Truthahn geben sollte, und er führte sie sogleich nach ihrer Ankunft in das Esszimmer, wo sie das Tier lebend auf ihren Teller gebunden vorfand. Er sagte zu ihr: »Umbringen musst du ihn schon selber, wir haben es nicht übers Herz bringen können« - worauf der Tante allerdings sehr schnell der Appetit auf das Geflügel verging... Die französische Schriftstellerin George Sand (1804-1876) bemerkte, es werde ein großer Fortschritt in der Entwicklung der menschlichen Rasse sein, wenn die Menschen Früchteesser würden und die Fleischesser von der Erde verschwänden. Der irische Dramatiker und Nobelpreisträger Georg Bernhard Shaw (1856-1950) bemerkte, dass es solange Krieg geben würde, wie die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermordeten Tiere seien. Wissenschaftler und Ärzte: Ärzte wie Max Oskar Bircher-Benner (1867-1939) und Dr. med. O. M. Bruker (*1909) untersuchten die gesundheitlichen Folgen des Fleischverzehrs, nicht nur im Hinblick auf Krankheiten, sondern auch auf die körperlichen und mo-ralischen Kräfte. Albert Schweitzer (1875-1965) begann nach seinem 50. Lebensjahr vegeta-risch zu leben: Ethik bedeutete nach seiner Auffassung Verantwortung gegenüber allem, was lebt. Was weniger bekannt ist: Auch so mancher berühmte Naturwissenschaftler war Vegetarier. Der Begründer der Relativitätstheorie Albert Einstein (1879-1955) erklärte, dass die vegetarische Ernährung rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament das Schicksal der Menschheit äußerst positiv beeinflussen könnte. Und Thomas Edison, Erfinder der Glühbirne und des Kinos, bezeichnete sich als Vegetarier und Antialkoholiker, weil er so besseren Gebrauch von seinem Gehirn machen könne. Moralischer Fortschritt der Nationen durch Pflanzenkost In Indien forderte Mahatma Gandhi (1869-1948) nicht nur den passsiven und gewaltfreien Widerstand gegen die englischen Kolonialherren, sondern auch Gewaltlosigkeit gegenüber den Tieren. Man solle kein Lebewesen töten oder schädigen, auch nicht mit bösen Gedanken. Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation machte er daran fest, wie sie die Tiere behandelt. Auch unter Politikern finden sich Menschen, welche die Fleischnahrung ablehnten. Abraham Lincoln (1809-1865), der 16. Präsident der USA bekannte: »Ich bin für die Rechte der Tiere genauso wie für die Menschenrechte. Denn das erst macht den ganzen Menschen aus.« August Bebel (1840-1913), Mitbegründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei sagte: »Offenbar tritt in dem Maße, wie die Kultur sich hebt, an die Stelle der Fleischkost die Pflanzenkost.« Viele Prominente sind Vegetarier In unserer Zeit finden sich gerade unter Prominenten viele Vegetarier: Paul McCartney, Bryan Adams, Mick Jagger, Nina Hagen, Michael Jackson, Janet Jackson, Tina Turner, Robin Williams, Sinead O´Connor, Whitney Houston, Pamela Anderson, Desirée Nosbusch, Blümchen, Nadja Auermann, Brooke Shields, Drew Barrymore, Kim Basinger, Daryl Hannah, Cindy Crawford, Michelle Pfeiffer, Richard Gere, Leonardo di Caprio, Brad Pitt, Julia Roberts... »Man darf nicht essen, was ein Gesicht hat.« Paul McCartney Quellen: Dr. med. Francois Binkert: Vegetarismus: oher und wohin? Rückblick und Ausblick. ebi-forum 31 (Ausgabe Juni 1998) www.vegetarismus.ch/zitate.htm |
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