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Chronik:


Ein Reh auf »Terra Nova« 



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Von Tierfreunden und Exekutionskommandos

Friedvolle Tierfreunde und Exekutionskommandos des Würzburger Landrats Waldemar Zorn


Stand: Oktober 2006

Als erfreuliche Tatsache ist zu vermelden: den Tierfreunden von Gut TERRA NOVA – diesen Namen haben die Landwirte von Gut Greußenheim mittlerweile ihrem Betrieb gegeben – ist es gelungen, den Bereich ihrer Eigenjagd beträchtlich auszuweiten.
Auf der Negativseite ist festzustellen, dass die Aggressivität auf Seiten der Jägerlobby, besonders in der Behörde des Würzburger Landrats Zorn, ein bisher nicht gekanntes Maß erreicht hat.

Mit Hilfe des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes und Dank der Unterstützung vieler Tierfreunde und Tierschützer aus dem In- und Ausland war es gelungen, das von der Jägerbehörde des Würzburger Landrats Waldemar Zorn angeordnete Wildschweinmassaker auf dem Gebiet friedliebender Landwirte abzuwenden. (lesen Sie dazu: Chronik eines versuchten Wildschwein-Massakers)
Gleichzeitig haben die Landwirte von Gut TERRA NOVA den Antrag gestellt, dass auf ihrem Gebiet die Jagd ruhen soll. (lesen Sie dazu: Antrag auf Ruhen der Jagd)

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Dokumentation:

Hubschrauber gegen Menschen und Tiere

Chronik eines versuchten Wildschwein-Massakers

Der Schwachsinn treibt Stilblüten 10.12.04

Hier wird nicht geschossen 23.12.04

Angriff auf unschuldige Tiere 31.12.04

Was sah der Hubschrauber? 25.01.2005

Jägerpräsident Vocke und seine Pfründe

Das Netzwerk der Jäger in Staat und Politik

Gegendarstellung in der Main Post, 5.2.05






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Protest gegen Würzburger Landratsamt: Über tausend Tierschützer demonstrieren für das Ruhen der Jagd auf dem Grundeigentum der Landwirte von Gut Greußenheim und gegen den Lodenfilz in den Würzburger Behörden



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Chronik: Versuchtes Massaker an Wildschweinen

auf dem Grundeigentum von Tierschützern und Jagdgegnern

Berichte aus dem Magazin »Freiheit für Tiere« lesen:

Tierschützer fordern Ruhen der Jagd auf ihrem Grundeigentum

»Hier wird nicht geschossen!«


Seit etwa 15 Jahren: Friedfertiger Landbau und einzigartiges Biotopverbundsystem auf Gut Greußenheim

Seit etwa 15 Jahren wird auf den Feldern des landwirtschaftlichen Betriebes Gut Greußenheim der „Friedfertige Landbau“ gepflegt. Das bedeutet: Keine chemischen Spritzmittel, keine Pestizide und kein Mist und keine Gülle auf den Feldern. Statt dessen erfolgt der Anbau im Einklang mit der Natur und den Tieren und wie früher in Drei-Felder-Wirtschaft. Alle 3 Jahre liegt ein Feld brach und kann sich erholen. In diesem Brachejahr siedeln sich vielfältige Pflanzen und Tiere an. Und wenn die anderen Felder im Herbst geerntet werden, lassen die Landwirte sogar ganze Getreidestreifen für die Wildtiere stehen – etwa 10% der Ernte. Diese Streifen bieten den Wildtieren Schutz und Deckung - während überall im Land die Flur völlig ausgeräumt wird - und Nahrung durch den Winter. Auch die Natur atmet auf: Seit auf den Ländereien hier der friedfertige Landbau betrieben wird, erholen sich die Böden, das Grundwasser wird geschont und die Artenvielfalt nimmt zu.
Seit einigen Jahren entsteht auf den Flächen des landwirtschaftlichen Betriebes Gut Greußenheim in Zusammenarbeit mit einer Umweltstiftung ein in Deutschland einzigartiges Biotopverbundsystem mit umfangreichen Neuaufforstungen, Waldinseln, Wald- und Benjeshecken, Feucht- und Trockenbiotopen, Sukzessionsflächen und vielem mehr, das von vielen Förderern im In- und Ausland unterstützt wird und weltweit Beachtung und Anerkennung gefunden hat. Es ist gelungen, einen Teil der traditionellen heimatlichen Landschaftsstruktur wiederherzustellen und viele, auch gefährdete, Tiere und Pflanzen wieder anzusiedeln.
Tierfreunde aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland geben seit einiger Zeit vom Schlächter gerettete Rinder und Schafe in Pension, die dort auf einem friedvollen Fleckchen Erde in Ruhe leben können.
Wegen ihres friedvollen Umgangs mit der Natur und den Tieren werden die urchristlichen Landwirte von Gut Greußenheim von Natur- und Tierfeinden seit Jahren angegriffen und verleumdet. Wortführer dieser Tierfeinde sind zwei örtliche Jäger. Zum einen Norbert Gram, in Jägerkreisen als cholerisch bezeichnet und bei seinen Nachbarn als schießwütig bekannt. Dieser arbeitet seit Jahren mit Tilman Töpfer, Redakteur des umstrittenen Provinzblattes „Main Post“ zusammen. Auch in der einschlägigen Jägerpresse kommt Norbert Gram in seinem Kampf gegen die Natur- und Tierfreunde von Gut Greußenheim zu Wort. Zum anderen Jägerfunktionär Dr. Lehmann-Tolkmitt, der wie ein Feudalherr in der Gemeinde Greußenheim auf seinem Jagdsitz residiert und auf weitere Flächen der Gemarkung sein Auge geworfen hat. Die Landwirte von Gut Greußenheim sind ihm dabei seit Jahren ein Dorn im Auge.
Die Jäger und ihre Verbündeten haben wiederum beste Kontakte zum Würzburger CSU-Landrat Waldemar Zorn, erklärter Gegner der Urchristen, sowie zu weiteren Jägerlobbyisten. Nun ist hinlänglich bekannt, wie verfilzt Jagd und Politik mitunter sind. Das Netzwerk der Jäger in Staat und Politik schlug Ende November 2004 gegen die friedliebenden Landwirte und die bei ihnen lebenden Tiere zu:


24.11.2004: Anordnung eines Massakers an Wildschweinen
Die Untere Jagdbehörde des Würzburger Landrats Waldemar Zorn verpflichtet den Pächter des Eigenjagdreviers Gut Greußenheim bei Würzburg, innerhalb eines Zeitraums vom 1.12.2004 bis zum 30.6.2005 monatlich 18 Wildschweine abzuknallen. Um diese Anordnung auch mit Gewalt durchsetzen zu können, hatte die Behörde, wie es im Juristendeutsch heißt, die Massaker-Anordnung für „sofortvollziehbar“ erklärt. Dieses Wort bedeutet, dass die Einlegung von Rechtsmitteln, unter anderem die Anrufung eines Gerichts gegen diesen Bescheid, die Behörde nicht daran gehindert hätte, zwangsweise sofort vollendete Tatsachen zu schaffen. Sollten die insgesamt 126 Wildschweine nicht geschossen werden, wird für jeden Monat 10.000 Euro Strafe angedroht.

Die Tierfreunde der Gabriele Stiftung sprechen von einem drohenden Tier-Massaker und informieren ihre Freunde, Förderer sowie Tierschutz-/Tierrechtsorganisationen im In- und Ausland. In den folgenden Wochen und Monaten schreiben unzählige Tierschützer aus Deutschland, dem benachbarten Ausland und sogar aus Afrika und Amerika an das Landratsamt und an das zuständige Verwaltungsgericht und bringen ihren Protest zum Ausdruck.


7.12.2004: Antrag auf Ruhen der Jagd
Die Landwirte von Gut Greußenheim stellen bei der Unteren Jagdbehörde einen Antrag auf Ruhen der Jagd im so genannten „Eigenjagdrevier“ Gut Greußenheim. Sie begründen ihren Antrag mit ihrem ethischen Anliegen: „Die Betreiber des Hofes verstehen ihre Wirtschaftsweise als „friedfertigen Landbau“, in dem die Einheit von Mensch, Natur und Tieren praktiziert wird. Sie fühlen sich in dieser Lebens- und Arbeitsweise der Lehre der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben verpflichtet... Aus dieser Überzeugung heraus lehnen die Antragsteller auch die Jagd ab.“
Dabei knüpft der Antrag an die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte an, der französischen Jagdgegnern zubilligte, unter Berufung auf ethische Gesichtspunkte und ihr Eigentumsrecht Befreiung von der Jagdpflicht zu erlangen. (Entscheidung des EGMR vom 29.4.1999, NJW 1999, 3695 ff.) Nachzulesen ist der Antrag auf Ruhen der Jagd im Internet unter www.lusttoeter.de


23.12.2004: „Hier wird nicht geschossen!“
Die Landwirte von Gut Greußenheim publizieren eine Flugschrift mit dem Titel „Hier wird nicht geschossen“ in hoher Auflage und verteilen sie im Raum Würzburg flächendeckend.
Zunächst wird das Jäger-Komplott aufgedeckt: „Nach Einsicht in die Behördenakten bezeichnet der Rechtsanwalt der Landwirte die Kampagne dem Verwaltungsgericht gegenüber als `Komplott´. Unter dem Banner der Religions-Unfreiheit findet ein Glaubenskrieg statt gegen Aussteiger aus den Amtskirchen. „

Anschließend bringen die Landwirte von Gut Greußenheim zum Ausdruck, dass Lust-Töter bei ihnen keinen Zutritt haben: „Das urchristliche Auferstehungskreuz, das Symbol der Urchristen, symbolisiert Frieden und Einheit von Mensch, Natur und Tieren, Einheit mit der Mutter Erde, die dann auch alles geben kann, um ihre Kinder zu ernähren. Katholische und lutherische Schießer können auf dem Eigentum der Kirche und des Staates und auf dem Eigentum der von ihnen Abhängigen schießen. Sie haben nichts zu suchen auf Weiden, die unter dem Zeichen des urchristlichen Auferstehungskreuzes stehen. Auch nicht in einem kleinen Waldstück, welches zusammen mit den umliegenden Wiesen vielen Tieren als Waldweide dient. Dieses Land wurde mit Hilfe von vielen in- und ausländischen Förderern erworben, die damit den friedvollen Umgang der Urchristen mit der Natur und den Tieren unterstützen.
Viele Förderer haben auch Tiere vor dem Erfrieren gerettet oder vom Schlächter freigekauft und diese den Urchristen auf Gut Greußenheim zur Pflege übergeben, weil sie wissen, dass sie dort auf Waldweiden Schutz vor der immer gefährlicher werdenden UV-Sonnenstrahlung finden. Urchristen pflegen den friedvollen Umgang mit ihren Feldern, mit ihren Obstanlagen und mit ihren Wäldern. Die Pflanzen werden weder mit Gift, noch mit Mist und Gülle verseucht. Sie bekommen das, was sie benötigen an natürlichen Stoffen. Denn Urchristen achten und schätzen auch die Milliarden von Klein- und Kleinstlebewesen, die den Boden bevölkern. Ebenso werden auch die Wälder von Forst- und Wildhütern gepflegt. Urchristen halten sich an die Lehre des Jesus, des Christus, und an die Zehn Gebote Gottes, die weder das Morden noch das Töten beinhalten.“

24.12.2004: Pünktlich zu Weihnachten melden die Lokalzeitungen: „126 Wildschweine sollen ihr Leben lassen – Verwaltungsgericht bestätigt Entscheidung des Landratsamts“
Main Echo, 24.12.2004: „Wenn es nach dem Würzburger Landratsamt geht, müssen bis Mitte des neuen Jahres im Jagdrevier des Gutes Greußenheim (Kreis Würzburg) monatlich 18 Wildschweine ihr Leben lassen. Eine Horrorvorstellung für den Eigenrevierjäger aus dem Umfeld des „Universellen Lebens“ (UL), der aus weltanschaulichen Gründen keine Tiere töten will. Das Verwaltungsgericht Würzburg hat jetzt seinen aufschiebenden Antrag gegen den Bescheid der Jagdbehörde in erster Instanz abgelehnt.
(...) Weil sie nach UL-Verständnis eine Seele besitzen, bezieht die Glaubensgemeinschaft das Gebot „Du sollst nicht töten“ auch auf die Tiere. Im
Zusammenhang damit steht eine seit Monaten laufende Öffentlichkeitskampagne gegen Fleischkonsum, die unter anderem mit drastischen Plakatfotos geführt wird.(...)“


28.12.2005: Zweiter Terrorflug der Jägerlobby
Am 28. Dezember findet der zweite Terrorflug des von einem Jäger geleiteten Polizeihubschraubers über dem landwirtschaftlichen Betrieb Gut Greußenheim statt. Fast eine Stunde lang steht der Hubschrauber mit ohrenbetäubendem Lärm in der Luft über Menschen und Tieren. Angeblich wollte man „Wildschweine zählen“. Dort, wo der Hubschrauber Wärmebild-Aufnahmen macht, befinden sich tatsächlich viele Tiere: Viele Tierschützer aus dem In- und Ausland haben - wie schon gesagt - den Landwirten von Gut Greußenheim Tiere zur Pflege gegeben, die vor dem sicheren Tod durch Erfrieren oder durch den Schlächter oder vor Misshandlung und Qual gerettet wurden.


31.12.2004: Flugschrift „Der Stuhl Petri bläst zum Angriff auf unschuldige Tiere“
Die Landwirte von Gut Greußenheim berichten über den Terrorflug des Hubschraubers und die Allianz von Hubertusmessen-Veranstaltern und Lusttötern. Und sie stellen eine unmissverständliche Frage: „Wer unter dem Zeichen des Auferstehungskreuzes mit einem Gewehr auf dem friedvollen Land Tiere abknallt - ob der dann auch in Kauf nimmt, die Urchristen mit abzuknallen, die den Tieren beistehen?“

14.01.2005: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof entscheidet für Wildschweine
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof macht in einem vom Jagdpächter angestrengten Eilverfahren durch seinen Beschluss vom 14. Januar 2005 der Jägerbehörde einen Strich durch die Rechnung, indem er die „sofortige Vollziehbarkeit“ aufhebt. Das heißt, der vom Jagdpächter eingelegte Widerspruch gegen die Massaker-Anordnung als solche entfaltet „aufschiebende Wirkung“. Mit anderen Worten: Die Jägerbehörde darf so lange keine Zwangsmaßnahmen gegen den Jagdpächter durchsetzen, solange das Widerspruchsverfahren in den verschiedenen Instanzen anhängig ist.

19.01.2005: Radio Bayern meldet: „VGH zieht Notbremse“
„Die Wildschweine im 160 ha großen Jagdrevier von Gut Greußenheim im Landkreis Würzburg machen Rechtsgeschichte, denn der Jagdberechtigte schießt nicht. Die Landwirte wollen die Jagd ruhen lassen und was vom Landratsamt Würzburg gefordert wird, nennen sie ein Massaker an Tieren. Eigentümer von Gut Greußenheim, muss man wissen, sind Angehörige der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben. Jäger sind für sie Leute mit Lust am Töten. Gut Greußenheim betreibt ökologischen Landbau ohne Nutztierhaltung und Wildtiere, auch Hasen und Rehe, nennt man dort Geschwister, auf die man natürlich nicht schießt.“


25.01.2005: Was sah der Hubschrauber?
Nachdem die Landwirte von Gut Greußenheim und ihr Anwalt Einsicht in die Wärmebild-Aufnahmen des Hubschrauber-Flugs vom 28.12.2004 erhielten, verbreiten sie ein Flugblatt. Hier sind die Aufnahmen der Wärmebildkamera abgebildet: zu erkennen sind lediglich weiße Punkte. Denn die Wärmebildkamera zeichnet alle Wärmequellen als helle Punkte auf, egal ob Mensch, Tier, elektrische Geräte oder andere Wärmequellen. Diese Lichtpunkte haben zwei Jäger für die Jagdbehörde gesichtet und kurzerhand zu Wildschweinen erklärt. Peinlich ist nur, dass dies wieder eine reine Spekulation war, denn dort, wo der Hubschrauber flog, hielten sich neben einigen Wildschweinen auch Hasen, Rehe, Menschen und vor allem viele Rinder und Schafe auf. Diese wurden kurzerhand alle zu Wildschweinen, weshalb die Zahlenangaben nichts anderes als wertlose Spekulationen sind.


26.01.2005: Jägerverband will Massaker - Jägerpräsident kritisiert Verwaltungsgerichtshof
Zu Beginn des Jahres gerät der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) und CSU-Abgeordnete Dr. Jürgen Vocke in die Schlagzeilen: Neben seinen Abgeordneten-Diäten lässt er sich vom Jagdverband für seine ehrenamtliche Tätigkeit fürstlich entlohnen. Zur gleichen Zeit, als fast täglich über das Finanzgebaren des BJV-Präsidenten in der bayerischen Presse zu lesen ist, lässt er eine Meldung verbreiten, in welcher er den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof scharf angreift, weil dieser den sofortigen Vollzug eines vom Landratsamt Würzburg angeordneten Massakers an über 120 Wildschweinen aufgehoben hatte. Er lässt erklären, der Verband werde sich »massiv« dafür einsetzen, dass das Urteil überprüft werde. Wenn man weiß, dass Dr. Vocke gelernter Jurist ist, war ihm sicher auch bewusst, dass der Rechtsweg im vorliegenden Fall ausgeschöpft war. Der angekündigte Einsatz kann sich also nur auf Wege beziehen, die mit dem Rechtsweg nichts zu tun haben...


24.05.2005: Massaker-Anordnung hat sich durch Zeitlauf erledigt
Die erste Entscheidung im Widerspruchsverfahren wird von Oberregierungsrat Dr. Müller von der Regierung von Unterfranken als der nächsthöheren zuständigen Behörde getroffen. Dr. Müller stellt zunächst fest, dass sich die Massaker-Anordnung durch Zeitablauf mittlerweile für die Monate Dezember 2004 bis Mai 2005 erledigt hat. Für den noch ausstehenden Monat Juni weist er den Widerspruch des Jagdpächters gegen die Massaker-Anordnung zurück.
Gegen diesen Widerspruchsbescheid hat der Pächter mittlerweile Klage zum Verwaltungsgericht Würzburg erhoben. Mit Ablauf des Monats Juni dürfte sich die gesamte Massaker-Anordnung durch Zeitablauf erledigt haben.
Trotzdem sind die Gründe, die Oberregierungsrat Dr. Müller in seinem Bescheid anführt, nicht uninteressant. Von der angeblichen Schweinepestgefahr, mit der die Jägerlobby des Landrats Zorn so vehement Stimmung gemacht hatte, ist keine Rede mehr. Offenbar war das, was die Untere Jagdbehörde dazu geschrieben hatte, so haltlos, dass Dr. Müller stillschweigend darüber hinwegging. Dass er trotzdem die Abschussanordnung der Unteren Jagdbehörde für gerechtfertigt erklärte, begründet er damit, dass es im Eigenjagdrevier des Pächters zu viele Wildschweine gebe und Schäden für die Landwirtschaft zu erwarten seien, die nicht hinnehmbar seien.
Für diese Behauptung allerdings enthält der Bescheid von Dr. Müller keine nachprüfbaren Nachweise. Auch wird beispielsweise mit keinem Wort erwähnt, dass die Anzahl der Wildschweine überall in Deutschland in den letzten Jahren rapide angestiegen ist. Dr. Müller legt auch nicht offen, wie es mit Wildschäden in vergleichbaren anderen Gebieten Bayerns aussieht. Der Bescheid enthält viele weitere ähnliche Ungereimtheiten. Insgesamt erweckt er den Eindruck, dass man angesichts der Erledigung der Angelegenheit durch Zeitablauf versucht hat, das Gesicht zu wahren bzw. der Jägerbehörde des Landrats Waldemar Zorn nicht zu nahe zu treten. Dafür spricht u.a., dass nicht nur der Bescheid der Jägerbehörde des Landratsamts Würzburg, sondern auch der Bescheid des Dr. Müller eindeutig die Handschrift eines Jägers trägt, was an verschiedenen Redewendungen erkennbar wird, die einem normalen Menschen fremd sind, wie beispielsweise: der „Abschuss des zu Schaden gehenden Wildes“.

Es darf bei der ganzen Massaker-Anordnung nicht übersehen werden, dass hinter ihr einerseits religiöse Fanatiker wie der Landrat Waldemar Zorn, der Grenzschießer und das Aushängeschild der Jäger Norbert Gram aus Hettstadt und der örtliche Jägerfunktionär Dr. Lehmann-Tolkmitt stehen andererseits die bayerische Jägerlobby, denen der von den Eigentümern von Gut Greußenheim propagierte Tierschutzgedanke heftig zuwiderläuft, wie ihren Publikationen zu entnehmen ist.

Allerdings haben die Eigentümer des Eigenjagdreviers Gut Greußenheim bereits im Dezember 2004 den Antrag auf Ruhen der Jagd auf ihrem Eigentum gestellt. Würde diesem Antrag stattgegeben, dann würden sich für die Zukunft Massaker-Anordnungen wie die der Unteren Jägerbehörde des Landratsamtes Würzburg erübrigen.

Dieser seit Dezember 2004 anhängige Antrag ist noch nicht beschieden. Das verwundert nicht, denn zuständig in erster Instanz ist wiederum die Untere Jagdbehörde des Würzburger Landrats Waldemar Zorn. Die Allianz von Religionsfanatikern und Jägern agiert bereits vehement gegen diesen Antrag. Unter anderem hat sich ein Vertreter der Würzburger Jägerschaft, der von der Unteren Jagdbehörde des Landratsamtes als Sachverständiger zugezogen wurde, bereits öffentlich gegen den Antrag ausgesprochen. Öffentlich verbreitet wird die Lobbyarbeit dieser Kreise wie immer durch den profilierten Tiergegner und Weltanschauungsbeauftragten Toepfer der umstrittenen Würzburger Zeitung MAIN POST.

Schon 1999 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden, dass ein Grundstückseigentümer, der die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt, die Jagd auf seinen Eigentumsflächen nicht hinnehmen muss. Deshalb steht fest, dass der Antrag auf Ruhen der Jagd am Ende Erfolg haben muss. Die offene Frage ist, ob sich beim Landratsamt Würzburg ein Beamter findet, der das geltende Europäische Recht anwendet, oder ob sich der lange Arm der Interessengruppe der Tiergegner und Lusttöter durchsetzen kann und der Antragsteller zum Gang durch die Instanzen gezwungen wird. Auf diese Weise würde dann der Schutz von Natur und Tieren so lange verhindert, bis Recht und Gesetz von einem unabhängigen Gericht Geltung verschafft wird.





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Die schwangere Bache wurde im März von Tierschützern gefunden. Laut Jagdgesetz ist seit Februar für Bachen Schonzeit...



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Brief an alle Tierschützer:

Dr. Gert-Joachim Hetzel
97259 Gut Greußenheim



Liebe Tierfreunde,

viele Tierschützer und Tierfreunde in aller Welt haben die Landwirte des landwirtschaftlichen Betriebes Gut Greußenheim im vergangenen Jahr bei ihrem Kampf gegen die Massakeranordnung der Unteren Jagdbehörde des Landratsamtes Würzburg unterstützt, die das Abknallen von über 120 Wildschweinen auf dem Gebiet der Landwirte verlangte. Wir hatten die Öffentlichkeit damals über die aggressive Vorgehensweise der Jäger und ihrer Behörde beim Landratsamt Würzburg informiert, der erst durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Einhalt geboten werden konnte. Dieses Gericht stellte fest, dass die Anordnung der Unteren Jagdbehörde unzulässig war.

Als „Weihnachtsgeschenk“ an die Tierfreunde kündigte der Leiter der Jagdbehörde, der Jäger Oswald Rumpel, am 29.12.2005 in seinem Sprachrohr, dem Lokalblatt MAIN POST, neue Aktionen gegen Tiere und Tierschützer an. Hier war zu lesen, er wolle erneut einen Hubschrauber gegen die Bewohner und Tiere von Gut Greußenheim in Marsch setzen. Wieder sollen Steuergelder verschwendet werden, was besonders peinlich ist vor dem Hintergrund leerer Kassen der Kommunen - und vor allem der Tausenden von Erdbebenopfern in Kaschmir: Dort verhungern Menschen, weil es zu wenig Hubschrauber gibt. Mit dem Geld, das hier mit dem Ziel der Vernichtung von Leben verschwendet wird, könnten dort unzählige Leben gerettet werden.

Schon bald nach der Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes hatte sich abgezeichnet, dass sich die Jäger und ihre Behörde beim Landratsamt Würzburg mit dieser Entscheidung nicht zufrieden geben würden. Oswald Rumpel konnte die „Niederlage“, dass Tiere am Leben bleiben durften, offenbar nicht verwinden, denn in der Folgezeit wurde deutlich, dass die Jägerlobby alles tat, um den Frieden zwischen Mensch, Natur und Tieren auf Gut Greußenheim weiterhin nachhaltig, ja sogar verstärkt zu stören. Hinzu kam, dass die Landwirte von Gut Greußenheim den Antrag gestellt hatten, dass auf ihrem Eigentum das Abknallen von Tieren grundsätzlich zu unterbleiben habe, juristisch ausgedrückt, sie hatten das Ruhen der Jagd beantragt. Das ließ bei der gesamten Jägerlobby in Deutschland sämtliche Alarmglocken klingeln. Mit einer solchen Jagdruhe wäre nämlich die Grundlüge entlarvt, auf der das ganze Lusttöter-Unwesen in Deutschland basiert: Um Gottes Natur, um die göttliche Schöpfung im Gleichgewicht zu halten, sei es angeblich notwendig, einen Teil Seiner Schöpfung abzuknallen. Dass die Entlarvung dieser Lüge aus der Sicht der Lusttöterlobby mit allen Mitteln verhindert werden muss, liegt auf der Hand. Folgerichtig hat die Jägerbehörde des Landratsamtes Würzburg den Antrag der Landwirte von Gut Greußenheim auf Ruhen der Jagd in 1. Instanz, wie erwartet, mit fadenscheinigen Gründen zurückgewiesen. Dabei beweisen die Erfahrungen in unbejagten Gebieten in Europa seit langem: Tiere und Natur regulieren sich selbst – wo nicht geschossen wird, ist die Natur im Gleichgewicht.

Die Argumente, mit denen Rumpel in seinem Sprachrohr MAIN POST Stimmung macht, sind genauso falsch wie unverfroren: So behauptet er nach wie vor, auf dem Gebiet von Gut Greußenheim sei der Ausbruch von Seuchen bei Wildschweinen zu befürchten, obwohl der Bayerische Verwaltungsgerichtshof genau diesen Punkt zum Anlass genommen hatte, der Jägerbehörde im vergangenen Jahr Einhalt zu gebieten.

Ein weiteres Argument, es gäbe zu viele Tiere und es entstünden zu viele Schäden, ist ebenso falsch wie perfide. In dem Artikel vom 29.12.2005 heißt es, im Umkreis von Gut Greußenheim hätten sich die Wildschweine in den vergangenen zwei Jahren explosionsartig vermehrt. Dabei ist die angeblich innerhalb eines Jahres von 79 auf 254 abgeknallte Tiere angestiegene Zahl im Vergleich zu anderen Gebieten Deutschlands und Bayerns, ja sogar im Vergleich mit Jagdrevieren in der näheren Umgebung von Gut Greußenheim geradezu niedrig. So berichtete z.B. vor kurzem das Bayerische Fernsehen, dass in der nahegelegenen Stadt Lohr am Main pro Tag bis zu 30 Wildschweine abgeknallt werden, im Jahr bis zu 1600 (17.11.2005, Sendung „laVita“). Dies wären über sechsmal so viele wie in der Region um Gut Greußenheim. Dort fliegt aber kein Hubschrauber, sondern der bayerische Staatsminister Sinner, selbst Jäger, unterstützt dieses Treiben noch dadurch, dass er für eine Änderung der EU-Vorschriften sorgt, damit die Tierkadaver auch noch gewinnbringend verwertet werden können: durch Verarbeitung in einer Metzgerei für den internationalen Feinkostmarkt - was die internationale Tierschutzorganisation PETA dazu veranlasste, zu Protesten gegen den massiven Wildschweinabschuss aufzurufen.

Das Beispiel zeigt aber auch, dass die Populationsdichte von Wildschweinen nicht dann ansteigt, wenn sie nicht gejagt werden, sondern dass gerade der ständige Jagddruck, die ständige Abknallerei, verbunden mit der überall gepflegten massiven Anfütterung zu einer Vermehrung der Population führen. Und wenn Rumpel davon spricht, dass Wildschweine Schäden in der Landwirtschaft anrichten, verschweigt er dabei geflissentlich, dass die Lusttöter durch den Verkauf der von ihnen abgeknallten Tiere ein Mehrfaches des Betrages erlösen, den sie angeblich an Landwirte als Entschädigung bezahlen müssen.

Schon die von Rumpel als dramatisch dargestellten Zahlen rechtfertigen also die Vorgehensweise Rumpels nicht. Diese Zahlen verlieren noch mehr an Bedeutung, wenn man weiß, dass sie trotz aller Anstrengungen der Jägerlobby und der Unterstützung durch die Jagdbehörde nicht höher geschraubt werden konnten. Um die Abschusszahlen zu erhöhen, hat die Untere Jagdbehörde in angrenzenden Revieren um Gut Greußenheim eigens die gesetzlich vorgeschriebene Schonzeit für Wildschweine aufgehoben – selbst auf schwangere Bachen wurden geschossen. Bei den Lusttötern gab es einen regelrechten „Jagdtourismus“ in die Reviere um Gut Greußenheim. Besonders unter schießgeilen Lusttötern kursierte die Parole, man fahre „nach Greußenheim“, um „Sauen abzuschießen“. Um den angereisten Anhängern der Massakerbruderschaft auch genügend Lustobjekte präsentieren zu können, wurde kräftig Futter ausgelegt.

Auf diese Weise wurde auf die Abschusszahlen hingearbeitet, die Rumpel jetzt als Vorwand dienen sollen. Traurige Begleiterscheinung dieser üblen Schießerei waren viele angeschossene und qualvoll verendete Tiere. Die Sozialstruktur der Wildschweine wurde rücksichtslos zerstört, obwohl jeder seriöse Jäger weiß, dass gerade dieses wahllose Abknallen der Tiere eine der Ursachen für das Anwachsen der Population von Wildschweinen in Deutschland ist.

Die Landwirte von Gut Greußenheim hatten die Jagdbehörde immer wieder auf die fatalen Folgen dieser Massaker hingewiesen – ohne Erfolg. Nachdem die Jagdbehörde das Vorgehen der in einer Art „Massaker-Bruderschaft“ zusammengeschlossenen Jäger ausdrücklich durch das Aufheben der Schonzeit unterstützte, liegt die Vermutung nahe, dass die Maßnahmen zwischen den Mitgliedern inner- und außerhalb der Behörde abgesprochen waren. Man spekuliert offensichtlich auch darauf, dass durch die weiträumige Abknallerei entlang der Grenzen zu Gut Greußenheim die Tiere auf dem Gelände von Gut Greußenheim Zuflucht suchen könnten. Im vergangenen Jahr gingen dem Flug des Hubschraubers einige Tage besonders brutaler Abknallerei an den Grenzen zu Gut Greußenheim voraus – um mehr Tiere vor die Kamera zu bekommen?

Wenn also bekanntermaßen die Anzahl der Wildschweine in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland stark angestiegen ist, wenn in ganz Deutschland so genannte „Schäden“ in der Landwirtschaft beklagt werden, wenn in der näheren Umgebung zu Gut Greußenheim eine große Zahl von Wildschweinen nachgewiesen ist, warum wird dann gerade in Gut Greußenheim mit allen Mitteln darauf hingewirkt, Tiere als Gefahr für die Menschen darzustellen und sie zu massakrieren?

Weil hier ein anderer Weg im Umgang mit Tieren und Natur gegangen wird. Es geht darum, die friedvolle Koexistenz zwischen Menschen und Tieren in Verruf zu bringen. Es geht darum, das Ausmerzen von Tieren als moralisch und die Achtung ihres Lebens als unmoralisch darzustellen. Um diese Falschmünzerei aufrechtzuerhalten, scheut die Jägerlobby keine noch so zweifelhaften Anstrengungen. Dass sie im Fall von Gut Greußenheim auch noch von den Amtskirchen - die in alter Hubertusmessen-Tradition gemeinsame Sache mit den Jägern machen - und insbesondere von zwei Lusttötern mit religiösem Sendungsbewusstsein unterstützt werden, macht die Sache nicht besser, sondern beweist nur, dass das Vorgehen der Lusttöter und der Behörden mit den Ausmerzungsrichtlinien der katholischen Lehranweisungen (Vgl. Neuner-Roos: Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, S. 256) und den radikalen Kampfparolen Martin Luthers konform gehen. Dass es den Menschen dienen soll, wenn das Blut der Tiere spritzt, ist eben eine Behauptung, die der Wahrheit nicht standhält. Deshalb werden die, die sich zum Wohle der Tiere gegen diese Lüge zur Wehr setzen, von den Tierfeinden aller Lager mit allen Mitteln bekämpft.

Unser Rechtsanwalt hat sich an das Landratsamt Würzburg gewendet und den Jäger Oswald Rumpel wegen Befangenheit abgelehnt. Außerdem will er wissen, was die Behörde gegen Menschen und Tiere im Schilde führt. Sobald wir Näheres in Erfahrung gebracht haben, werden wir unsere Freunde in aller Welt weiter informieren (Aktuelles unter: www.lusttoeter.de).



Für die Landwirte von Gut Greußenheim

Gert-Joachim Hetzel



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Diesem jungen Wildschwein wurde im Nachbarrevier der Kiefer weggeschossen – es war dem Tod durch Verhungern ausgeliefert.



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Tierschützer finden die tote Muttersau Das Einschussloch ist auf der rechten unteren Körperseite, also ein Tiefschuss. Auf der anderen Seite waren Innereien herausgedrückt.



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Diese schwangere Bache wurde im Nachbarrevier von Gut Greußenheim angeschossen und flüchtete auf das Gebiet der Landwirte des Friedvollen Landbaus. Sie war kläglich verendet – und mit ihr die Wildschweinbabys in ihrem Bauch.



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Protest

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Lesen Sie weitere Proteste von Tierschützern aus aller Welt:

Unterstützer des Antrags auf Ruhen der Jagd

Protest aus dem Ausland



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Tierschutz konsequent: Hier wird nicht geschossen!

Inhalt der Zeitschrift "Tierschutz konsequent" Nr. 30 (Nov. 2005)

Artikel "Hier wird nicht geschossen"



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Hier die Vorgänge im einzelnen von Anfang an:



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Der Schwachsinn treibt Stilblüten, 10.12.04

„Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“

An diese Worte von Prof. Dr. Theodor Heuss, des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, dürfte sich mancher erinnert haben, der den Bericht der MAIN POST über die Anordnung eines weihnachtlichen Tiermassakers auf Gut Greußenheim durch das Landratsamt Würzburg gelesen hat. Der regelmäßige Leser dieser Zeitung weiß inzwischen auch, was er davon zu halten hat, wenn Tilman Toepfer über Kirchenaussteiger herzieht. Die Widersprüche, die Unwahrheiten und die haltlosen Unterstellungen sind ihm sicher nicht entgangen. Wer und was wirklich hinter dieser von Toepfer propagierten Adventskampagne steht, ist jedoch nicht ohne weiteres erkennbar.

Starkes Anwachsen der Wildschweinpopulation in ganz Deutschland durch Jäger verursacht

Seit Jahren wird in ganz Deutschland ein ungewöhnlich starkes Anwachsen der Wildschweinpopulation verzeichnet, welches nach Ansicht von Fachleuten von trophäensüchtigen und schießwütigen Jägern verursacht ist. Jetzt sollen Mißstände und Gefahren, die sich daraus ergeben könnten, Menschen in die Schuhe geschoben werden, die friedvollen Umgang mit Natur und Tieren pflegen, weil sie offen gegen das heimtückische Abknallen von Lebewesen aus dem Hinterhalt zur Erzeugung von Lustgefühlen eintreten. Eine Allianz von konfessionellen Tiergegnern und passionierten Lusttötern versucht mit unwahren Behauptungen, die nur als Volksverdummung bezeichnet werden können, die Bevölkerung gegen die Landwirte des landwirtschaftlichen Betriebes Gut Greußenheim aufzuhetzen.
Der Artikel Toepfers steckt voll von Unwahrheiten. Sie alle aufzuzählen, würde hier den Rahmen sprengen. Bekanntlich ist der Begleiter der Unwahrheit die Lüge, der im folgenden die Wahrheit gegenübergestellt wird:

Einzigartiges Biotopverbundsystem

Auf den Flächen des landwirtschaftlichen Betriebes Gut Greußenheim entstand in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit einer Umweltstiftung ein in Deutschland einzigartiges Biotopverbundsystem mit umfangreichen Neuaufforstungen, Waldinseln, Wald- und Benjeshecken, Feucht- und Trockenbiotopen, Sukzessionsflächen und vielem mehr, das von vielen Förderern im In- und Ausland unterstützt wird und weltweit Beachtung und Anerkennung gefunden hat. Es gelang, einen Teil der traditionellen heimatlichen Landschaftsstruktur wiederherzustellen und viele, auch gefährdete Tiere und Pflanzen wieder anzusiedeln.

Katholische Kirche und MAIN POST gegen Naturschützer

Weil das Biotopverbundsystem nicht katholisch oder lutherisch, aber tierfreundlich ist, was dem Teufel beileibe nicht in sein Konzept paßt, wird es in den Berichten der MAIN POST mit den Fäden einer Schmäh-Monzette umwoben.
Statt dessen werden die Landwirte von Gut Greußenheim von Natur- und Tierfeinden seit Jahren angefeindet und verleumdet. Wortführer dieser Tierfeinde ist Toepfers katholischer Gewehrsmann Norbert Gram, in Jägerkreisen als cholerisch und schießwütig bekannt. Seinen katholischen Hintergrund stellt er offen zur Schau durch Hetzplakate gegen Kirchenaussteiger, die er in seinem Fahrzeug spazierenfährt und in Hettstadt vor seinem Haus in der Zehntstraße 3 aufstellt. Toepfer, der ebenfalls in Hettstadt, in der Würzburger Str. 50, wohnt, arbeitet seit Jahren mit Gram zusammen. Das Ergebnis dieser Kooperation vermarktet er nicht nur in der MAIN POST, sondern auch in der einschlägigen Jägerpresse.

Jäger provozieren Mißstände


Vor fast 10 Jahren stellten die Landwirte von Gut Greußenheim fest, daß einige der Jäger in den Nachbarrevieren, vor allem in Richtung Hettstadt, unerlaubt im Grenzbereich von Gut Greußenheim jagten. Als sie dies abstellten und die Jäger genauer kontrollierten, begannen diese mit einer intensiven Kampagne mit dem mutmaßlichen Ziel, auf dem Gebiet der Landwirte von Gut Greußenheim ihr Unwesen treiben zu können.
In den Folgejahren war zu beobachten, wie diese Jäger begannen, durch massive Anfütterungen Wildschweine, die früher dort nicht heimisch waren, in ihre Reviere zu lokken. Als sich Wildschweinrotten ansiedelten, begannen sie, entgegen den Warnungen von Fachleuten, vor allem Leitbachen und große Keiler abzuschießen. Dadurch trat das ein, wovor erfahrene Fachleute gewarnt hatten: Die Sozialstruktur der Tiere wurde zerstört, die Vermehrungsrate stieg sprunghaft an, und Bauern beklagten sich über vermehrte Wildschäden auf ihren Feldern. In den Gebieten dieser Schießer vermehrten sich die Tiere ständig, weil die Warnungen der Fachleute weiterhin mißachtet wurden.
Demgegenüber blieb auf den Flächen von Gut Greußenheim, wo die Tiere ihrer Natur gemäß behandelt werden, der Bestand weitgehend unverändert. An den Reviergrenzen sorgten aber die Nachbarjäger, allen voran Norbert Gram, durch ständiges Schießen dafür, daß die Tiere ihres Reviers allmählich begannen, sich in den Bereich des Eigenjagdrevieres Gut Greußenheim zu flüchten, weil dort das unqualifizierte und rücksichtslose Abschießen zu jeder Tages- und Nachtzeit das ganze Jahr über nicht stattfindet.
Allmählich zeichnete sich die Strategie dieser Schießer ab, die in dem Würzburger Jäger Dr. Lehmann-Tolkmitt einen weiteren Wortführer fanden, der sich in den Wäldern der Gemeinde Greußenheim einen feudalen Jagdsitz für seine Jagdgesellschaften geschaffen hatte. Die Tiere, die durch Anfüttern zunächst aus der weiteren Umgebung angelockt worden waren und durch Zerstörung der Sozialstruktur überhandnahmen, sollten jetzt durch ständiges Schießen in das Eigenjagdgebiet Gut Greußenheim gedrückt werden. Permanenter Schießterror unmittelbar an der Jagdgrenze – unter Jägern sonst als Grenzpiraterie verpönt – sollte ihnen der Rückzug abschneiden.
Schon vor Jahren wiesen die Landwirte von Gut Greußenheim die zuständigen Behörden, allen voran Oswald Rumpel von der Unteren Jagdbehörde in Würzburg, auf diese Zusammenhänge und die damit verbundenen Gefahren hin. Es wurden sowohl die Futterplätze als auch das ständige unqualifizierte Schießen zu jeder Tages- und Nachtzeit, auch die Grenzpiraterie bekanntgegeben, ohne daß die Untere Jagdbehörde dagegen einschritt. Diese unterstützte im Gegenteil noch das wahllose und sinnlose Abknallen der Tiere. Der Hinweis, daß durch das ständige Aufschrecken der Wildschweine die Gefahr von Verkehrsunfällen mit Personenschaden geradezu provoziert wird, wurde in den Wind geschlagen.
In diesen Tagen berichtet die MAIN POST, daß sich die Unfälle mit Wildbeteiligung häufen, und bestätigt somit das, wovor Fachleute und die Landwirte von Gut Greußenheim längst warnen. Geradezu infam mutet es unter diesen Umständen an, wenn die MAIN POST berichtet, daß der Chef der Polizei-Inspektion Würzburg-Land, Wolfgang Karl aus Ochsenfurt, die Landwirte von Gut Greußenheim hierfür verantwortlich macht. Es ist allgemein bekannt, daß in ganz Deutschland diese Unfälle zugenommen haben. In der Umgebung von Gut Greußenheim gibt es dagegen nie Unfälle mit Wildschweinen. Der zuletzt von der MAIN POST berichtete Unfall fand ebenfalls weit entfernt von Gut Greußenheim statt, und zwar zwischen dem Hettstädter Jagdrevier der Jäger Norbert Gram / Helmut Brandt und dem Wohnort von Helmut Brandt in der Leitensteige 1 in Roßbrunn. Die von Wolfgang Karl ausgesprochene Verdächtigung kann nur als bösartige Verleumdung bezeichnet werden, es sei denn, man entschuldigt sie mit völliger fachlicher Inkompetenz oder persönlicher Interessenvertretung, falls Karl selbst Jäger ist.
Stilblüten treibt der Schwachsinn aber dann, wenn man die Aussagen Karls mit der Behauptung Toepfers vergleicht, auf Gut Greußenheim würden Wildschweine durch Zäune davon abgehalten, das Revier zu verlassen - eine genauso schwachsinnige Aussage.
Wenn es um Verleumdung von religiösen Minderheiten geht, hält sich offenbar jeder für sachkundig genug, seine „Meinung“ zum Besten zu geben. Der von Toepfer interviewte Veterinär Dr. Winfried Ueckert, der interessanterweise mit seinem Wohnsitz Am Anger 22 in Leinach auch örtlich nicht weit von Toepfer und Gram angesiedelt ist, glaubt, ein Einschreiten der Jagdbehörde aus seuchenprophylaktischen Gründen fordern zu müssen. Dabei weiß jeder Fachmann, daß es keinen einzigen Fall gibt, in dem die Schweinepest unter Wildschweinen ausgebrochen ist. Ueckert bestätigt dies auch indirekt, wenn er auf die Frage nach den Ursachen von Schweinepest sagt: „Es besteht durchaus die Möglichkeit, daß infektiöses Material verfüttert wird“, das heißt also, wenn jemand schweinepest-verseuchtes Schweinefleisch an die Wildtiere verfüttert.

Jäger Helmuth Brandt:
„Ich wünsche mir die Schweinepest!“


Nun wissen sowohl Ueckert als auch Toepfer, daß im gesamten Bereich von Gut Greußenheim nur Vegetarier leben und arbeiten, die also kein Schweinefleisch essen, so daß von dort eine solche Gefahr nicht ausgehen kann. Weiß Ueckert etwa mehr? Ist Ueckert etwa bekannt, daß der Jagdgenosse des Norbert Gram, Helmut Brandt aus Roßbrunn, am 18.7.2004 wörtlich erklärt hat, „er wünsche sich die Schweinepest“? Kennt er etwa das Sprichwort, daß der Wunsch der Vater des Gedankens ist? Oder hat ihn Oswald Rumpel von der Unteren Jagdbehörde z.B. darüber informiert, mit welch infiziertem Material Norbert Gram in der Nähe der Grenze zum Eigenjagdgebiet Gut Greußenheim Wildschweine füttert?
Die Untere Jagdbehörde ist hiergegen nicht eingeschritten, vielleicht erkennt Dr. Winfried Ueckert hieraus das infektiöse Material, von dem er als Krankheitsauslöser sprach?
Die Landwirte von Gut Greußenheim werden die Aussage Brandts, er „wünsche sich die Schweinepest“, sowie die einschlägigen Bilder und Nachweise, die von der Unteren Jagdbehörde nicht ernstgenommen wurden, zur Sicherheit nochmals bei der Polizei hinterlegen. Denn es ist nicht absehbar, was von interessierten Kreisen gegen die Landwirte von Gut Greußenheim noch unternommen wird, vor allem, wenn man an die Aussage von Theodor Heuss denkt.
Und wenn Helmut Brandt schon sagt, daß er sich die Schweinepest wünscht, sollten die Behörden besser hier vorbeugend eingreifen und Wachsamkeit walten lassen, anstatt sich für durchsichtige Gruppeninteressen mißbrauchen zu lassen.

Die Täter beschuldigen Unschuldige.
Die Tiere als Opfer


Das Ganze erinnert ein wenig an die Situation in Rom, in der Nero die Stadt selbst anzündete und die Tat den Christen in die Schuhe schob, oder an ähnliche Vorgänge in der jüngeren deutschen Vergangenheit wie an die angebliche Brandstiftung des Reichstages unter den Nazis.
Die Untere Jagdbehörde mit dem Sachbearbeiter Oswald Rumpel aus Opferbaum und dem für die Anordnung des Tiermassakers verantwortlichen Oberregierungsrat Kraus vom Landratsamt Würzburg hat es sich in ihrer behördlichen Anordnung des vorweihnachtlichen Wildschweinmassakers sehr einfach gemacht. Sie legt ihrer Entscheidung weder nachprüfbare Tatsachen noch eine rechtlich haltbare Begründung zugrunde.

Vatikan-Kirche schwingt den Knüppel staatlicher Verwaltung

Eine solch unqualifizierte Vorgehensweise einer Behörde könnte darauf zurückzuführen sein, daß sie nur widerwillig, auf höhere Weisung gegen eigene Einsicht, gehandelt hat. Da es im vorliegenden Fall um keine sachliche Entscheidung geht, sondern um ein Politikum, wäre dies denkbar. Wie das zur Schau gestellte Bekenntnis des Jägers Norbert Gram zeigt, steckt hinter der ganzen Angelegenheit der tierfeindliche Kirchenglaube. Dessen Anhänger schwingen den Knüppel der staatlichen Verwaltung gegen Kirchenaussteiger, indem sie unschuldige Tiere massakrieren läßt.
Vielleicht ist die Oberflächlichkeit der behördlichen Anordnung aber auch darauf zurückzuführen, daß die Handelnden darauf vertrauen, daß der Knüppel nicht nur bis in die staatliche Verwaltung hineinreicht, sondern auch weiter bis in die staatlichen Gerichte, so daß die Rechtmäßigkeit der Anordnung gar keine Rolle spielen würde. Es bleibt abzuwarten, wie weit der Knüppel der Kirche wirklich reicht.
Es ist sicher kein Zufall, daß das Tiermassaker gerade um die Weihnachtszeit angeordnet wird. Weihnachten ist bekanntlich das Fest, an dem die meisten Tiere aus Wald und Flur und aus den Mastställen in einem hemmungslosen Schlachtfest dahingemetzelt werden. Die Exzellenzen und Eminenzen der Vatikankirche und der Martin-Luther-Kirche gehen dabei mit schlechtem Beispiel voran. Es entspricht ihrer Religion, die sowohl das Töten von Menschen als auch das Quälen, Malträtieren und Abschlachten von Tieren rechtfertigt und damit die Lehre des Jesus von Nazareth und ihre eigene Bibel mit Füßen tritt.
Denn schon bei den Propheten des Alten Testaments heißt es z.B. bei Jesaja (66, 3), daß der, der einen Ochsen erschlägt, nicht besser ist als der, der einen Menschen tötet, oder bei Hosea (8, 13), daß Gott das Fleischessen und Opferschlachten ein Greuel ist. Selbst Hieronymus, der im vierten Jahrhundert nach Christus im Auftrag des Papstes die Bibel neu zusammenstellte und dafür mit dem Vorwurf rechnete, er sei ein Bibelfälscher, stellte unmißverständlich fest: „Der Genuß des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt, aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft ... Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so daß es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.“
Menschen, die auf die Widersprüche der Dogmenlehre des Vatikans sowie der menschen- und tierverachtenden Lehre eines Martin Luther zu der wahren Lehre des Jesus, des Christus, hinweisen, müssen zum Schweigen gebracht werden. Sie werden verleumdet, es werden Gerüchte gegen sie in Umlauf gebracht und der Staat gegen sie aufgehetzt. So ist es Tradition der Vatikan- und der Martin-Luther-Kirche seit Jahrhunderten, und heute ist es nicht anders. Weisungsabhängige Beamte und Journalisten wie Tilman Toepfer von der MAIN POST gab es ebenfalls zu allen Zeiten.
Wer jetzt überrascht ist über Zusammenhänge, von denen er bisher nichts geahnt hat, der sei noch auf eine Aussage des bekannten, vielfach preisgekrönten Schriftstellers und Kirchenkritikers Karl Heinz Deschner hingewiesen, der seit vielen Jahren unwidersprochen feststellen darf: „Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche.“
Vielleicht stellen Sie sich jetzt die Frage: Was ist zu tun? Hier kann ein Blick in die Bibel der Amtskirchen weiterhelfen, wo es in der Offenbarung des Johannes heißt: „Ziehet aus von ihr, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und von ihren Plagen mitbetroffen werdet.“



Die Landwirte von Gut Greußenheim
V.i.S.d.P. Hermann Dürr, Gutshof o. Nr., 97259 Greußenheim




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Infektiöses „Material“ für Wilschweine bei Jäger Gram, Hettstadt   Seuchengefahr des Dr. Ueckert?  
„Hegeplatz“ des Jägers Dr. Lehmann-Tolkmitt in Greußenheim   „Hegeplatz“ des Jägers Dr. Lehmann-Tolkmitt in Greußenheim  


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Fakten


„Die Schweinepest hat ihren Ursprung in der Massentierhaltung der Hausschweine und bedroht die Wildschweine.“
Gerold Wandel in der Zeitschrift „Pirsch“ 22/2002

„Die Schweine-Intensivhaltungen sind heutzutage zweifelsfrei als das wesentliche Reservoir des Virus zu erachten, von wo aus es in Wildschweinbestände getragen wird.“
„Bisher sind keine Fälle nachgewiesen, in denen die Schweinepest zuerst in Wildschweinbeständen aufgetreten ist.“
Aus einem Gutachten des Sachverständigen Dr. Eberhard Schneider, Göttingen

Epidemiologische Untersuchungen in Schwarzwildbeständen mehrerer Bundesländer in den letzten 14 Jahren haben gezeigt, daß unsere Wildschweine ad hoc kein natürliches Reservoir für Viren der KSP darstellen. Vielmehr werden die Erreger in gewisser Regelmäßigkeit in die Wildschweinbestände von außen eingetragen.
Forschungsreport 1/01 des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft

„Nachwuchsschwemme hausgemacht?“ So betitelt Norbert Happ, der bekannteste Schwarzwildkenner in Deutschland, seinen Beitrag in der Jägerzeitung „Wild und Hund“ in Heft 23, 2002. Die von ihm festgestellte „ungeheure Zunahme der Schwarzwildstrecke in Deutschland“ führt er auf das Verhalten der Jäger zurück, wenn er schreibt: „Ungeordnete Sozialverhältnisse im Schwarzwildbestand mit unkoordiniertem Frischen und Rauschen und unkontrollierbarer Kindervermehrung sind ausschließlich der Jagdausübung anzulasten.“


„Jetzt werden die Sauen wirklich wehrhaft! Sie wehren sich mit einer unglaublichen Zuwachsdynamik gegen den falschen, asozialen Abschuss in den Altersklassen....
Diese Fehlabschüsse führen bekanntlich zur unbehinderten Vermehrung des Schwarzwildes. Wollen wir wirklich die Vermehrung noch stoppen, dann müsste unter anderem für drei Jahre der Abschuss der Keiler und großen Bachen untersagt werden. Das wäre dann ein realer Schutz der wichtigsten Leitbachen, sie würden wieder eine soziale Odnung in den Wildbestand bringen. Aber hat die Jagd noch die Kraft, wildbiologische Erkenntnisse durchzusetzen – oder lässt sie sich in die Schädlingsbekämpfung treiben? Jagd und Jäger verlieren ihr Ansehen...“
Wildmeister Gerold Wandel in Jagdzeitung PIRSCH 1/2004



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Hier wird nicht geschossen, 23.12.2004

Eine Lektüre zur Jahreswende für kluge Köpfe

Unter dem Zeichen des Auferstehungskreuzes der Urchristen, das Leben bedeutet, wird nicht geschossen



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Das Friedenskreuz der Urchristen 



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Die Landwirte von Gut Greußenheim haben in ihrem Informationsschreiben „Der Schwachsinn treibt Stilblüten“, nachzulesen im Internet bei www.lusttoeter.de, die Bürger im Großraum Würzburg über eine Anordnung des Landratsamtes Würzburg informiert, die den Pächter des Eigenjagdreviers Gut Greußenheim unter Androhung von Ordnungsgeld zwingen soll, ein Massaker unter Wildschweinen vorzunehmen. Sie haben aufgezeigt, mit welch widersinnigen Gründen diese Anordnung versehen ist und auf welche Hintermänner sie zurückgeht.

Nach Einsicht in die Behördenakten bezeichnete der Rechtsanwalt der Landwirte die Kampagne dem Verwaltungsgericht gegenüber als „Komplott“. Unter dem Banner der Religions-Unfreiheit findet ein Glaubens- krieg statt gegen Aussteiger aus den Amtskirchen. Beteiligt daran sind Jäger - die das Abschlachten von Tieren als lustvolles Hobby betreiben -, Tilman Toepfer, der in der MAIN POST und in der Jägerzeitung die Feder führt, sowie das offizielle Rufmordnetzwerk der Amtskirchen.

Ein Komplott der Jägerlobby?

In den Akten des Landratsamtes tauchen im wesentlichen folgende Personen auf: Oswald Rumpel, Jäger, Sachbearbeiter der Unteren Jagdbehörde; Norbert Gram, Hettstadt, Jäger, seit Jahren wegen seines aggressiven, fanatischen Glaubenskrieges gegen Kirchenaussteiger im Bayerischen Fernsehen, in der MAIN POST und in Jägerpostillen herumgereicht; Alois Gram, Hettstadt, Jäger; Bruder des Norbert Gram; Albert Popp, jagt bei Norbert Gram, Polizeiinspektion Würzburg-Land, vermittelte den Polizeihubschrauber, der über die Bewohner von Gut Greußenheim herfiel, als wären sie Verbrecher; Bernd Ramspeck, Hettstadt, mehrfach bei der Jägerprüfung durchgefallen, Mitläufer des Norbert Gram; Helmut Brandt, Jäger, Rossbrunn, von ihm stammt die Aussage: „Ich wünsche mir die Schweinepest“; Dr. Lehmann-Tolkmitt, Würzburg, kirchentreuer Jägerfunktionär; Dr. Winfried Ueckert, Leinach, Veterinär. Harald Blankart, Veitshöchheim, vom Landwirtschaftsamt Würzburg, Gast im Jagdrevier Leinach.

Wer sich wundert, daß eine Interessengruppe, deren Treiben in Deutschland von über 70% der Bevölkerung abgelehnt wird, eine staatliche Stelle zur Durchsetzung ihrer Interessen bewegen kann, der übersieht, daß hinter der Lobby der Hobbytöter eine weit stärkere Gruppierung steht, nämlich die Amtskirchen.
Religions-Unfreiheit in Deutschland

Im Fall von Gut Greußenheim geht es in Wahrheit nicht um die Jagd, sondern um die Durchsetzung der Religions-Unfreiheit in Deutschland. Denn Menschen, die aus den Amtskirchen ausgetreten sind, weil sie mit den kriminellen Machenschaften dieser Institutionen und deren gewalttätigem Umgang mit Mensch und Natur nichts zu tun haben wollen, werden von diesen seit eh und je bekämpft.
Ein Blick in die Behördenakten bestätigt dies. Der Jäger Norbert Gram aus Hettstadt führt seit Jahren seine aggressiven Diffamierungsschilder gegen Kirchenaussteiger spazieren und stellt sie an der Hauptverkehrsstraße auf. Er läßt sich von Tilman Toepfer aus Hettstadt ablichten und in der MAIN POST und in der Jägerpresse zur Schau stellen. Das Schimpfwort „Sekte“ wird ständig zum Zwecke der Diffamierung einer religiösen Minderheit verwendet.
Der konfessionelle Jägerfunktionär Dr. Lehmann-Tolkmitt ist an dem Verfahren der Unteren Jagdbehörde von Anfang an beteiligt. Er diffamiert ständig den Glauben und die Bewohner von Gut Greußenheim als „Sekte“. Dr. Lehmann-Tolkmitt überläßt Norbert Gram die „Drecksarbeit“ in der Öffentlichkeit.

Die Selbstdarstellung des Dr. Lehmann-Tolkmitt über seine Bedeutung in der nationalen und internationalen Jägerszene, erinnert an den früheren katholischen Rufmordbeauftragten Graf Magnis. Dieser brüstete sich damit, er sei in Afrika von den Eingeborenen unter dem Namen „Obo“ als großer Jäger verehrt worden. Magnis tat sich dadurch hervor, daß er Urchristen auf übelste Art und Weise verleumdete, er war sogar Träger des Silvesterordens. Gegen Ende seiner Tage, als er schon von schwerer Krankheit gezeichnet war, fragte er bei den Urchristen an, ob sie nicht eine Wohnung für ihn und seine Frau hätten und ihn pflegen könnten. Es scheint, daß der Silvesterorden zu schwer war, denn es dauerte nicht lange, bis er denen nachfolgte, denen er gedient hat.
Tilman Toepfer führt, wie erwähnt, die Feder in der MAIN POST und in der Jägerpresse. Toepfers Diffamierungen der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben oder deren Anhänger werden von dem offiziellen Rufmordnetzwerk der Amtskirche umgehend weiterverbreitet. Die Jägerpresse nimmt die Meldungen auf, so z.B. die Deutsche Jagdzeitung, die Zeitschrift „Unsere Jagd“, die Zeitschrift „Wild und Hund“ und verleumdet die Kirchenaussteiger ebenfalls als „Sekte“.

Die Gewaltallianz der Inquisition

Was steckt hinter dieser Allianz der Amtskirchen und der Lobby der Hobbytöter? Beiden geht es darum, die Einheit zwischen Mensch, Tier und Natur zu zerstören, indem Teile der Natur - hier die Tiere - z. T. willkürlich zur persönlichen Triebbefriedigung - gequält und abgeschlachtet werden. Beiden gemeinsam ist auch, daß sie ihre Ziele unter einem Etikettenschwindel verfolgen: die Jäger unter dem Vorwand, sie betrieben mit ihrem Abknallen der Tiere Hege und Naturschutz, die Kirche unter dem Vorwand, sie sei „christlich“.
Deshalb metzeln katholische und lutherische Schießer - die, ähnlich wie die konfessionellen Amtskirchen, Jesus, dem Christus, keine Ehre geben und keine Achtung vor Seinen Lebensregeln haben - unter ihren katholischen und lutherischen Kreuzen alles nieder, was ihnen in den Weg kommt. Sie nennen sich christlich, wüten unter dem Zeichen des Friedens - des Kreuzes, an dem die Vorgänger der heutigen Priesterkaste vor 2000 Jahren Jesus, den Christus, kreuzigen ließen - und lassen die Opfer ihrer Lusttöterei von konfessionellen Priestern segnen.

In den Kreuzzügen wurde unter dem Kreuz, dem Symbol des Friedens, gemordet. In der Inquisition im Mittelalter ließ die Kirche unter dem Zeichen des Kreuzes vom Staat Menschen auf brutalste und grausamste Weise ermorden. Heute ist wieder Inquisitionszeit. Heute läßt die Kirche über die Regierung und Kirchenfanatiker unter den Lusttötern auf brutalste und grausamste Weise Tiere hinrichten. All dies geschieht unter Mißbrauch des Kreuzes, welches ein Zeichen des Friedens ist, denn Jesus, der Christus, war ein Mann des Friedens.

Das Friedenskreuz des Jesus, des Christus, das Kreuz der Urchristen

Das urchristliche Auferstehungskreuz, das Symbol der Urchristen, symbolisiert Frieden und Einheit von Mensch, Natur und Tieren, Einheit mit der Mutter Erde, die dann auch alles geben kann, um ihre Kinder zu ernähren.

Katholische und lutherische Schießer können auf dem Eigentum der Kirche und des Staates und auf dem Eigentum der von ihnen Abhängigen schießen. Sie haben nichts zu suchen auf Weiden, die unter dem Zeichen des urchristlichen Auferstehungskreuzes stehen. Auch nicht in einem kleinen Waldstück, welches zusammen mit den umliegenden Wiesen vielen Tieren als Waldweide dient. Dieses Land wurde mit Hilfe von vielen in- und ausländischen Förderern erworben, die damit den friedvollen Umgang der Urchristen mit der Natur und den Tieren unterstützen.
Viele Förderer haben auch Tiere vor dem Erfrieren gerettet oder vom Schlächter freigekauft und diese den Urchristen auf Gut Greußenheim zur Pflege übergeben, weil sie wissen, daß sie dort auf Waldweiden Schutz vor der immer gefährlicher werdenden UV-Sonnenstrahlung finden.
Urchristen pflegen den friedvollen Umgang mit ihren Feldern, mit ihren Obstanlagen und mit ihren Wäldern. Die Pflanzen werden weder mit Gift, noch mit Mist und Gülle verseucht. Sie bekommen das, was sie benötigen an natürlichen Stoffen. Denn Urchristen achten und schätzen auch die Milliarden von Klein- und Kleinstlebewesen, die den Boden bevölkern.
Ebenso werden auch die Wälder von Forst- und Wildhütern gepflegt. Urchristen halten sich an die Lehre des Jesus, des Christus, und an die Zehn Gebote Gottes, die weder das Morden noch das Töten beinhalten. Das ist die Lehre der Urchristen. All dies hat nichts mit einer Sekte zu tun. Nur die, die Jesus, den Christus, und Seine Lehre verleumden wollen, verleumden die Urchristen als „Sekte“.
Die Landwirte von Gut Greußenheim haben nichts zu verbergen. Ein kompetenter Veterinär und Tierarzt, der kein Schießer ist und der mit dem katholischen und lutherischen Tötungszyklus nichts zu tun hat, hat jederzeit Zutritt zu ihren Weideflächen in Wald und Feld.
Um es noch einmal klarzustellen: Wer Massaker in Wald und Flur, das Gemetzel in Schlachthöfen und die Folter in den Tierversuchsanstalten befürwortet, soll dies dort tun, wo die Kirche oder die konfessionelle Regierung das Sagen hat. Er soll sich dann aber katholisch oder lutherisch nennen und nicht christlich, denn dies ist ein Etikettenschwindel. Doch unter dem Kreuz des Jesus, des Christus, dem urchristlichen Kreuz des Friedens, wird nicht geschossen.
Wer jetzt das bestialische Verhalten gegenüber den Tieren mit dem konfessionellen Argument „Macht euch die Erde untertan“ rechtfertigen möchte, sei noch einmal daran erinnert, daß diese kirchliche Argumentation durch die eigene Bibel der Institutionen widerlegt ist. Denn schon bei den Propheten des alten Testaments heißt es bei Jesaja (66, 3), daß der, der einen Ochsen erschlägt, nicht besser ist als der, der einen Menschen tötet, oder bei Hosea (8, 13), daß Gott das Fleischessen und Opferschlachten ein Greuel ist.
Der von den Amtskirchen verehrte Bearbeiter der Bibel Hieronymus stellte schon im 4. Jahrhundert fest: „Der Genuß des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt, aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft ... Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so daß es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.“

Kein Zutritt für katholische und lutherische Schießer

Jeder wird deshalb verstehen, daß die Landwirte von Gut Greußenheim zum Schutz ihrer Weidetiere jedem katholischen und lutherischen Schießer den Zutritt zu ihren Weiden verwehren werden, denn „die stinkenden Säfte des Tierfleisches“ die sie laut Hieronymus „in den Mund gestopft“ haben, irritieren die Weidetiere. Sie könnten sich erschrecken und scheuen u
d sich dadurch verletzen.
Um ihrem Anliegen auf Achtung des urchristlichen Kreuzes Nachdruck zu verleihen, haben die Landwirte von Gut Greußenheim den Antrag auf Ruhen der Jagd in ihrem Eigenjagdrevier gestellt. Es wäre für die Jagdbehörde ein Leichtes, diesem
Antrag, der im Jagdgesetz vorgesehen ist, stattzugeben. Natürlich widerspricht er dem Selbstverständnis von passionierten Hobbytötern und kirchentreuen Fanatikern. Aber der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat schon 1999 entschieden, daß ein Grundstückseigentümer nicht gegen seinen Glauben zur Duldung der Jagd auf seinem Grundstück gezwungen werden kann. Diese Entscheidung geht allerdings von dem Grundrecht der Religionsfreiheit aus. Unter den deutschen Verhältnissen der Religions-Unfreiheit - das heißt, daß die Amtskirchen bestimmen, was im Staat geschieht - besteht aber die Gefahr, daß dieser Antrag erst durch kirchenunabhängige europäische Gerichte durchgesetzt werden muß.

Unbewiesene Unterstellungen

Die Landwirte von Gut Greußenheim haben in ihrem Informationsblatt „Der Schwachsinn treibt Stilblüten“ schon auf einige Widersin- nigkeiten im Beschluß des Oberregierungsrats Kraus vom Landratsamt Würzburg hingewiesen. Jetzt, nachdem der Inhalt der Behördenakten bekannt ist, ließe sich die Zahl der Widersprüc
e, der unbewiesenen Verdächtigungen und Unterstellungen und der offensichtlich neben der Sache liegenden Aussagen beliebig fortsetzen. Wer sich wundert, wie man aufgrund einer solchen diffusen Aktenlage ein solches Generalmassaker anordnen kann, läßt außer acht, daß fast sämtliche an diesem Vorgang beteiligten Personen konfessionelle Hobbytöter sind.
Wie Oberregierungsrat Kraus vom Landratsamt Würzburg mit dem zuständigen Sachbearbeiter Oswald Rumpel vorgegangen ist, sollen nur wenige Beispiele zeigen:
Um die Behauptung, auf Gut Greußenheim gäbe es zu viele Wildschweine, zu belegen, stützt sich der Bescheid auf Angaben des Jägers Alois Gram. Dieser wiederum zitiert angebliche dritte Personen, die anonym bleiben. Soll etwa nicht offengelegt werden, daß es sich um Norbert Gram und zwei seiner Mitläufer handelt? Auch im nächsten Fall wird der Name eines angeblichen Beobachters verschwiegen, vermutlich, weil es sich dabei ebenfalls um den fanatischen Glaubenskämpfer Norbert Gram handelt. Diese Art der „Beweisführung“ in einer Behördenakte kann nur als „erstaunlich“ bezeichnet werden.
An anderer Stelle werden Zahlen genannt über Wildschweine, die sich gar nicht im Eigenjagdrevier Gut Greußenheim, sondern im Nachbarrevier aufgehalten haben sollen. Dort standen im Herbst noch Rüben auf den Feldern, weit und breit die einzige Nahrungsquelle für Wildschweine.
Ähnlich wird ohne Angaben von Beweismitteln die Behauptung des Jägers Alois Gram übernommen, „bei einem weiteren Anstieg des Schwarzwildbestandes wird in absehbarer Zeit kein vernünftiger Feldanbau in der Umgebung des Gutes Greußenheim mehr möglich sein“. Dabei handelt es sich um Stimmungsmache, weil bewußt verschwiegen wird, daß die Felder in der Umgebung von Gut Greußenheim fast vollständig Eigentum der Landwirte von Gut Greußenheim sind. In der Umgebung von Gut Greußenheim hat bisher kein einziger Landwirt, der ordnungsgemäß gewirtschaftet hat, einen finanziellen Schaden erlitten.
Reine Stimmungsmache ist auch die wiederholte Anspielung, ohne jeglichen Beweis, es sei von „Fütterungen“ auf Gut Greußenheim berichtet worden.
Wie doppelbödig argumentiert wird, zeigt folgender Umstand: Nachdem am Rande des Eigenjagdgebietes Gut Greußenheim nach dem 27.9.2004 ein Zaun aufgestellt wurde, um das Einwechseln von Schwarzwild aus den umliegenden Revieren zu verhindern, behauptet Oberregierungsrat Kraus in einer Stellungnahme an das Verwaltungsgericht sinngemäß, weil seit diesem Zeitpunkt im Nachbarrevier keine Wildschweine mehr „erlegt“ worden seien, sei bewiesen, daß auch vorher keine Tiere von dort gekommen seien. Bernd Ramspeck hat aber nach einem Vermerk der Behördenakten am 9.11.2004 in diesem Bereich im Nachbarrevier angeblich 152 Tiere gezählt.
Interessant ist auch die Rolle des Harald Blankart vom Landwirtschaftsamt Würzburg, Gast im Jagdrevier Leinach. In seiner Stellungsnahme zu der Frage, ob Wildschweine nützlich für die Bodenbearbeitung und Schädlingsbekämpfung seien, schreibt er am 13.12.2004 wörtlich: „Die auf Seite 14/15 beschriebene Konzeption, Wildschweine zur Bodenbearbeitung und Schädlingsbekämpfung einzusetzen, finde ich abenteuerlich.“ Dabei weiß heute fast jedes Kind, was z.B. die Deutsche Jagdzeitung auf ihrer Webseite www.djz.de folgendermaßen beschreibt: „Schwarzwild ist im Forst (bis auf die Forstsaatkulturen) durchaus als ‚Schädlingsvertilger’ (Mäuse, Kerfe, Larven, Schnecken, Würmer) und wegen seiner Wühltätigkeit beliebt. Beim Brechen der Nahrung im Boden, was die Luftzirkulation fördert, wird der Boden wund gemacht für die Waldverjüngung durch Aufschlag und Anflug.“
Und der Fachmann Dr. Ueckert, der die Schweinepestgefahr auf Gut Greußenheim attestiert, muß zugeben, daß er den Forschungsberichts, auf den er sich zur Rechtfertigung seiner Behauptung beruft, überhaupt nicht gelesen hat.
Ein weiterer Punkt, der sich als Widerspruch durch die gesamte Akte zieht, ist die Behauptung, daß sich der Bestand an Wildschweinen im Eigenjagdrevier Gut Greußenheim drastisch erhöhe. Dr. Lehmann-Tolkmitt schreibt in seiner Stellungnahme an die Untere Jagdbehörde, während der vergangenen drei Jahre seien wiederholt Massierungen von 100 bis 150 Tieren gesehen worden. Abgesehen davon, daß weder Ort, noch Zeit, noch Namen genannt werden, würde dies bedeuten, daß in den vergangenen Jahren gegenüber der im Dezember 2004 angeblich mit einer Wärmebildkamera festgestellten Anzahl von 120 Tieren (bei denen es sich allerdings überwiegend um Weidetiere handelte) kein Zuwachs, sondern ein Rückgang des Bestandes stattgefunden hätte.

Wie weit reicht der lange Arm der Kirche?

So oder ähnlich geht es weiter. Um zu verhindern, dass seine für einen unvoreingenommenen Beobachter unverständliche Anordnung von einem Gericht überprüft werden kann, ehe vollendete Tatsachen geschaffen sind, hat das Landratsamt den Sofortvollzug angeordnet. Der Jagdpächter des Eigenjagdreviers Gut Greußenheim hat deshalb das Verwaltungsgericht Würzburg um Hilfe angerufen, mit der Bitte, diesen „Sofortvollzug“ aufzuheben. Er war der Überzeugung, dass der Knüppel, den die Amtskirche mit Hilfe der Interessengruppe der Lusttöter schwingt, dorthin nicht reicht.
Doch diese Überzeugung scheint getrogen zu haben. Die Richter Hauck, Dr. Dehner und Jeßberger-Martin verweigerten ihm schnelle Hilfe. Welchem Einfluß sie dabei unterlagen, ist nicht bekannt, ob sie der Jägerlobby nahestehen oder im konfessionellen Umfeld gefangen sind. Jedenfalls haben sie in der Begründung ihrer Entscheidung eine angebliche Tatsache aus den Akten schlicht verwechselt. Außerdem argumentieren sie streng kirchentreu: wenn der Abschuss von 126 unschuldigen Tieren sich später als Unrecht herausstelle, sei kein „irreparabler“ Schaden entstanden, der Tierbestand werde sich „unschwer wieder einstellen“.
Ob das die abgeschlachteten Tiere genauso sehen? Christlich ist dies sicher nicht, allenfalls katholisch oder lutherisch. Bei dieser Einstellung überkommt sicher manchen ein beklemmendes Gefühl, vor allem, wenn er sich an die Aussage von Leo Tolstoi erinnert: „Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein kleiner Schritt.“
Die Richter verhalten sich gegenüber den Tieren ähnlich wie Pilatus, der Jesus verraten und dem Henker übergeben hat, indem er sagte: Ich wasche meine Hände in Unschuld.
Dieses juristische Schlachtfest könnte für so manchen Schmierenjournalisten ein gefundenes Fressen sein, um unter dem Zeichen der Religionsunfreiheit wieder Menschen an den Pranger zu stellen, die Jesus, dem Christus, die Ehre geben und das Leben in allen Geschöpfen achten.

Schießer provozieren Verkehrunfälle

Wie so etwas gemacht wird, konnte der Leser der MAIN POST in den vergangenen Wochen beobachten. Jeder Fachmann weiß, daß eine Hauptursache für die starke Zunahme der Wildschweinpopulation in Deutschland von den Jägern selbst gesetzt ist. Zum einen haben sie die Tiere massiv angefüttert. Außerdem bekommen Wildschweine normalerweise nur einmal im Jahr Nachwuchs, junge weibliche Tiere überhaupt nicht. Durch hemmungslosen Abschuß von Leittieren, führenden Bachen und sogenannten starken Keilern wird die Sozialstruktur der Wildschweine zerstört. Dadurch gibt es das ganze Jahr über Nachwuchs, auch von ganz jungen Tieren.
Seit Jahren warnen die Bewohner von Gut Greußenheim sowohl die Schießer unter ihren Nachbarjägern und Dr. Lehmann-Tolkmitt, als auch die Untere Jagdbehörde vor den Folgen dieses hemmungslosen und schießwütigen Verhaltens von Jägern, die gleichzeitig massiv die Tiere angefüttert haben. Bei fachlich unqualifizierten Schießern sind diese Mahnungen, die sich auf die sachverständigen Äußerungen der bekannten Schwarzwildkenner Norbert Happ und Gerold Wandel in der Jägerpresse stützen, immer auf taube Ohren gestoßen.
Durch den ständigen Beschuß, der von der Unteren Jagdbehörde im vergangenen halben Jahr noch verstärkt gefordert wurde, laufen die aufgeschreckten Tiere auf die Straßen und verursachen dort gefährliche Verkehrsunfälle. Geradezu infam ist, daß jetzt der Versuch gemacht wird, die Verantwortung für diese Verkehrsunfälle, die sich erwartungsgemäß in letzter Zeit häufen, einem Revier zuzuschieben, von dem andererseits behauptet wird, die Tiere seien dort heimisch und würden am Verlassen des Reviers durch Zäune gehindert.
Hier werden unwillkürlich wieder Erinnerungen an historische Vorgänge wach. Der mordlüsterne, geisteskranke Kaiser Nero zündete Rom an, um diese Untat den damaligen Christen in die Schuhe zu schieben, die ihm wegen ihrer Friedfertigkeit ein Dorn im Auge waren. Heute gehen passionierte Jäger gegen Menschen vor, deren Friedfertigkeit gegenüber Mensch, Natur und Tieren ihnen ein Dorn im Auge ist. Es macht die Sache nicht besser, wenn die ständigen unwahren Verdächtigungen von ahnungslosen Polizeivertretern nachgeplappert und von der MAIN POST verbreitet werden. Ob sich dieses Verhalten nur damit rechtfertigen läßt, daß sich fast sämtliche beteiligten Personen als Jäger, Möchte-gern-Jäger oder Gäste bei der Jagd entlarvt haben?

Massaker an fünfhundert Millionen Tieren

Was solche Menschen bewegt, läßt sich für einen Normalbürger nur schwer nachvollziehen. Vielleicht muß man sich doch noch einmal den Gesamtzusammenhang bewußt machen: Hat die Kirche hier wieder den Knüppel aus dem Sack gelassen, in dem sich sowohl die Regierung als auch die Masse der Lusttöter befindet? Schließlich verfolgen Kirchen und Jäger das gleiche Ziel: Die Jäger bringen mit ihrem Hobby des lustvollen Tötens wehrloser Geschöpfe im Jahr ca. 5 Millionen Tiere um, mehr beiläufig auch einige Menschen. Die kirchlichen Institutionen segnen dieses Abschlachten durch besondere Messen und stehen auch dem Hingemetzel von weiteren fast 500 Millionen Stall- und Weidetieren positiv gegenüber. Qualvolle Tierversuche sind für sie gerechtfertigt. Es geht um das erklärte Ziel, die Natur dem Menschen „nutzbar“ zu machen, das heißt in ihrem Sinn: die Natur bestialisch zu quälen, bestialisch zu töten und anschließend die Leichenteile in ihren Bäuchen zu begraben.
Wer sich von solchem Verhalten distanziert, wer friedvoll leben will und wer es wagt, dies auch öffentlich noch bekanntzumachen, ist für die Quäler und Schänder der Natur ein gemeinsamer Feind. Wer die Jäger nicht kennt, dem könnte zu ihrer Charakterisierung die bekannte Aussage von Theodor Heuss eine Hilfestellung geben - oder auch Leo Tolstoi, der sagte: „Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein kleiner Schritt.“
Die Institutionen Kirche haben diesen Schritt in der Vergangenheit längst getan.
Wie schreibt der bekannte Kirchenkenner und vielfach preisgekrönte Autor Karl Heinz Deschner: „Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist, wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche.“
In der Welt sehen wir heute den Zerfall aller Werte und Sitten durch diejenigen, die dem Glauben dieser Kirche verfallen sind. Die Priesterkaste im römischen Reich ließ Christus kreuzigen. Heute glaubt die römische Priesterkaste und die, die dem kirchlichen Glauben verfallen sind, sie könnten Seine Schöpfung kreuzigen. Sie mögen das unter ihrem Banner katholisch und lutherisch dort tun, wo sie das Land beherrschen. Auf dem Land, das unter dem Friedenskreuz des Jesus, des Christus steht, wird nicht geschossen, sondern das Leben, das Gott gegeben hat, geachtet.

V.i.S.d.P. Dr. G-.J. Hetzel, Max-Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld



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Hasenmassaker - mit dem Segen der Kirche 



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126 Wildschweine sollen ihr Leben lassen

Verwaltungsgericht bestätigt Bescheid des Landratsamts

Main Echo, 24.12.2004 (Auszug)

Würzburg. Wenn es nach dem Würzburger Landratsamt geht, müssen bis Mitte des neuen Jahres im Jagdrevier des Gutes Greußenheim (Kreis Würzburg) monatlich 18 Wildschweine ihr Leben lassen. Eine Horrorvorstellung für den Eigenrevierjäger aus dem Umfeld des „Universellen Lebens“ (UL), der aus weltanschaulichen Gründen keine Tiere töten will. Das Verwaltungsgericht Würzburg hat jetzt seinen aufschiebenden Antrag gegen den Bescheid der Jagdbehörde in erster Instanz abgelehnt.

Das Gut Greußenheim ist Sitz der umstrittenen Glaubensgemeinschaft, die dort nach eigenem Bekunden ein „friedfertiges Reich für Tiere und Natur“ geschaffen hat. Weil sie nach UL-Verständnis eine Seele besitzen, bezieht die Glaubensgemeinschaft das Gebot „Du sollst nicht töten“ auch auf die Tiere. Im Zusammenhang damit steht eine seit Monaten laufende Öffentlichkeitskampagne gegen Fleischkonsum, die unter anderem mit drastischen Plakatfotos geführt wird. (...)



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31.12.2004: Der Stuhl Petri bläst zum Angriff

auf unschuldige Tiere



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Hubschrauber-Terror gegen Tier und Mensch 



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Terror gegen Mensch und Tier

Am 28. Dezember fand wieder ein Terrorflug des von einem katholischen Jäger geleiteten Polizeihubschraubers über dem landwirtschaftlichen Betrieb Gut Greußenheim statt. Fast eine Stunde lang stand der Hubschrauber mit ohrenbetäubendem Lärm in der Luft über Menschen und Tieren. Eine Schafherde wurde dabei so erschreckt, daß es dem Hirten erst nach langer Zeit wieder gelang, die versprengten Tiere einzufangen. Ein Tier hat sich dabei so erschreckt, daß es wie gelähmt liegenblieb. Schon nach dem ersten Terrorflug des Hubschraubers hatte ein Schaf eine Totgeburt – all dies macht den Verursachern natürlich nichts aus, weil sie ja am Stuhl Petri kleben.
Zwei Frauen setzte der Terror des Hubschraubers dermaßen in Aufregung, dass ein Arzt gerufen werden mußte. Aber das macht den Verursachern ja nichts aus, weil die Opfer Urchristen sind, die nicht am Stuhl Petri kleben.



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Der Stuhl Petri bläst zum Angriff...

...auf unschuldige Tiere

Die Inquisitionsallianz von Amtskirche und Lobby der Lusttöter hat auch die Zeit nach Weihnachten dazu benutzt, ihre Angriffe gegen die friedliebenden Landwirte von Gut Greußenheim und die dort lebenden Tiere fortzusetzen. Wieder setzte sie ihre Leute in der staatlichen Verwaltung mit einem Hubschrauber in Marsch, der einen Terrorangriff auf das friedliche und umfriedete Eigentum der Landwirte von Gut Greußenheim durchführte.

In der Öffentlichkeit läßt die Inquisitionsallianz über ihr Sprachrohr Toepfer in der MAIN POST die Behauptung verbreiten, man wolle dort „Wildschweine“ zählen - und dann folgt das Märchen, das von der Lobby der Lusttöter immer aufgetischt wird, wenn es darum geht, ihr blutiges Hobby des Abschlachtens von Tieren zu rechtfertigen: Der friedvolle Umgang mit Tieren führe zu einem Anwachsen des Bestandes und - besonders wirkungsvoll gegenüber dem unwissenden Bürger - die „Schweinepest“ drohe. Daß es sich hierbei um Jägerlatein handelt, weiß jeder ernsthafte Fachmann. Aber offenbar kann kein Schauermärchen dumm genug sein, wenn man den ahnungslosen Leser hinters Licht führen will. Wie das geschieht, können Sie nachlesen im Internet bei www.lusttoeter.de.

In Wahrheit sind die friedliebenden Landwirte von Gut Greußenheim sowohl der Amtskirche als auch der Gruppe der Lusttöter deshalb ein Dorn im Auge, weil sie die Schöpfung Gottes und das von Ihm geschaffene Leben achten und in der Nachfolge des Jesus, des Christus, ein friedvolles Leben der Einheit von Mensch, Natur und Tieren anstreben.
Die Lusttöter lehnen dies natürlich ab, denn sie behaupten, sie müßten die Schöpfung Gottes quälen, malträtieren, hetzen und töten und so mit dem Gewehr im Wege des Selektions-Lustmordes, den sie Hege nennen, die Schöpfung Gottes „verbessern“.
Die Kirche war seit ihrem Bestehen immer für Mord, Folter, Raub und andere Verbrechen gegenüber Menschen zu haben. Das Quälen und Töten von Tieren und das Schänden der Natur hat sie seit jeher nicht nur gerechtfertigt, sondern unterstützt.
Beide Interessengruppen, Amtskirche und Jäger, befürchten, daß ihre fadenscheinigen Rechtfertigungen für ihr schändliches Tun von den Landwirten von Gut Greußenheim in der Praxis widerlegt werden. Das darf nicht geschehen. Deshalb muß das, was konfessioneller Gewaltdoktrin und „jägerischen“ Interessen widerspricht, mit allen Mitteln bekämpft werden. „Und alle Mittel“ bedeutet in der Tradition konfessioneller Inquisition: Lüge, Rufmord, Verleumdung, Gewalt, Folter, Qual bis hin zum lustvollen Töten, hier dem Töten von unschuldigen Tieren.

Zum zweiten Mal wurde deshalb mit einem Hubschrauber ein Angriff gegen friedliebende Menschen geflogen.
Während der ganzen Zeit der Terroraktion umkreiste ein Pkw der Feuerwehr, in dem sich mindestens ein weiterer Jäger befand, ständig das Eigentum der Landwirte von Gut Greußenheim.
Das Auftauchen des Polizeihubschraubers beantwortete auch eine Frage, die sich die Landwirte von Gut Greußenheim am Morgen des 28.12. gestellt hatten: In der Nacht zuvor waren aus den angrenzenden Jagdrevieren ständig Schüsse zu hören, obwohl es für die Ausübung der Jagd viel zu dunkel war. Jetzt war klar, daß dadurch die Tiere aus den Nachbarrevieren in das Eigenjagdrevier Gut Greußenheim getrieben werden sollten, damit sie vom Hubschrauber dort als Bestand erfaßt werden. Ob dieser Aufwand dieser benachbarten Lusttöter allerdings notwendig war, ist fraglich. Das Landratsamt Würzburg wird zur Rechtfertigung seiner Massakeranordnung Mittel und Wege finden, das Ergebnis zu verkünden, welches gewünscht ist. Denn dort, wo der Hubschrauber Aufnahmen machte, befinden sich tatsächlich viele Tiere. Viele Tierschützer aus dem In- und Ausland haben den Landwirten von Gut Greußenheim Tiere zur Pflege gegeben, die vor dem sicheren Tod durch Erfrieren oder durch den Schlächter oder vor Mißhandlung und Qual gerettet wurden. Diese Tiere finden auf Gut Greußenheim Wiesen und Wälder, in denen sie sich bewegen können und wo sie Schutz vor Wind und Wetter, aber auch vor den immer gefährlicher werdenden Sonnenstrahlen mit ihrer UV-Strahlung finden. Die Weidetiere leben auf den Waldweiden einträchtig zusammen mit Hasen, Füchsen, Rehen und anderen Tieren, natürlich sind auch einige Wildschweine darunter. Alle Tiere leben dort ohne Angst, denn auch der Jagdpächter respektiert das friedvolle Land und erfüllt die staatlichen Vorgaben auf den Flächen, die im Eigentum des Staates stehen. Alle Tiere werden ständig von qualifizierten Tierärzten betreut.
All diese Tiere werden dann von den Behörden über Tilman Toepfer in der MAIN POST als „Wildschweine“ der Öffentlichkeit präsentiert.

Besonders anrüchig ist das behördliche Vorgehen deshalb, weil die Landwirte von Gut Greußenheim das Landratsamt seit Jahren auf die Gefahren hingewiesen haben, die von hemmungslosen Schießern in den Nachbarrevieren ausgehen. Schwarzwild-Fachleute wie Norbert Happ und Gerold Wandel warnen seit Jahren davor, daß die Zahl von Wildschweinen sprunghaft ansteigt, weil die Jäger die Tiere zum einen mit großen Futtergaben anlocken, zum anderen dann wahllos die Sozialstruktur der Rotten zerschießen, was zu einer starken und unkontrollierten Vermehrung der Tiere führt. Oswald Rumpel vom Landratsamt wurden immer wieder Beweise vorgelegt, daß Nachbarjäger von Gut Greußenheim, insbesondere der katholische Wortführer Norbert Gram, genau diese „jagdlichen Todsünden“ begehen. Auch die vorgesetzten Behörden bis hin zum Ministerium wurden vergeblich um Hilfe angerufen. Das Resultat dieser jahrelangen Abknallerei wird jetzt den Landwirten von Gut Greußenheim in die Schuhe geschoben. Entweder sitzen in den zuständigen Behörden Personen, die fachlich völlig inkompetent sind, oder man hat dem Treiben bewußt seinen Lauf gelassen, um dem Stuhl Petri zu gefallen.

Nachdem der Hubschrauber seinen Terrorflug beendet hatte, erlebten die Landwirte von Gut Greußenheim eine Überraschung. Der Hubschrauber flog nicht etwa zu seinem Ausgangspunkt nach Würzburg zurück, sondern fand sich zusammen mit dem Feuerwehrauto, in Hettstadt zum Rapport ein vor dem „Schützenhaus“, in welchem der katholische Jäger Norbert Gram und seine Mitläufer regelmäßig ihre Taten begießen. Die „Jagdgenossen“ Ramspeck und Keim aus Hettstadt waren ebenfalls anwesend.



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"Heil Hitler! Aufhängen sollte man euch!"

Warum ausgerechnet Hettstadt? Dieser Name zieht sich seit Jahren wie ein roter Faden durch sämtliche Gewaltaktionen. In Hettstadt wohnt der Jäger Norbert Gram, der als konfessioneller Generalsekretär seit Jahren im Sinne der Amtskirchen gegen Gut Greußenheim hetzt und dessen Bewohner bei Tag und Nacht durch seine Schießerei terrorisiert.

In Hettstadt wohnt der Jäger Alois Gram, mit dessen Mutmaßungen und Verdächtigungen der Jäger Oswald Rumpel als Sachbearbeiter den Tiermassakerbescheid des Landratsamtes begründet hat. Oswald Rumpel bezieht Wildschweinfleisch von Norbert Gram aus Hettstadt. Bei Norbert Gram in Hettstadt jagt der Jäger und Polizist Albert Popp, der bei dem Hubschraubereinsatz ebenfalls anwesend war. Und von dem Jäger Helmut Brand, der sich das Jagdrevier Hettstadt mit Norbert Gram teilt, stammt die Aussage: „Ich wünsche mir die Schweinepest.“

Schließlich sollte man nicht übersehen, daß auch der für Hetzartikel gegen Kirchenaussteiger in der MAIN POST legitimierte Tilman Toepfer in Hettstadt wohnt. Und was in unserer schnellebigen Zeit möglicherweise schon in Vergessenheit geraten ist: der oberste Chef der für die gesamte Terroraktion verantwortlichen Behörde ist der frühere Bürgermeister der Gemeinde Hettstadt und heutige Landrat Waldemar Zorn. Er ist nur deshalb aus dem Rampenlicht getreten, weil er schwer erkrankt ist. Viele Leser erinnern sich aber sicher noch an die Zeit, als Zorn und die mittlerweile nach schwerer Krankheit verstorbenen Kirchenhetzer Magnis und Haack zusammen mit dem krankheitsbedingt ebenfalls in der Versenkung verschwundenen kirchlichen Scharfmacher Jungen die Bevölkerung in Hettstadt so aufwiegelten, daß sie ihrer Gesinnung mit den Worten „Heil Hitler!“, „Aufhängen sollte man euch!“ Luft machten. Aus einem angrenzenden Ort kam kürzlich die Aussage: „Der Hitler müßte halt wieder her.“ Schließlich dürfte auch die faschistoide Gesinnung eines Hettstadter Vereins zur Vertreibung Andersdenkender vielen Lesern noch in schlechter Erinnerung sein.

Weniger bekannt ist dagegen ein Vorfall, der sich am Ende des Zweiten Weltkrieges zugetragen haben soll. Die Orte in Unterfranken hißten damals beim Einmarsch der Amerikaner die weiße Fahne, um die Orte und die Menschen vor weiterem Schaden zu bewahren. So geschah es auch in Hettstadt. Die weiße Fahne wurde gehißt. Trotzdem erschoß ein Nazi-Fanatiker einen amerikanischen Offizier, worauf die Amerikaner den Ort mit Gewalt einnahmen.



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Die Jägerzeitung PIRSCH bietet zur Zeit für ihre Lobbyarbeit den Jägern im Internet Formulare an, die sie verwenden können, um an Politiker zu schreiben, damit das derzeitige Bundesjagdgesetz bestehen bleibt und die Jagd nicht, wie vorgesehen, Länderangelegenheit wird. In den Briefen wird zum einen das Gespenst der Schweinepest an die Wand gemalt, daneben auch vor angeblich drohenden „Wildschäden“ gewarnt, wenn das Bundesjagdgesetz abgeschafft würde. Hier also der gleiche Popanz wie im Bescheid des Landratsamtes Würzburg.  


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Jagdgesetz aus Hitlers Zeiten


Foto: Jägerhochsitz in Unterfranken 



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Von wem stammt nun dieses Bundesjagdgesetz, das die Jäger so verehren? Es ist heute noch geprägt vom Geist des Reichsjägermeisters und Reichsmarschalls Göring aus dem Jahre 1934. In einer Dissertation eines Rechtsreferendars von 1936 heißt es dazu: „Es ist daher zu zeigen, daß die Grundgedanken des Reichsjagdgesetzes Ausdruck eines Rechtsdenkens und Rechts- schaffens sind, das mit der heutigen Staatsauffassung und Volksanschauung im Einklang steht, und daß die nationalsozialistische Grundhaltung sowohl bei den großen Problemen wie auch bei ihrer Durchführung im einzelnen maßgebende Richtlinie für den Gesetzgeber war.“
In einem Kommentar zum Reichsjagdgesetz von 1935 ist zu lesen: „Der Abschußplan dient vornehmlich der gütemäßigen, weniger der zahlenmäßigen Hebung des Wildstandes.“ Und: „Eine straffe Durchführung der Abschußregelungen wird in kurzer Zeit einen nach Altersklassen und Geschlechtern richtig gegliederten Wildstand schaffen, der nicht nur den Anforderungen der Volkswirtschaft entspricht, sondern auch alle Wünsche des Waidmanns nach wuchtigen Trophäen als dem sichersten Anzeichen eines gut gearteten Wildstands erfüllt.“ Hier sind Vorgaben angesprochen, die, wie die Geschichte leidvoll lehrt, damals nicht nur auf die Tiere des Waldes, sondern später auch auf die Menschen übertragen wurden - durch die unsäglichen Rassengesetze der Nazis.

Die konfessionellen Amtskirchen hatten weder mit der Gilde der Lusttöter noch mit den Nazis Probleme. Es hieße Eulen nach Athen tragen, wenn man die Zusammenarbeit des Stuhles Petri mit den Nationalsozialisten und den Faschisten erklären müßte. Wer die historischen Zusammenhänge nicht kennt, dem seien die Bücher des vielfach preisgekrönten Schriftstellers und Kirchenkritikers Karl Heinz Deschner empfohlen, von dem die Aussage stammt: „Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche.“

Die Lutherkirche hält heute noch ihre früheren Repräsentanten einer faschistischen Tradition in Ehren. Immer noch residiert der Bayerische Landesbischof in einer Straße, die nach einem früheren Bischof benannt ist, der unstreitig nationalsozialistisches Gedankengut verbreitet hat. Und besonderes Ansehen hat bei dieser Institution Martin Luther, von dem solch faschistische Aussagen stammen wie: „Wer Gottes Wort nicht hören will mit Güte, der muß den Henker hören mit der Schärfe.“ Oder wenn jemand einen anderen Glauben verbreitet: „Will er nicht, so befehle die Obrigkeit solchen Buben dem rechten Meister, der Meister Hans heißt“ (dem Henker). Da möglicherweise auch Kinder diese Zeilen in die Hand bekommen, wird davon abgesehen, die unflätigen Beschimpfungen und Fäkalinjurien Martin Luthers zu wiederholen, die er gegenüber den Juden verwendet hat.



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Foto: Jägerhochsitz in Unterfranken 



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Der Stuhl Petri -



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ein gewalttätiger Etikettenschwindel


Die Vision der Gewaltallianz 



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Heute ist es wieder die Allianz von traditionsbewußter Amtskirche und traditionsbewußten Lusttötern, die den Knüppel staatlicher Verwaltung gegen friedliebende Menschen und rechtlose Tiere schwingt. Dabei tut sich vor allem der Stuhl Petri hervor, wobei die Bezeichnung „Stuhl Petri“ irreführend ist. Denn ein Blick in die Bibel zeigt, daß Jesus den Petrus vor 2000 Jahren aufgefordert hat, Menschenfischer zu werden, das heißt, Menschen für die Nachfolge des Jesus, des Christus, zu gewinnen. Vom Stuhl Petri ging dagegen eine Blutorgie der Gewalt aus: Im Auftrag des „Stuhles Petri“ wurden Millionen und Abermillionen von Menschen verfolgt, gefoltert, grausam hingemetzelt, bestohlen und beraubt in den Kreuzzügen, in der Zeit der Inquisition, bei der Eroberung Amerikas und auch sonst zu allen Zeiten bis in die Jetztzeit.

Wenn man sich diese historischen Zusammenhänge vergegenwärtigt, wird einem auch schlagartig klar, was in diesen Tagen auf Gut Greußenheim vor sich geht. Es handelt sich um die Durchführung eines jahrtausendealten Gewaltmusters der Inquisitionskirche, die sich dieses Mal zur Durchführung ihrer Absichten des Knüppels der Jagd-Lusttöter bedient und ihre Hetze durch einen willfährigen Reporter der MAIN POST verbreiten läßt. Man denke nur an das Forum, das diese Zeitung dem von der Amtskirche verbreiteten Verdachts eines Kollektivselbstmords (Waco-Lüge) auf Gut Greußenheim eingeräumt hat.
Und die schwächelnde Staatsregierung hat der Stuhl Petri längst im Sack.

Obwohl es keinerlei Beweise für die Verdächtigungen und Vermutungen (Tatsachen werden sowieso nicht genannt) der Jägerlobby gibt, wird ein Massaker an unschuldigen Wildschweinen angeordnet. Ein Verwaltungsgericht schreitet zunächst nicht ein, obwohl nicht eine einzige Tatsache bewiesen ist. Durch das Abschlachten von über 120 Tieren trete kein „irreparabler Schaden“ ein, da der alte Tierbestand sich „unschwer wieder einstellen würde“, urteilen die Richter.

Kommt einem diese Argumentation des Präventivabschlachtens nicht irgendwie bekannt vor? Schon bei der Geburt des Jesus von