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Jagdunfälle und Straftaten 2006
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14.2.2006: Cheney nach Jagdunfall in der Kritik
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Nachdem US-Vizepräsident Cheney am vergangenen Wochenende einen Jagdgefährten angeschossen hatte, reißt die Kritik an der Informationspolitik des Weißen Hauses nicht ab. Journalisten geht Cheney seitdem aus dem Weg.
Das Weiße Haus steht wegen des Jagdunfalls von US-Vizepräsident Dick Cheney unter Druck. Cheney wird insbesondere vorgeworfen, die Öffentlichkeit und US-Präsident George W. Bush erst spät und unvollkommen über den Zwischenfall informiert zu haben – und das, obwohl der Vorfall als so ernst eingeschätzt worden sei, dass Bush laufend darüber informiert wurde, wie die «Financial Times» berichtet. Scott McClellan, Pressesprecher des Weißen Hauses, wurde beim täglichen Pressebriefing mit entsprechenden Fragen bedrängt.
Am vergangenen Samstag hatte Cheney bei einem Jagdausflug in der Nähe der südtexanischen Stadt Corpus Christi einen Jagdkameraden angeschossen. Der 78-jährige Harry Whittington, ein Anwalt, wurde von Schrotkugeln in Gesicht, Hals und Brust getroffen, die Cheney aus einer Entfernung von rund 30 Metern abgefeuert hatte. Whittington wurde vorübergehend von der Intensivstation in ein privates Zimmer eines Krankenhauses in Corpus Christi verlegt. Am Dienstag verschlechterte sich sei Zustand aber wieder, so dass er zurück auf die Intensivstation musste.
Cheney hatte den Unfall nicht gemeldet – gemäß der texanischen Gesetze ist das bei nicht tödlichen Jagdunfällen auch nicht notwendig. Allerdings rief der Geheimdienst beim örtlichen Sheriff an. Das Weiße Haus wurde eine Stunde nach dem Unfall informiert, als Bush von seinem Stabschef Andrew H. Carr angerufen wurde. Doch es dauerte eine weitere halbe Stunde, bis Bush von seinem Vize-Stabschef Karl Rove erfuhr, dass Cheney den Schuss abgegeben hatte. Rove hatte mit der Eigentümerin der Armstrong Ranch und Cheneys Gastgeberin, Katharine Armstrong, gesprochen.
Örtliche Zeitung berichtet
Auch nach dem Unfall ging Cheney nicht gleich an die Öffentlichkeit. Am Sonntag nach dem Unfall habe sie mit Cheney darüber gesprochen, dass man den Vorfall an die Presse geben solle, sagte Katharine Armstrong. Cheney habe es ihr überlassen, auf welche Art und Weise dies geschehen solle. Sie habe dann die örtliche Zeitung informiert, die «Corpus Christi Caller-Times». Nationale Nachrichtendienste griffen die Nachricht auf, die von Cheneys Büro bestätigt wurde.
Cheney ist seit dem Vorfall, der von der örtlichen Polizei als Unfall eingestuft wird, nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten. Als US-Präsident Bush vor einem Treffen mit UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, dass anschließend Reporter den Raum betreten würden, habe sein Vize den Raum verlassen, so die «Times».
Strafe für den Vize-Präsidenten
Der Vizepräsident wird außerdem eine Verwarnung der Jagdbehörde bekommen. Zwar hatte einer seiner Mitarbeiter den Jagdschein für die Wachteljagd (für 140 Dollar) gekauft, aber einen notwendigen Stempel für sieben Dollar vergessen. Ein Scheck über sieben Dollar, so das Cheney-Büro, sei inzwischen unterwegs an die Jagdbehörde. (nz)
Quelle: NETZEITUNG, 14.2.2006
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12.2.06: US-Vize Cheney schießt Mann an
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Jagd-Unfall
Washington – Er war auf der Wachtel-Jagd. Doch statt des Federviehs hat US-Vizepräsident Dick Cheney eine Ladung Schrot auf einen befreundeten Jäger abgefeuert.
Cheney schoss Harry Whittington bei einem Jagdunfall auf der Armstrong Ranch in Texas an, wie seine Sprecherin Lea Anne McBride am Sonntag in Washington mitteilte.
Der 78-jährige Rechtsanwalt erlitt Verletzungen an Wange, Nacken und Brust. Er wurde in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Ein Sprecher der Klinik bezeichnete seinen Zustand am Sonntag als stabil. Es gehe dem Mann "gut".
Cheney habe auf einen Vogel geschossen und nicht gesehen, dass sich Whittington ihm gerade von der Seite näherte. Cheney habe immer wieder sein Bedauern über den Vorfall bekundet und den Verletzten mehrere Male im Krankenhaus besucht.
Kölner Express, 12.2.
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10.2.06: "Da erschrickt man zu Tode"
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"Mich ärgert dieses Geballer wahnsinnig" Unterhausenerin leidet unter Wildenten-Jagd an der Altammer
VStill liegt die Wasserfläche der Altammer in Unterhausen, Vögel zwitschern in den kahlen Ästen. Das Ufer ist mit Schnee bedeckt, zwei Schwäne ziehen ruhig ihre Runden. Eine Idylle - selbst im Winter. Das ist aber nicht immer so, wie Gerda Fischer, eine Anwohnerin erzählt: Alle drei bis vier Wochen wurden sie und ihre Nachbarn in diesem Winter durch laute Knallerei aufgeschreckt. Schüsse, die Jäger bei Treibjagden auf die Wildenten abfeuerten, die an der Altammer rasteten. "Mich ärgert dieses Geballer auf Wildenten wahnsinnig", sagt Fischer, deren Grundstück direkt an den Altammerarm grenzt.
Manchmal beginne die Jagd bereits um 7.30 Uhr, sagt Fischer. Jedes Mal mit dem gleichen Ablauf: Zuerst würden Schüsse direkt am Ufer abgegeben, um die Tiere aufzuschrecken. Wenn die Enten dann davon flögen, würden andere die Tiere abschießen. "Da erschrickt man zu Tode", ärgert sich Fischer. Jeder der zehn bis 15 Jäger, die teilweise aus anderen Landkreisen zu diesem Ereignis anreisen würden, würde mehrmals schießen.
Immer wieder würden die Wildenten nicht richtig getroffen und müssten dann jämmerlich leiden bis sie verenden. "Es ist schon oft passiert, dass eine angeschossene Ente hinter meinem Garten auf den Tod gewartet hat", so Fischer. Als Gründe für die Treibjagd hätten die Jäger angegeben, dass es zu viele Erpel gebe. "Aber ich frage mich, wie die Jäger diese von unten erkennen wollen", so Fischer. Sie vermutet andere Gründe für die Treibjagden: "Ich glaube, es geht ums Töten und verstehe nicht, warum die Jäger ihre Tötungslust an den armen Enten befriedigen müssen."
Unbegreiflich ist für Fischer auch, warum so nah an Wohngebieten und direkt auf einem öffentlichen Wanderweg geschossen werden darf. Denn dort, rund zehn Meter von ihrem Garten entfernt, werden die Schreckschüsse abgefeuert. "Das ist gefährlich und laut", so Fischer. (...)
Quelle: Münchner Merkur, 10.02.2006 (Auszug)
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7.2.2006: Jäger broht Bergwanderer
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Wütender Landwirt bedroht Tourengeher
(...) Es sollte eine anspruchslose Genießertour werden, die Anfängern Appetit macht aufs Tourengehen. Beckers Gruppe startete kurz vor 14 Uhr am Draxlhang in Wegscheid. Nach kurzem "Flachmarsch" entledigten sich die Otterfinger gerade ihrer obersten Kleidungsschicht, um beim "richtigen" Anstieg nicht gleich ins Schwitzen zu kommen, da überraschte sie der zornige Landwirt.
Kaum von seinem grünen Traktor abgestiegen, begann der Bauer laut Becker sofort lauthals zu brüllen. Er sei ein hiesiger Landwirt, wetterte der Traktorfahrer, und die Gruppe würde mit ihren Skiern seine Stacheldraht-Zäune kaputt machen. "Diese Aufstiegsspur gibt es aber seit vielen Jahren", sagt Becker, "sie wird von einheimischen und auswärtigen Tourengehern benutzt."
Als sich die Gruppe weigerte, die Spur zu verlassen, verstieg sich der Landwirt zu besagter Drohung: "Auch allein nehme ich es mit Euch Sieben auf. Ich bin Jäger und habe ein Gewehr. Ich werde Euch alle erschießen." Sprach`s und knatterte davon. Zurück blieb eine konsternierte Gruppe, die mit mulmigem Gefühl dem Brauneck-Gipfel zustrebte. (...)
Quelle: Münchner Merkur, 07.02.2006 (Auszug)
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5.2.06: Jäger attaktiert Rentnerin
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Handgemenge im Wald: Jäger attackierte Rentnerin und bedrohte sie mit der Pistole
* Frau soll mit ihrem Hund die Rehe erschreckt haben * Familienstreitigkeiten als möglicher Hintergrund
Ein 70-jähriger Jäger aus dem Bezirk Freistadt soll eine 60-jährige Pensionistin attackiert und mit einer Pistole bedroht haben. Der Mann warf der Frau vor, ihr Hund erschrecke die Rehe. Bei einem Handgemenge wurden beide verletzt.
Die 60-Jährige führte ihren Hund Gassi, als es zu dem Zwischenfall kam. Der 70-Jährige fuhr mit seinem Auto vorbei und beschuldigte die Frau, dass sie mit ihrem Hund bei der Wildfütterung gewesen sei und die Rehe erschreckt habe, berichtet die "Kronenzeitung".
Die Pensionistin gab an, der Jäger habe sie danach gewürgt und mit einer Pistole bedroht und gesagt, er bringe sie und ihren Hund um. Bei einem darauf folgenden Handgemenge soll dem 70-Jährigen die Waffe aus der Hand gefallen sein, außerdem erlitten beide Kratzverletzungen und leichte Prellungen. Die Frau zeigte den Jäger an und übergab den Polizisten die Waffe. Laut Polizei muss aber nicht nur der Waidmann sondern auch die 60-Jährige mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen.
Die beiden Beteiligten seien sehr nahe verwandt, sagte abschließend ein Polizist im APA-Gespräch, man vermute hinter der Tat Streitigkeiten innerhalb der Familie. (apa/red)
Quelle: www.networld.at, 05.02.06
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26.1.2006: Erschoss Franziska ihre Schwester?
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Neue Erkenntnisse im Fall der getöteten Sechsjährigen
RHEINSBERG. Die kleine Nancy aus Linow bei Rheinsberg hat sich nicht selbst mit der Jagdwaffe ihres Vaters erschossen. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Neuruppin gestern mit. Die Staatsanwaltschaft hegt stattdessen einen anderen Verdacht. Sie geht davon aus, dass Nancy versehentlich von ihrer 14-jährigen Schwester Franziska erschossen wurde. "Es gibt einen Anfangsverdacht gegen das Mädchen", sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer. Seine Behörde ermittelt jetzt gegen die Jugendliche wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Gestern Vormittag habe es eine Vernehmung von Franziska gegeben. "Doch das Mädchen hat von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht und zu den Vorkommnissen zum Zeitpunkt des Unglücks geschwiegen", sagte der Oberstaatsanwalt.
Schuss traf Arterie
Am 10. Januar war Nancy schwer verletzt im Wohnzimmer des elterlichen Einfamilienhauses in Linow (Ostprignitz-Ruppin) aufgefunden worden. Ein alarmierter Notarzt konnte wenig später nur noch den Tod des Kindes feststellen. Ein Schuss hatte die linke Schulter des Mädchens getroffen und dabei eine Arterie zerfetzt. Nancy, so ergab die spätere Obduktion, verblutete.
Nancys 39-jähriger Vater Dirk S. ist ein leidenschaftlicher Jäger. Die Ermittler stellten fast, dass er damals sein Jagdgewehr nicht eingeschlossen hatte, als er zusammen mit seiner Frau und seiner Mutter das Haus verließ. Zunächst gingen die Fahnder davon aus, dass Nancy allein im Wohnzimmer war, das sich im ersten Geschoss befindet. Dort soll das Mädchen mit dem Gewehr gespielt haben. Dabei löste sich der Schuss, hieß es anfangs.
(...) Nancys Vater hat inzwischen zugegeben, sein Jagdgewehr unverschlossen im Wohnzimmer des Hauses stehen gelassen zu haben. Darum ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen ihn: wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassung.
Quelle: Berliner Zeitung, 26. Januar 2006 (Auszug)
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24.1.2006: Tödlicher Schießunfall in Südafrika
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Nicht der erste Schießunfall Mindestens zwei Mal zuvor hatte der Miteigentümer fast einen Menschen erschossen
Vor dem tragischen Jagdunfall in der vergangenen Woche auf der Hetako Game Lodge, hatte sich schon mindestens zwei Mal bei dem Miteigentümer der Farm, Dr. Kuno von Plocki ein Schuss aus seiner Waffe gelöst und fast einen Angestellten getroffen.
Windhoek - Nachlässigkeit bei der Hantierung mit der Jagdwaffe und wahrscheinlich ein Defekt der großkalibrigen Zwillingslaufbüchse hätten schon in den vergangenen zwei Jahren zu gefährlichen Situationen geführt. Dies wurde der AZ aus verschiedenen zuverlässigen Quellen mitgeteilt. Es sei nicht das erste Mal, dass der deutsche Prof. Dr. Kuno von Plocki, Miteigentümer der Hetako Game Lodge, seine doppelläufige Kippwaffe nachgeladen, ein Schuss sich gelöst und er fast einen Menschen getroffen habe. Diese Erfahrung habe auch der vorige Farmmanager André Goldbeck gemacht. In der vergangenen Woche wurde der junge Namibier Jörg Seefeldt von einem Schuss aus von Plockis Waffe schwer verletzt und erlag seiner Verletzung am nächsten Tag (AZ berichtete). ,,Im Januar 2004, kurz nachdem ich als Farmmanager und Jagdführer angestellt worden war, wollte Herr von Plocki mit mir auf die Jagd gehen, um zu sehen, wie ich eine Jagd führe", sagte Goldbeck. Der Farmarbeiter Gerhard Hoxobeb hätte am Steuer des Jagdwagens gesessen und er (Goldbeck) und von Plocki hinten auf einer Sitzbank auf der Ladefläche. Nicht weit vom Farmhaus wurde eine Herde Oryxantilopen entdeckt und Goldbeck und von Plocki pirschten sich an. ,,Ich habe den Schießstock aufgestellt und von Plocki schoss, verwundete jedoch nur die Antilope. Wir folgten der Spur. Ich bat von Plocki rechts von mir zu laufen", sagte Goldbeck. Nach einer Weile habe der Schütze, der rechts schräg hinter Goldbeck stand, dem, Jagdführer mitgeteilt, dass er seine Waffe nachladen wolle. ,,Ich wies von Plocki darauf hin, den Lauf seiner Waffe nicht in meine Richtung zu weisen, woraufhin er sich wegdrehte, nachlud und sich umdrehte. Im nächsten Moment knallte es und der Schuss schlug knapp einen Meter neben mir in den Boden", sagte Goldbeck. Er habe die Jagd sofort abgebrochen, sagte der Namibier, der inzwischen auf einer anderen Farm tätig ist. Ein weiterer Schießunfall sei passiert, als Dr. Kuno von Plocki zusammen mit dem in der vergangenen Woche verstorbenen Jörg Seefeld auf Jagd gegangen sei. Auch bei diesem Vorfall sei der Farmarbeiter Gerhard Hoxobeb am Steuer des Jagdwagens gewesen, als sich ein Schuss aus der Waffe, die von Plocki handhabte, löste. Die Kugel schlug anscheinend über dem Fahrer in eine eiserne Ablage über dem Kabinendach ein. Allem Anschein nach hätte das Geschoss den Farmarbeiter in den Kopf getroffen, wenn sie nicht durch das Metall aufgehalten worden wäre, teilten Quellen der AZ mit. Gerhard Hoxobeb arbeitet nicht mehr auf der Hetako Game Lodge und befindet sich in Gobabis. Er konnte dort gestern nicht erreicht werden. Die besagte Waffe, Kaliber .222 und 7.65, sei Personen zufolge, die sich mit Jagdwaffen auskennen, defekt und von Plocki von mehreren Personen darauf hingewiesen worden. Jagdgästen sei das Gewehr als Jagdwaffe zur Verfügung gestellt worden und einige Jäger sollen sich über die doppelläufige Kippwaffe beschwert haben, konnte die AZ erfahren.
Quelle: Allgemeine Zeitung Windhoek, Namibia 24. Januar 2006 (Auszug)
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18.1.06: Drei Tote bei Amoklauf in Madrid
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- Todesschütze war Hobbyjäger
Ein Amokläufer hat in Madrid zwei Menschen getötet und einen dritten schwer verletzt, ehe er sich selbst richtete. Der ehemalige Wachmann sei mit einem Gewehr in das Gebäude der Hauptpost im Zentrum der spanischen Hauptstadt gestürmt und habe wahllos auf seine ehemaligen Kollegen gefeuert, teilte die Polizei mit. Der 35-Jährige habe zwei von ihnen erschossen, eine Kollegin lebensgefährlich verletzt und habe sich dann das Leben genommen. Das Blutbad ereignete sich in einem nicht für das Publikum zugänglichen Bereich des Gebäudes. Das Motiv könnte nach ersten Ermittlungen Rache sein: Der Täter, ein begeisterter Hobby-Jäger, hatte sich Presseberichten zufolge bei der Leitung der Wachfirma darüber beschwert, von seinen Kollegen schikaniert zu werden. (...) Bei der Tatwaffe handelt es sich um das Jagdgewehr des 35-Jährigen. Die Hauptpost ist eine der touristischen Attraktionen Madrids.
Quelle: Teneriffas Neue Presse, 18.01.2006 (Auszug)
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14.1.2006: Hund erschossen - 20m neben Besitzer
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Hallo Herr Eicher,
für die Liste der grausigen Jagdunfälle in Ihrer Homepage haben wir einen Neueintrag:
Am 14.01.2006 wurde gegen 20.15 auf einem stark frequentierten Spazierweg auf freiem Feld ein Hund (20 Meter entfernt seines Besitzers sowie einer weiteren Spaziergängerin mit Hund) versehentlich als Fuchs erkannt und erschossen. Der Jäger hatte die Spaziergänger 10 Minuten zuvor noch mit dem Auto überholt, sie aber angeblich nicht gesehen. Die Hunde waren in Sichtnähe und jederzeit abrufbereit, haben miteinander gespielt und geschnuppert, also weder gejagt noch gehetzt. Es war Vollmond, geschlossene reflektierende Schneedecke, sehr gute Sicht. Der Jäger hat - außer diesem vermeintlichen "Fuchs" sonst nichts gesehen. Das macht uns als Anlieger große Angst, in diesem Teil spielen Kinder und Jogger o.ä. nutzen diesen Feldweg ebenfalls häufig. Wenn ein Jäger diese Menschen angeblich nicht sieht, was sieht er dann??? Der Besitzer des Hundes hat diesen Vorfall auf dem Polizeirevier in Nürtingen zur Anzeige gebracht, bisher keine Resonanz, auf einer öffentlichen Gemeinderatssitzung haben wir unsere Sorge vorgetragen mit der Antwort .."wenn man einen Hund hat, muss man halt auf ihn aufpassen.." ..."schließlich sei noch nie etwas derartiges bei uns vorgekommen..." .."wir können sicher sein, dass es nicht einfach ist, einen Jagdschein zu bekommen und nur ausgebildete und vertrauensvolle Personen erhielten ihn...". Jeder durchstochene Autoreifen läßt das Volk mehr aufschreien als dieser Mord an einem unauffälligen Tier in unmittelbarer Nähe von Menschen und nahe eines dichtbesiedelten Wohngebietes. Wir fühlen uns hilflos und stimmlos. Wie schussgierig sind Jäger? Haben sie eine lebenslange Lizenz zum Töten erworben mit ihrem Jagdschein und dürfen mit tödlichen Waffen umgehen wie andere mit ihren Spielzeugautos? Dies erscheint uns altertümlich und nicht mehr zeitgemäß. Werden jetzt zivilrechtliche Schritte einleiten und die Bevölkerung aufklären. Haben Sie evtl. noch einen Vorschlag, was wir außerdem tun könnten? Vorab unseren herzlichen Dank!
Mit freundlichen Grüßen Fam. W.
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13.01.06: Ins Bein geschossen
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Jäger schoss auf Wildschweinjagd einem Freund ins Bein
Origlio. Ein 64-jähriger Tessiner Jäger hat auf der Wildschweinjagd bei Origlio im Tessin einem 45-jährigen italienischen Freund versehentlich ins Bein geschossen und ihn ernsthaft verletzt. Wie die Tessiner Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte, waren die beiden Männer am (gestrigen) Mittwoch zusammen mit dem Sohn des Schützen auf der Pirsch. Die beiden älteren Männer lagen an verschieden Plätzen auf der Lauer, während der Sohn sich entfernte. Als der 64-Jährige meinte, ein Tier zu sehen, schoss er und traf seinen Freund auf 80 Meter Entfernung ins Bein. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle: www.baz.ch 13.01.2006
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13.01.06: Stoppt den Waffen-Wahn!
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Ein gewaltiges Arsenal lagert in unseren Wohnzimmern. Und nur selten gibt es Kontrollen. Politiker sind alarmiert
Der unverzeihliche Fehler von Vater Dirk S. (39), Nancys (6) schrecklicher Tod durch den Schuss aus Papas Jagdgewehr. Überall in Berlin und Brandenburg diskutieren die Menschen, wie dieser furchtbare Unfall geschehen konnte. Wie in Zukunft eine solche Tragödie verhindert werden kann. Nur die Jäger halten die Gesetze für ausreichend. Alle anderen, auch Politiker, geben sich nachdenklich. Sie denken an die Tränen von Mutter Claudia (41), die ihr Kind verlor, weil es neugierig war. Sie fragen sich, wie man verhindern kann, dass so etwas wieder passiert.
Stoppt den Waffen-Wahn!
(...) Claudia Hämmerling (Bündnis90/Grüne): "Ich weiß nicht, warum Waffen in Privathäusern aufbewahrt werden dürfen. Es geschieht oft genug, dass ein durchgedrehter Jäger auf ihm missliebige Menschen schießt."
Stoppt den Waffen-Wahn!
Fritz Felgentreu von der SPD: "Die absolut sichere Welt gibt es nicht. Deshalb gehören Waffen grundsätzlich nicht in Hände von Privatleuten." Frank Henkel (CDU) dagegen: "Das Regelwerk reicht aus. Alle Waffen an einem Ort zu deponieren, wäre wegen der Diebstahlsgefahr viel gefährlicher." Innensenator Ehrhardt Körting (SPD) sieht das ähnlich: "Gesetzgeberisch ist getan, was getan werden kann." (...)
Quelle: Berliner Kurier, 13.01.2006 (Auszug)
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12.01.06: 6-jährige erschießt sich mit Jagdgewehr
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Sechsjähriges Mädchen erschießt sich im Elternhaus
Tragischer Unfall nahe Rheinsberg - Kind hat offenbar mit einem Jagdgewehr hantiert - Ermittlungen gegen Vater wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung
Rheinsberg - Ein Unfall mit tödlichem Ausgang erschütterte gestern die Bewohner des kleinen Ortes Linow in der Nähe von Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin). Nach ersten Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft hantierte die sechsjährige Nancy S. in der Wohnung ihrer Eltern offenbar mit dem Jagdgewehr des Vaters. Dabei löste sich ein tödlicher Schuß. "Wir gehen derzeit von einem tragischen Unglücksfall aus", sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer von der Staatsanwaltschaft Neuruppin.
(Quelle: DIE WELT, 12. Januar 2006 (Auszug)
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04.01.06: Jäger erschoss zahme Wildschweine
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Göttlesbrunner Waidmänner schossen in ihrem Revier eine Bache und sechs Frischlinge - die aber ein Höfleiner Jäger aufgezogen hatte.
"Unter Jagdkollegen macht man das nicht"
HÖFLEIN/GÖTTLESBRUNN / Rein rechtlich ist gar nichts passiert: Wie es in Göttlesbrunn Tradition ist, machten sich Waidmänner am Stephanitag auf zur Jagd in ihrem Revier und schossen dabei eine Bache und sechs Frischlinge.
Jetzt ist es aber so, dass der Höfleiner Jäger Johann Steurer vor zwei Jahren insgesamt drei Keiler und drei Bachen im Höfleiner Wald gefunden hatte. Allesamt erst ein paar Tage alt. Mit Fläschchen hat er sie aufgezogen und sie letztendlich in einem Gatter auf seinem Grund im Wald untergebracht. Im Laufe der Zeit wuchsen die Tiere heran, bekamen Nachwuchs und wurden zum beliebten Ausflugsziel für Familien. (...) Was die Sache zusätzlich schmerzlich macht. Viele Göttlesbrunner Jagdkollegen wissen angeblich um Steurers Zucht - der Verdacht der Willkür und Boshaftigkeit liege daher nahe. (...)
Quelle: Niederösterreichische Nachrichten, 04.01.2006 (Auszug)
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3.01.06: Behörden nehmen Waffenbesitzer ins Visier
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Flächendeckende Kontrollen gehen im neuen Jahr in Niedersachsen weiter - Vor allem Jäger werden überprüft
Kreise und Regionen in Niedersachsen haben im Jahr 2005 mehrere tausend Waffenbesitzer überprüft. Damit wollten die Behörden Mißbrauch vorbeugen und geltende Waffengesetze umsetzen. Auch im neuen Jahr sollen die Kontrollen weitergehen. Die meisten Pistolen und Gewehre befinden sich im Besitz von Jägern und Sportschützen und werden ordnungsgemäß aufbewahrt. Nur vereinzelt mußten Genehmigungen widerrufen werden, wie eine dpa-Umfrage ergab. Seit August 2003 müssen Waffen getrennt von der Munition in sicheren Schränken gelagert werden. (...) Im neuen Jahr wolle er auch die rund 2000 Jäger, Sportschützen und Sammler sowie die Besitzer von Signalpistolen anschreiben.
Im Landkreis Aurich gibt es nach Angaben der Behörde rund 2900 Waffenbesitzer, davon gut 1500 Jäger. "Bei denen war und ist der Besitz rechtmäßig", sagte Sprecher Manfred Salka. Auch im Landkreis Oldenburg ist ein Großteil der rund 4300 Waffenbesitzer als Jäger registriert. Die etwa 6000 eingetragenen Waffen im Stadtgebiet Göttingen gehören vor allem Jägern und Mitgliedern der zahlreichen Schützenvereine. Diese wüßten in der Regel mit den neuen gesetzlichen Anforderungen umzugehen, sagte der Sprecher. Im Landkreis Lüneburg ist bisher etwa ein Viertel der rund 4000 Waffenbesitzer überprüft worden.
Im Kreis Osnabrück, in dem insgesamt 6500 Waffenbesitzkarten registriert sind, mußten zwölf Genehmigungen widerrufen werden, weil die Besitzer straffällig geworden seien. (...)
Quelle: DIE WELT, 2. Januar 2006 (Auszug)
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01.01.06: 7-jährige erlitt Schussverletzung
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Ein 7-jähriges Mädchen befand sich anlässlich der Silvesterfeier mit ihren Eltern, sowie ca. 300 weiteren Personen auf dem Hauptmarkt in Gelsenkirchen. Plötzlich taumelte das Kind und brach zusammen. Der herbeigerufene Notarzt vermutete zunächst eine Verletzung durch eine Silvesterrakete. Erst im Krankenhaus stellte sich heraus, das das Kind eine Durchschussverletzung im Bauchbereich erlitt. Nach einer Notoperation verblieb das Mädchen auf der Intensivstation. Es besteht weiterhin Lebensgefahr.
Fortschreibung. 7-Jährige durch Schuss verletzt. - Tatverdächtiger stellte sich.
Gelsenkirchen (ots) - Soeben hat sich ein 63-Jähriger bei der Polizei gestellt. Er ist nach seinen ersten Angaben der Schütze, der das 7-jährige Mädchen verletzt hatte. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Revolver Kal. 22, hat er der Polizei übergeben. Zur Zeit laufen Vernehmungen.
Quelle: OTS, 01.01.2006
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2005: 37 Tote bei Jagd in Italien
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Opfer 2005 JAGD in ITALIEN: 37 Tote 83 Verletzte
CACCIA: 37 MORTI E 83 FERITI NELLA STAGIONE 2005/06 = SI CHIUDE OGGI LA STAGIONE DI CACCIA
Roma, 30 gen. - (Adnkronos) - E' di 37 morti e 83 feriti il bilancio della stagione di caccia 2005-2006 iniziata lo scorso settembre e conclusasi oggi. E a finire nel mirino delle delle doppiette per errore anche molti non cacciatori, uno e' rimasto ucciso e 14 feriti.
Il bilancio e' tragico anche per quanto riguarda gli animali, le specie piu' colpite sono sopratutto quelle dello sparviere, della poiana e del gheppio. La specie piu' sfortunata e' stata la Poiana (41 esemplari abbattuti), poi il Gheppio (33) e lo Sparviere (24). 113 in totale sono stati i rapaci colpiti tra rapaci diurni e notturni tra cui specie rare come Biancone, Falco pellegrino, Aquila minore. La Lega Italiana Protezione Uccelli ha 'accolto' quest'anno circa 200 appartenenti a specie protette. Particolarmente difficile e' stata la situazione nella zona di Brescia dove dove la LIPU ha sequestrato nei due mesi autunnali oltre 5.000 trappole per la cattura di pettirossi, scriccioli e altri piccoli uccelli. In base ai dati della Lega Abolizione Caccia,i cacciatori italiani sono passati 1700 dei primi anni ottanta agli 800mila attuali.
(Con/Pe/Adnkronos) 30-GEN-06 15:51
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