DIE VERHEIMLICHTE
TIERLIEBE JESU


DAS MITTELALTER


Das Mittelalter

Im Mittelalter ging die Verfolgung vegetarisch / vegan lebender Christen weiter.

Durch die ganzen Jahrhunderte verfolgte die Kirche Urchristen, die sich vegetarisch ernährten und keinen Gefallen am Brimborium einer heidnischen Staatskirche hatten. Sie wurden meist als Ketzer, Häretiker und Sektierer schlecht gemacht, verleumdet, verfolgt und ermordet.

Die philosophische Grundlage zur Verfolgung im Mittelalter legte der Kirchenlehrer Thomas von Aquin. Nach seiner Lehre haben Tiere keine Seele - Frauen übrigens auch nicht. Freie Christen, „die sich zur Zeit der Inquisition weigerten, Tiere zu töten, wurden gezwungen, entweder öffentlich ein Tier zu schlachten, oder wurden als Ketzer aufgehängt. 1051 wurden mehrere sogenannte Ketzer zum Tode verurteilt, weil sie es ablehnten, Hühner zu töten und zu essen.“*


Im Mittelalter gab es viele Gruppen, die zu einer urchristlichen Lebensweise zurückkehren wollten.“ Zum Beispiel die Bogumilen oder die Katharer/Albigenser. Sie lebten vegetarisch bzw. vegan. Sie gelobten „kein Tier zu töten, kein Fleisch zu essen und nur von Früchten zu leben“ (Walter Nigg). Sie wurden alle von der Kirche auf grausame Weise ausgerottet.

Viele Menschen tragen auch heute noch diese kirchlichen Vorurteile tief im Unterbewusstsein in sich, obwohl sie meinen, fortschrittlich zu denken. Es reicht, das Wort „Sekte“ zu hören, dass uralte Vorurteile in ihnen geweckt werden, obwohl kein Grund dafür vorliegt.

* Carsten Strehlow, Vegetarismus/Veganismus
als Bestandteil des Christentums, S. 55


Verlag Das Brennglas GmbH
August 2002