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»Essen Sie Tierleichenteile?« |
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Unsere Art von Kannibalismus |
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92% aller Deutschen essen regelmäßig gewürzte, gesottene und gebratene Leichenteile. In ihrem Auftrag töten Schlächter die Tiere, schneiden die Kadaver auseinander und hängen sie ab. Der Verwesungsprozess beginnt. Der Leichenwürzer gibt Gewürze und Geschmacksverstärker hinzu. Im Supermarkt findet der Kunde die Tierleichen unter der Bezeichnung »Fleisch« in der Kühltheke wieder: aus Muskeln wird ein »Schnitzel«, ein in Streifen geschnittener Magen heißt »Kutteln«, zermanschte und gewürzte Leichenreste werden unter der Bezeichnung »Wurst« verkauft. |
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Wir sind es gewöhnt, zubereitetes Fleisch zu essen - fix und fertig gewürzt und mundgerecht geschnitten. Immer weniger Menschen bringen ihr Steak oder ihre Wurst tatsächlich mit lebendigen Geschöpfen in Verbindung, die wie der Mensch Trauer, Freude, Leid und Schmerz empfinden können. »Töten von Tieren« - das erscheint grausam. Beim Metzger ein Stück Wurst einzukaufen ist hingegen normal. Würden wir auch Katzenfleisch im Supermarkt kaufen, wenn es lecker angemacht wäre? - Natürlich nicht! Würden wir unseren eigenen Hund essen oder unser Meerschweinchen? Nein! - Warum aber essen wir das Kalb? |
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Warum haben wir eigentlich so wenig Skrupel, Fleisch zu essen? Wenn jeder Mensch sein Tier eigenhändig umbringen müsste, würden die meisten es wohl nicht übers Herz bringen - und würden statt dessen lieber auf ihr Fleisch verzichten. Schließlich würde sich bei so manchem das Gewissen regen, wenn er ein Tier selbst umbringen müsste. So mancher würde dem Tier in die Augen schauen und könnte ihm nicht mehr das Leben nehmen. Über das Leid der Tiere in den Massenbetrieben, Legebatterien, Schlachthöfen oder Transportwägen erfährt der Normalverbraucher wenig. |
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Allenfalls hört er hie und da die Forderungen von Tierrechtsbewegungen, spendet am Welttierschutztag ein paar Mark - und bei schockierenden Fernsehsendungen über Tiertransporte wird lieber umgeschaltet. |
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