Verlag Das Brennglas

Die etwas anderen Tiergeschichten

"Wir fühlen wie du"

»Wir fühlen wie du«
Die etwas anderen Tiergeschichten
Fotoband mit großformatigen Farbbildern, 68 Seiten
Verlag Das Brennglas, 2016
Preis: 16,95 Euro (zzgl. Versand)
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»Die etwas anderen Tiergeschichten« sind keine Geschichten zum Einschlafen. Es sind vielmehr »Aufwachgeschichten«.

Warum verdrängen so viele Menschen die Tatsache, dass Tiere ähnlich fühlen wie wir Menschen? Viele haben Haustiere und würden sie niemals töten und aufessen. Eigentlich weiß es jeder, dass ein Schwein so intelligent ist wie ein Hund. Auch, dass die Tiere Glück, Trauer, Freude, Übermut, Treue, Mutterliebe und vieles mehr empfinden können, dass jedes Tier einen anderen Charakter, ein anderes Temperament, andere Vorlieben hat. Alle wissen es, aber man darf es sich nicht eingestehen, sonst kommt das große Dilemma: Dann wäre es ja falsch, die Tiere als »Nutztiere« oder »Schlachttiere« zu bezeichnen, sie einzusperren in Dunkelheit, in Einzelhaft, sie in ihrem Kot schlafen zu lassen und am Ende zu töten. Und es wäre falsch, wildlebende Tiere wie Füchse, Bären, Enten oder Schwäne totzuschießen oder Tiere wegen ihrer Trophäen zu jagen oder die Lebensräume der Tiere zu zerstören... Also wird weiterhin verdrängt, dass unsere Mitgeschöpfe auf dieser Erde, unsere Übernächsten, ähnlich empfinden, ja vielleicht oft sogar intensiver empfinden als wir dumpfen Menschen - und dass wir die Aufgabe hätten, sie zu hüten und für sie zu sorgen.

So hilft nur der Prostest mit Messer und Gabel, indem immer mehr Menschen ihre Essgewohnheiten ändern und dem ganzen Irrsinn so den Boden entziehen. Und vielleicht hilft dabei dieses Buch ja ein wenig...

»Dies ist kein Buch für bequeme Eltern und keins zum Einschlafen für die Kleinen, eher eins zum Wachwerden für die ganze Familie. Denn Ihre Sprösslinge werden noch öfter fragen als bisher: Warum ist das so? Warum dürfen Tiere so gequält werden? Und wenn es nun mal so ist, muss es so bleiben? Geht das nicht auch anders? Tiere sind meine Freunde, und ich will doch, dass es meinen Freunden gut geht!
Kleiner Nebeneffekt: Mama und Papa müssen mal wieder nachdenken und lernen vielleicht selbst etwas dazu!«
Barbara Rütting, Schauspielerin und Autorin

»Was die Menschheit den Tieren antut, ist ein Unrecht, das kaum fassbar und mit Worten nicht zu beschreiben ist. Diese Geschichten machen das auf ungewöhnliche Art bewusst.
Unschuldige Tierkinder stellen ihren Eltern die richtigen und entlarvenden Fragen und die Antworten der Tiereltern kommen der Wahrheit gefährlich nahe. Tiere fühlen, zeigen Mitgefühl, sogar Altruismus - bei der Menschheit kann man sich da nicht mehr so sicher sein.«
Dr. Edmund Haferbeck, Rechts- und Wissenschaftsberater bei der Tierrechtsorganisation PETA

Warum ist in unserer Wohnung kein einziger Baum?

Foto: K.-U. Häßler - Fotolia.com

KIND: Mama, ich muss dir was sagen, aber du darfst es niemandem weitersagen.

MAMA: Gut, ich behalte es für mich.

KIND: Ich frage mich manchmal, warum hat der liebe Gott hier, wo wir wohnen, keinen Baum wachsen lassen, damit wir hochklettern können.

MAMA: Liebes Kind, der liebe Gott hat Millionen Bäume für uns wachsen lassen, aber die Menschen haben sie gefällt und dafür Ölpalmen gepflanzt.
Als wir aus unseren Verstecken kamen und nach Hause wollten, haben sie uns getötet oder eingefangen und in diesen Zoo gebracht, wo du auf die Welt gekommen bist.
Jetzt sind wir hier, ohne Bäume.

KIND: Mama, ich verstehe das nicht.

MAMA: Mein liebes Kind, ehrlich gesagt, ich verstehe es auch nicht..

FAKTENCHECK:

Oran-Utans sind vom Aussterben bedroht, weil ihre Heimat vernichtet wird.

Es gibt nur noch rund 5000 bis 7000 Sumatra-Orang-Utans und es werden immer weniger.
Riesige Waldflächen werden illegal gebrandrodet, um Palmöl-Bäume anzupflanzen.
Orang-Utan-Mütter bleiben drei bis vier Jahre lang bei ihren Kindern. Erst mit sieben bis neun Jahren sind die kleinen Affen selbstständig.
Oft werden die schutzlosen Jungtiere durch illegale Tierhändler eingefangen und verkauft.

Wo ist Olga? warum werden wir plötzlich abgeholt?

Foto: KD_65 - Fotolia.com

KIND: Mama, wo ist meine Tante Olga, ich habe sie schon zwei Tage nicht mehr gesehen?

MAMA: Sie wurde abgeholt.

KIND: Wohin?

MAMA: Dahin, wo niemand zurückkommt. Es gibt Gerüchte, dass wir dort getötet werden und dass Würste aus uns gemacht werden.

KIND: Und wer isst diese Würste?

MAMA: Die Menschen.

KIND: Auch unser Bauer? Er ist doch Bio-Bauer?

MAMA: Ja, auch er, seine Frau und seine Kinder, außer Jenny, seine jüngste Tochter.

KIND: Wie ist das möglich? Er ist unser Freund, er füttert uns? Warum ist er so falsch?

MAMA: So sind die Menschen.

KIND: Und warum isst Jenny uns denn nicht?

MAMA: Sie mag uns.

KIND: Mögen uns die anderen Menschen nicht?

MAMA: Offensichtlich nicht.

FAKTENCHECK:

Gebrandmarkt, Hörner abgeschnitten und als Gebärmaschine missbraucht: Die Kühe

Kühe sind intelligente, neugierige Tiere, die gerne Probleme lösen und sich mit ihrer Umgebung austauschen. Manche Kühe sind klug, andere lernen eher langsam. Manche sind kühn und auf Abenteuer aus, andere sind schüchtern und zurückhaltend.
Kühe werden gezwungen, den Großteil ihres Lebens in riesigen Ställen zu verbringen, oft über ihren eigenen Fäkalien.
Sie werden oft mit heißen Eisen gebrandmarkt und man schneidet oder brennt ihnen die Hörner ab - ohne Schmerzmittel.
Damit Kühe Milch geben, werden sie immer wieder künstlich geschwängert. Kühle leiden unsäglich, wenn ihnen ihre Kinder weggenommen werden. Sie rufen tagelang nach ihnen.
Geben ihre ausgemergelten Körper nicht mehr genug Milch her, landen auch sie beim Schlachter und schließlich im Fleischwolf, um Wurst oder Hamburger aus ihnen zu machen.
Würden sie nicht vom Menschen im Alter von nur etwa vier oder fünf Jahren geschlachtet, könnten sie 15 Jahre alt werden.

Musterseiten:

»Dann wohnt der Wolf beim Lamm,

»Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.« (Jesaja, Kapitel 11, 6-7) · Gemälde: »Peace« von William Strutt (1896)