Von Fäulnis und Leichengift

Fleisch geht sofort in die Verwesung über...

Wenn ein Tier geschlachtet wird, gehen die Leichenteile sofort in die Verwesung über. Je nach Temperatur und Umwelteinflüssen wird totes Fleisch schnell von Fäulnis befallen. Verfaulendes Fleisch zieht in kürzester Zeit Tausende von Würmern an.

Pflanzenzellen dagegen können auch nach der Ernte noch eine ganze Zeit lang weiterleben und sogar weiter wachsen. Die Zellen stehen untereinander in energetischer Kommunikation. Essen wir Pflanzen, nehmen wir also ihre Lebensenergie in uns auf.

Die Leichenteile getöteter oder verstorbener Tiere können Leichengift enthalten, Eiweißzerfallsprodukte wie Cadaverin und Putrescin. Bei der Zersetzung von tierischem Eiweiß ist meist auch das Bakterium Clostridium botolinum beteiligt. Diese Bakterien vermehren sich besonders gut auf Fleisch und Fisch und produzieren ein das Gift Botolinum Toxin, welches oral zugeführt (also beim Essen) in winzigsten Mengen tödlich wirkt - nämlich bei 0,001 mg. Botolinum Toxin ist ein Synapsengift, welches die Ausschüttung von Botenstoffen (Azetylcholin) an der Muskulatur verhindert. Der Tod tritt durch eine Atemlähmung ein, d.h. das Zwerchfell ist nicht mehr steuerbar durch unser Gehirn. Das Leichengift gilt übrigens bei der Herstellung von biologischen Waffen als Möglichkeit z.B. Trinkwasser zu vergiften.

Der Mensch versucht mit allen möglichen Tricks die Besiedlung der Tierleichenteile durch dieses Bakterium zu verhindern. Doch trotzdem können Fäulnisbakterien die Darmflora schädigen, giftige Gase in die Darmwand und damit in den ganzen Organismus eindringen.

Als Folge können Kopfschmerzen, Immunschwäche und Krankheiten entstehen. Jedes Jahr sterben viele Menschen an Fleisch- und Fischvergiftung.

Salmonellen und Campylobacter

»Die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs MS Switzerland hatten sich ihre Ferien in Norwegen anders vorgestellt: 100 der 604 Reisenden erkrankten Mitte August an einer Salmonellenvergiftung und litten an starkem Durchfall.« (Saldo, 12:09.2001)

Das Schweizer Verbrauchermagazin Saldo bringt seine Testergebnisse im Herbst 2001 auf die Titelseite: In der Schweiz wird nicht selten Hühnerfleisch verkauft, das mit Salmonellen und Campylobacter-Bakterien verseucht ist. Das vernichtende Urteil des untersuchenden Labors: Solche Hühnerfleischprodukte gefährden die Gesundheit. Heftige Bauchschmerzen, wässrige Durchfälle, Erbrechen und Fieber können die Folge sein - in jedem zwanzigsten Fall endet eine Salmonellenvergiftung tödlich. Noch dreimal häufiger als Salmonellenerkrankungen sind Infektionen mit sehr aggressiven Campylabacter-Bakterien, die ebenfalls in rohem Fleisch vorkommen. In einer Studie des kantonalen Labors Basel-Landschaft wurden in 23 von 25 untersuchten Hühnerbeständen Campylobacter im Kot nachgewiesen. Das Labor rechnet in der Schweiz mit 150.000 Campylobacter-Erkrankungen pro Jahr. Als Spätfolgen könne es in einem von tausend Fällen zu Lähmungserscheinungen kommen - das seien immerhin 150 sehr schwer erkrankte Patienten pro Jahr allein in der Schweiz.


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