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Was sah der Hubschrauber? 25.01.2005


Hubschrauber-Terror gegen Tier und Mensch 



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Schafe und Rinder zu Wildschweinen erklärt

In Würzburg hat die Jagdbehörde des Landratsamts gegen die Eigentümer eines landwirtschaftlichen Betriebes einen Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt, um damit zu beweisen, wie viele Wildschweine sich auf deren Gebiet aufhalten. Der zuständige Beamte hatte zuvor dazu Zahlen in der Öffentlichkeit verbreitet, die auf bloßen Spekulationen beruhten. Nach zweistündigem Tiefflug über dem Bauernhof und den anliegenden Feldern, Wiesen und Wäldern verbreitete die Behörde in der Öffentlichkeit wiederum Zahlen, die zwar wesentlich niedriger waren als ihre früheren Spekulationen, die den Laien aber immer noch beeindruckten.

Was hatte die Jagdbehörde auf dem Film entdeckt, den der Hubschrauber mit der Wärmebildkamera aufgenommen hatte?
Die Wärmebildkamera zeichnet alle Wärmequellen als helle Punkte auf, egal ob Mensch, Tier, elektrische Geräte oder andere Wärmequellen. Diese Lichtpunkte haben zwei Jäger für die Jagdbehörde gesichtet und kurzerhand zu Wildschweinen erklärt. Peinlich ist nur, dass dies wieder eine reine Spekulation war, denn dort, wo der Hubschrauber flog, hielten sich neben einigen Wildschweinen auch Hasen, Rehe, Menschen und vor allem viele Rinder und Schafe auf. Diese wurden kurzerhand alle zu Wildschweinen, weshalb die Zahlenangaben nichts anderes als wertlose Spekulationen sind.
Passionierte Jäger wollen offenbar nicht begreifen, dass Tierfreunde aus aller Welt dort Tiere in Pflege gegeben haben, die sie entweder aus verwahrloster Tierhaltung oder durch Freikauf vom Schlächter vor dem Tod retten konnten. Diese Tiere können sich auf weitläufigen Weiden frei bewegen, die nicht nur aus Wiesen, sondern auch aus großen Waldflächen bestehen. Dort finden sie Schutz nicht nur vor Regen, Kälte und Wind, sondern vor allem vor der immer schädlicher werdenden Sonnenstrahlung, insbesondere den gefährlichen UV-Strahlen. Dass man um das Wohl von Tieren besorgt ist, geht offenbar nur schwer in die Köpfe von Menschen, die Tiere nur als Objekt ihrer persönlichen Lust oder Mittel zur Erzielung von persönlichem Profit betrachten.



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Liebe Tierfreunde, sehen Sie hier ein Wildschwein?


Aufnahme der Wärmebildkamera beim Hubschrauberflug 



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Was sehen Sie hier?
Schafe? - Wir auch!  
Was sehen Sie hier?
Rinder? - Wir auch!  
Was sehen Sie hier?
Rinder? - Wir auch!  
Was sehen Sie hier?
Ein Reh? - Wir auch!  


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Herr Rumpel, Jagdsachbearbeiter vom Landratsamt Würzburg, und Herr Popp, Experte von der Polizeiinspektion Würzburg Land, sehen dies anders. Für sie sind Lichtpunkte fast immer Wildschweine, die auf einem Film erscheinen, der von einem Hubschrauber aus mit einer Wärmebildkamera ca. 1 Stunde lang über dem Gebiet der Landwirte von Gut Greußenheim aufgenommen wurde. Dort haben im Rahmen der Gabriele-Stiftung »Heimat für Tiere« Pensionstiere wie Schafe, Kühe und Rinder in größerer Zahl artgerecht - nämlich auf großflächigen Waldweiden - eine Heimat gefunden. Tierschützer haben sie aus tierquälerischen Haltungen und vor dem Schlachter gerettet.



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Jägeropfer


Dieses Tierkind litt viele Tage Ein Jäger hatten seinen Unterkiefer weggeschossen - es verhungerte



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Dieses Tier wurde von skrupellosen Menschen bestialisch angeschossen und qualvollem tagelangen Hinsiechen durch Verhungern ausgesetzt.
Zum Glück wurde das Tier-Massaker auf Gut Greußenheim durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zunächst abgewendet.



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