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Von Tierfreunden und Exekutionskommandos
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Aktuell:
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Ein Reh auf »Terra Nova«

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Friedvolle Tierfreunde und Exekutionskommandos des Würzburger Landrats Waldemar Zorn
Stand: Oktober 2006
Als erfreuliche Tatsache ist zu vermelden: den Tierfreunden von Gut TERRA NOVA – diesen Namen haben die Landwirte von Gut Greußenheim mittlerweile ihrem Betrieb gegeben – ist es gelungen, den Bereich ihrer Eigenjagd beträchtlich auszuweiten. Auf der Negativseite ist festzustellen, dass die Aggressivität auf Seiten der Jägerlobby, besonders in der Behörde des Würzburger Landrats Zorn, ein bisher nicht gekanntes Maß erreicht hat.
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Das Exekutionskommando von Oswald Rumpel umstellte ein Rapsfeld, das direkt an das Eigentum der friedfertigen Landwirte von TERRA NOVA anschließt. Während der Bauer das Feld aberntete, standen mehrere Jäger und einige Zuschauer - sogar ein kleiner Junge wurde mitgebacht - um das Feld. Das Exekutionskommando von Oswald Rumpel machte Jagd auf die im Rapsfeld lebenden Tiere. So oder ähnlich enden die Opfer des Exekutionskommandos.

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Mit Hilfe des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes und Dank der Unterstützung vieler Tierfreunde und Tierschützer aus dem In- und Ausland war es gelungen, das von der Jägerbehörde des Würzburger Landrats Waldemar Zorn angeordnete Wildschweinmassaker auf dem Gebiet friedliebender Landwirte abzuwenden. (lesen Sie dazu: Chronik eines versuchten Wildschwein-Massakers) Gleichzeitig haben die Landwirte von Gut TERRA NOVA den Antrag gestellt, dass auf ihrem Gebiet die Jagd ruhen soll. (lesen Sie dazu: Antrag auf Ruhen der Jagd)
Beide Vorgänge veranlassten die Jägerbehörde des Landrats Zorn mit Oswald Rumpel an der Spitze und kooperierenden Jägern unter der Leitung ihres Aushängeschildes, des Grenzschießers Norbert Gram, und des Funktionärs Dr. Lehmann-Tolkmitt zu hektischen Aktivitäten. Man versucht durch eine groß angelegte Aktion den Anschein zu erwecken, dass der friedvolle Umgang mit Tieren zu einem massiven Anwachsen der Wildschweinpopulation und der Wildschäden führt. Dazu wurden vom Landratsamt in Zusammenhang mit Jägern anderer Behörden und zivilen Schießern zahlreiche Maßnahmen eingeleitet:
Schonzeiten aufgehoben – Sozialstruktur zerschossen
Die Behörde von Landrat Zorn hob in Jagdrevieren, die an Gut TERRA NOVA angrenzen, die Schonzeit für Wildschweine auf. In diese Reviere wurde ein regelrechter Jagdtourismus organisiert. Schießgeile „Jagdgäste“ ballerten nach Herzenslust herum und nahmen auch keine Rücksicht auf die Sozialstruktur der Tierfamilien. weg: Jeder Fachmann weiß, was die Folge dieser unter seriösen Jägern verpönten Abknallerei ist: Die führungslosen Jungtiere richten starke „Schäden“ in der Landwirtschaft an. Die zerschossene Wildschweinpopulation regeneriert sich durch unkontrollierte und starke Vermehrung, was zu einem raschen Anwachsen des Bestandes führt.
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Diese schwangere Bache wurde im Nachbarrevier angeschossen und schleppte sich in das Eigenjagdrevier der friedfertigen Landwirte von TERRA NOVA, wo sie von Tierschützern gefunden wurde. Zu dieser Zeit galt überall in Deutschland die Schonzeit. Die Behörde von Landrat Zorn hob in Jagdrevieren, die an Gut TERRA NOVA angrenzen, die Schonzeit für Wildschweine auf.

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»Kirrungen« – um Wildschweine anzulocken: »Schäden« werden tierfreundlichen Landwirten in die Schuhe geschoben
Das Infame an dieser Vorgehensweise ist, daß die von den Jägern und der Behörde initiierten Zustände den Landwirten von Gut TERRA NOVA und deren friedvollem Umgang mit den Tieren in die Schuhe geschoben werden. Versucht man vielleicht gar mit hohen Abschusszahlen einen hohen Bestand zu beweisen? Damit diese Abschüsse in der Nachbarschaft zu dem Gebiet von TERRA NOVA erfolgen können, werden die Tiere vorher durch Futter (so genannte Kirrung) angelockt. Und „Schäden“ in der Landwirtschaft, die in diesem Bereich entstehen, werden von Zorns Behörde peinlichst genau erfasst. Früher wurden solche Fälle intern zwischen Jagdpächter und Bauern geregelt, weshalb keine oder niedere Zahlen vorlagen. weg: Jetzt treibt man die Schadenszahlen hoch. Von Vergleichszahlen aus vergleichbaren anderen Revieren spricht man wohlweislich nicht. Trotz all dieser Anstrengungen der behördlich geförderterten Schießerei gelang es nicht, einen Anstieg der so genannten Wildschweinschäden nachzuweisen, der über dem Schadensverlauf anderer Hegeringe liegt. Zahlen, die der Bayerische Jagdverband veröffentlicht, sind offensichtlich falsch und widersprechen denen, die in der Deutschen Jagdzeitung veröffentlicht wurden.
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Jagdbehörde wollte mit Polizeihubschrauber Wildschweine zählen – Wärmebildkamera fand aber zu wenige Lichtpunkte
Auch der von der Jägerbehörde eingesetzte und mit einem Polizeijäger besetzte Hubschrauber konnte Ende 2005 trotz ausgeklügelter Technik im Gegensatz zum Vorjahr nur so wenige Lichtpunkte per Infrarot-Kamera erfassen, dass der Würzburger Landrat sogar davon absah, damit in seinem Sprachrohr, der örtlichen Provinzzeitung, Propaganda zu machen.
Behördenjagd und Exekutionskommando wie bei Bruno
Seit einigen Wochen hat sich Oswald Rumpel, der Mitarbeiter des Würzburger Landrats Zorn, eine neue Eskalation des Abschlachtens von Tieren ausgedacht. Vorbild könnten die Ereignisse um die Hinrichtung des Bären Bruno in Schliersee gewesen sein. Wie man mittlerweile weiß, gehörten dort zu dem vom Landratsamt Miesbach zusammengestellten geheimen Exekutionskommando mindestens ein Beamter des Landratsamtes und ein Polizeibeamter. Mindestens zweimal war ein ähnliches Exekutionskommando unter der Leitung von Oswald Rumpel im Nachbarrevier der Landwirte von Gut TERRA NOVA am Werk. In einem Fall erschienen zehn schwer bewaffnete, mit dunklen Sonnenbrillen und tief ins Gesicht gezogenen Hüten getarnte Töter und umstellten ein Getreidefeld. Der Landwirt musste mit dem Mähdrescher das Feld Meter um Meter abernten. Als schließlich nur noch wenige Halme standen, krachte von allen Seiten eine Salve, bis ein Wildschwein erschossen auf der Strecke blieb. Genauso heimlich und unerkannt, wie sie gekommen waren, verschwanden die Töter des Exekutionskommandos wieder.
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Exekutionskommando umstellt ein Feld
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Jäger-Terror im Nachbarrevier der tierfreundlichen Landwirte
Die Möglichkeit zum Einsatz dieses Exekutionskommandos des Landrats Waldemar Zorn hatte dieser durch seine Mitarbeiter Rumpel und Regierungsrat Kraus durch eine behördliche Anordnung vorbereitet. Einer der an die Eigenjagd der Landwirte von Gut TERRA NOVA angrenzenden Jagdbögen ist zur Zeit nicht verpachtet, weil sich die Jagdgenossenschaft über die Nutzung des Jagdbogens nicht einigen konnte. Oswald Rumpel sah darin seine Chance. Kurzerhand unterstellte er den Teil dieses Jagdbogens, der an das Gebiet der Landwirte von Gut TERRA NOVA angrenzt, seiner eigenen Aufsicht. Zunächst ließ er dort eine Futterstelle für Wildschweine einrichten, um Tiere anzulocken. Wie oben beschrieben, ist zu erwarten, dass dadurch in diesem Bereich vermehrte Wildschäden auftreten werden, die man den Landwirten von Gut TERRA NOVA in die Schuhe schieben kann. Rumpel hat diese Futterstelle erst entfernen lassen, nachdem die Landwirte von Gut TERRA NOVA bei der Polizei vorstellig geworden waren. Diese Futterstelle lag nur wenige Meter neben einer stark befahrenen Straße und erhöhte die Gefahr von Verkehrsunfällen wegen Wildwechsel stark. Die Landwirte von TERRA NOVA waren gewarnt. Ein Polizeijäger hatte bereits in früheren Jahren bei weit entfernten Verkehrsunfällen die Landwirte von Gut TERRA NOVA als Sündenböcke vorgeschoben.
Verbotener Abschuss von Muttertieren
Worum es den Mitarbeitern von Waldemar Zorn geht, wird noch an einer anderen Tatsache deutlich: Ausgerechnet den bundesweit bekannten Schießer Norbert Gram, der die Landwirte von Gut TERRA NOVA seit Jahren unter anderem durch nächtliche Grenzschießerei aus dem Schlaf reißt und terrorisiert, setzte Oswald Rumpel bei seinem nächsten Einsatz des Exekutionskommandos ein. Und wenige Meter von der Stelle, an der das Hettstadter Jagdrevier von Norbert Gram, das von Oswald Rumpel beherrschte Gebiet und das Gebiet der Landwirte von Gut TERRA NOVA zusammenstoßen, fanden die Landwirte im Sommer 2006 auf ihrem Gebiet eine verendete führende Bache. Der Abschuss dieses Tieres stellt eine Straftat dar, deren Täter leider nicht ermittelt werden konnte. Er zeigt aber, wie rücksichtslos von Jägerseite die Sozialstruktur der Tiere durch den Abschuss führender Bachen zerstört wird.
Dort, wo tierfreundliche Landwirte ihr Gebiet erweitern wollen, wird skrupellos abgeknallt
Es ist abzusehen, dass durch Zukäufe die Landwirte von Gut TERRA NOVA in den nächsten Monaten wegen der gesetzlichen Vorschriften das Gebiet ihrer Eigenjagd nochmals wesentlich erweitern werden. Gerade in diesem Gebiet setzt Oswald Rumpel einen besonders schießwütigen „Jungjäger“ ein, der erst seit kurzem im Schnellverfahren den Jagdschein erworben hat, über keinerlei Erfahrung mit lebenden Tieren verfügt und statt dessen offenbar Spaß am Schießen hat. Damit bestätigt das Landratsamt Würzburg, was Jagdgegner den Jägern schon lange vorwerfen: Es geht ihnen weder um die Natur noch um das ökologische Gleichgewicht. Wie es ihr Aushängeschild Norbert Gram in einer Jagdgenossenschaftsversammlung formulierte: Es geht um das Recht, jeden Quadratmeter mit der Flinte zu „nutzen“.
Anonyme Exekutionskommandos der Jägerbehörde
Wenn man die von den Mitarbeitern des Landrats Zorn gesteuerten Vorgänge einschließlich der anonymen Exekutionskommandos sieht, wenn man gesehen hat, wie die schießgeilen Gesellen dieses Kommandos im Machogehabe mit ihren schweren Waffen herumgelaufen sind, um zu Zehnt ein wehrloses Wildschwein abzuknallen, dann versteht man vielleicht, was der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland gemeint hat, wenn er sagte: „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf“ und: „Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“
Es ist schon schlimm genug, wenn solche Exekutionskommandos ihr Unwesen treiben. Noch schlimmer ist es, wenn es sich um staatliche Exekutionskommandos handelt. Man sollte immer an die Aussage von Leo Tolstoi denken: „Vom Tiermord zum Menschenmord ist es nur ein Schritt.“
Rückendeckung von höchsten Stellen
Vielleicht fragt sich der eine oder andere, wie es möglich ist, dass eine waffenstrotzende Minderheit in der Bevölkerung so ungestört ihrem Tötungstrieb nachgehen kann. Aus den Vorgängen um Bär Bruno wissen wir, dass diese geheimen Exekutionskommandos Rückendeckung von höchsten Stellen erhalten. Engste Mitarbeiter von Edmund Stoiber machen keinen Hehl daraus, dass sie zu denen gehören, die aus Lust am Töten Lebewesen umbringen. Und ihre Genossen sitzen überall in den Behörden, im Landratsamt Würzburg, in der Regierung von Unterfranken und bei der Polizei.
Tierschutzgedanke muss sich erst noch durchsetzen
Schließlich bleibt die Frage, ob der friedliebende Bürger gegen dieses Tötungstreiben nichts machen kann. Rechtlich kaum, denn es dürfte noch einige Zeit dauern, bis sich der Tierschutzgedanke gegenüber dem jahrhundertelangen Tötungs- und Abschlachtungsprivileg der Jäger auch in den Köpfen der Behörden und der Justiz durchsetzt.
Und wie sieht es mit einem Appell an das Gewissen oder an die Menschlichkeit, vielleicht sogar an den christlichen Glauben, auf den sich die meisten Jäger berufen, aus? Es ist sehr fraglich, ob man da noch etwas bewirken kann, denn diese Verhaltensweisen sind ja das Charakterbild der Akteure.
Einem normalen friedliebenden Menschen erschließt es sich nicht, welche Befriedigung manche Menschen darin finden, wehrlosen Geschöpfen aufzulauern und sie hinterrücks abzuknallen.
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Opfer des Exekutionskommandos
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