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Treibjagd - ein blutiges Hobby

Feldhasen stehen in Deutschland auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Trotzdem werden Jahr für Jahr etwa 400.000 Feldhasen von deutschen Hobbyjägern getötet. Was für den unbefangenen Betrachter geradezu unglaublich scheint, ist in unserem Land blutige Realität: Es gibt Menschen - gerade mal 0,4% der Bevölkerung, denn nur so viele Jäger gibt es -, die Lust und Freude daran haben, auf harmlose Hasen zu schießen. Es gibt Menschen, die Lust und Freude empfinden, wenn sie die Tiere aufscheuchen und sie auf die Gewehrläufe zu treiben, Menschen, denen es gefällt, Tiere in Todesangst zu bringen, die sich erfreuen, wenn sich die getroffenen Hasen im Lauf überschlagen und schreien. Viele Hasen sind nicht sofort tot: sie versuchen schwer verletzt zu fliehen, oftmals mit dem heißen Atem des Bluthundes im Nacken. Und wenn der Jäger das Tier erwischt, schlägt er ihm mit einem Knüppel auf den Kopf, bis die Augen brechen. „Treibjagd“ heißt das zweifelhafte Freizeitvergnügen, zu dem sich einige Dutzend Grünröcke versammeln: Sie umstellen ein gestimmtest Gebiet kreisförmig, ziehen den Kreis immer enger, so dass für die aufgescheuchten Tiere kein Entkommen gibt. Ist das Massaker an unschuldigen Hasen beendet, werden die toten Körper von den Jägern auf grünen Zweigen in Reih und Glied ausgelegt – man weidet sich am Anblick der „Beute“. Und je mehr Hasen ein Grünrock geschossen hat, desto größer die Ehre.
Und die Kirche gibt ihren Segen dazu: Bei so genannten „Hubertusmessen“ segnen Priester Jagd, Jäger und Jagdwaffen und schwenken das Kreuz über den toten Körpern auf dem Tannengrün.



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Hubertusmesse


Hubertusmesse: Tiermassaker mit kirchl. Segen 



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Mädchen wird Zeuge einer Treibjagd

Kurz vor Weihnachten beobachtete ein elfjähriges Mädchen eine Treibjagd zwischen Höchberg und Kist und war entsetzt: „Man kann doch die Tiere nicht so lange durch den Wald hetzen bis sie tot umfallen“. Ihrer Ansicht noch müsste so etwas verboten werden (Main Post, 22.12.04). Und nicht nur die elfjährige Clara ist dieser Ansicht: Tierschutzverbände fordern seit Jahren das Verbot von Treibjagden. Schließlich haben wir in Deutschland ein Tierschutzgesetz, nach dem es verboten ist, Tieren ohne vernünftigen Grund Leiden und Schmerzen zuzufügen - und seit zwei Jahren steht der Tierschutz ausdrücklich als Staatsziel in unserer Verfassung! Ist „Lust am Töten“ und „Freude am Beutemachen“ ein vernünftiger Grund, um Jahr für Jahr 400.000 Hasen abzuknallen? Entspricht dies dem Staatsziel Tierschutz?

Doch Jäger Oswald Rumpel vom Fachbereich Sicherheit und Jagdrecht im Landratsamt Würzburg, bekommt in der jägerfreundlichen Main Post genügend Raum, das blutige Treiben seiner Kollegen zu rechtfertigen:
„`Sicher wirkt eine Treibjagd auf Außenstehende brutal´, kann sich Oswald Rumpel vorstellen. `Das Gegenteil ist aber der Fall´, meint der Experte.“ Treibjagd sei gar die schonendste Art, Hasen zu bejagen.
Schließlich rückt Oswald Rumpel dann doch mit der Wahrheit heraus: „Und es soll auch nicht verschwiegen werden, dass `man für die Pacht eines Revieres viel Geld bezahlt und einen Wildbraten genießen möchte´, so Rumpel.“ (Main Post, 22.12.04)



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»Unfälle« in Treibjagd-Saison

Auffallend sind die Meldungen von so genannten Unfällen in der Treibjagd-Saison: Da wird auch schon mal ein Pferd oder eine Kuh auf der Weide erschossen, weil der Jäger nicht richtig gucken oder nicht richtig schießen konnte. Und Monat für Monat gibt es in der Treibjagdsaison auch Tote und Verletzte unter den Menschen: Angeschossene oder erschossene Treiber, angeschossene oder erschossene Jäger – von der Gefährdung der Bevölkerung ganz zu schweigen. Da schlagen dann schon mal Kugeln durch Fenster oder Dächer von Wohnhäusern oder auf dem Campingplatz ein. So wurde beispielsweise am 28.11.04 von einem 59-jähriger Jäger berichtet, der bei einer Treibjagd in der Nähe von Cham statt einem Hasen einem 42-jährigen Kollegen mit mehreren Schrotkugeln in die Brust schoss (Donau online). Am 11. Dezember wurde bei Yahoo-News von einer Treibjagd bei Potsdam berichtet, bei der ein 73-jähriger Jäger ins Bein geschossen wurde - die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Und am 21.1204 liest man in der Schaumburg-Lippische Landeszeitung von einer Drückjagd, bei dem einem Schützen ins Bein geschossen wurde. Dies ist längst nicht alles: Allein in diesem Jahr wurden über 40 Menschen in Deutschland von Jägern und Jägerwaffen getötet!
Ob Oswald Rumpel auch dies den Kindern erzählt, wenn er in die Kindergärten geht, um den Kleinen „alles rund um die Jagd zu erklären“?



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Tiermassaker bei einer Treibjagd


»Strecke legen« 



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»Nebenform menschlicher Geisteskrankheit«

Was die Jagd wirklich ist, formulierte der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Theodor Heuss, vor fast 50 Jahren treffend: „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“ Und vor einer Diplomatenjagd auf Hasen äußerte der große Staatsmann: „Ich hoffe für die Hasen!“



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Hasenmassaker- mit dem Segen der Kirche


Hasenmassaker - mit dem Segen der Kirche 



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Tiermassaker - die Kirche gibt ihren Segen

Vor 1000 Jahren wurden im Zeichen des Kreuzes in den Kreuzzügen „Irrgläubige“ zu Hunderttausenden hingemetzelt, bis die Kreuzfahrer bis zu den Knien in Blut wateten. Während der Inqusition wurden unter dem Kreuz Millionen Menschen gefoltert und verbrannt. Heute liegen die toten Tiere vor dem Kreuz, Kirche und Katechismus geben ihren Segen dazu. Schließlich haben Tiere nach Kirchenlehre keine Seele.
So wie Jesus, der Sohn Gottes, vor 2000 Jahren ans Kreuz geschlagen wurde, so wird heute Gottes Schöpfung gekreuzigt: Milliarden und Abermilliarden Tiere werden unter grausamen Bedingungen in Massenställen eingepfercht und – teilweise sogar bei lebendigem Leibe – geschlachtet oder sogar lebendig in kochendes Wasser geworfen – mit dem ausdrücklichen Segen der Kirche. Millionen und Abermillionen Tiere leiden und sterben das ganze Jahr über in Tierversuchslabors – mit dem ausdrücklichen Segen der Kirche. Alle 6 Sekunden stirbt in Deutschland ein Tier durch Jägerhand – mit dem ausdrücklichen Segen der Kirche. 


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So steht es im Katechismus

2417 Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind sittlich zulässig, wenn sie in vernünftigen Grenzen bleiben und dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten.

2418 ... Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.

2293 In der wissenschaftlichen Grundlagenforschung und in der angewandten Forschung kommt die Herrschaft des Menschen über die Schöpfung deutlich zum Ausdruck. 


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Mit Jesus von Nazareth hat das nichts zu tun

Auf Jesus von Nazareth kann sich die Kirche dabei nicht berufen. Denn Jesus liebte die Tiere und trieb die Tierhändler mit der Peitsche aus dem Tempel. Dass Jesus Christus nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Tiere auf die Erde kam, wurde durch seine Geburt im Stall zu Bethlehem deutlich – er kam mitten unter den Tieren zur Welt. Außerbiblische Schriften beweisen, dass Jesus und seine Jünger Vegetarier waren. 


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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel




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